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Andreas Hofer Wochenblatt

Pages:10 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:07.05.1891

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. „Und Du?' „Ich kann das Land nicht verlassen.' Clary zuckte mit den Achseln. „Du wirst vielleicht noch einmal bedauern, meinen gut gemeinten Vorschlag nicht angenommen zu haben-' Der Kapitän ging am anderen Morgen unter Segel, die f Gebirgler luden die Branntwcinfässer auf die mitgebrachten j Ponies und verabschiedeten sich von Gibs und seiner Familie. ! „Werden wir Euch bald wiedersehen?' fragte Lizzy, ; sich an O'Warn wendend. I „Bei der Unsicherheit, in der wir leben, kann Niemand ! etwas versprechen,' antwortete Clary

. E . - „Bei St. Patrick!' rief der Fischer, „mit so trüben } Gedanken wollen wir uns nicht trennen! Lizzy, bring' noch f ein Glas aus dem Fäßchen in der Ecke!' ' Clary lehnte dankend ab. ; „Ihr seid zu ernst, Clary; man könnte fast glauben, f Ihr hättet stets das Gespenst der O'Warn vor Augen!' j „Ich habe es gesehen — letzte Nacht! I Das junge Mädchen näherte sich ihm. „Dann droht Euch Gefahr, Clary; kehret nicht in die - Berge zurück, blechet hier! Hieher wird Euch das Unglück nicht - verfolgen.' . Kind

, Lizzy. Wir • Menschen sind nichts als gebrechliche Instrumente, die der gött- - lichen Vorsehung zur Ausführung ihrer Pläne dienen. Es! muß Thränen, Blut, Opfer geben; zu den letzteren werde ich ' gehören. Adieu Lizzy.' ; Lizzy reichte ihm schweigend die Hand. Dann wandte ; sie sich rasch ab und eilte davon. Das Gespenst der O'Warn! Clary hatte es gesehen, s und trotz seiner gegentheiligen Versicherung hielt sie diese Er- - scheinung für eine Todesbotschaft. Clary's wiederholter Ver- ; kehr

mit ihrem Vater hatte unbemerkt einen liefen Einfluß j auf das Herz des Mädchens geübt. Sie hatte dies nie so ; lebhaft empfunden als heute beim Abschiede; ein unbestimmtes j Gefühl sagte ihr, daß sie ihn nicht wiedersehen werde. Ganz s in trübe Betrachtungen verloren, setzte sie sich auf den Felsen l und blickte in die schäumende Fluth. f Als die Geächteten sich wieder ihren Bergen näherten, j klopfte Tomy, der neben Clary marschirte, diesem auf die Schulter und fragte lächelnd: „Was denkst

Du denn jetzt zu dem Vorschlage, den Du mir gestern machtest?' „Welchen Vorschlag? Auszuwandern?' „Nein, der glückliche Gatte der kleinen Lizzy zu werden.' „Nun, wenn Du Lust hast —?' > „Ich habe weder den Wunsch, noch Hoffnung auf Erfolg bei ihr; aber Du, Clary, würdest wenig Mühe haben, oder hat Dir der Schutzgeist der O'Warn verboten, an irdisches Glück zu denken?' Der junge Mann lächelte traurig. „Tomy, des Mcnschenherz ist unergründbar. Die Seele, wie der Körper, hat ihre Geheimnisse, ihre Wünsche und ihre Leiden; weißt
07.05.1891
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Andreas Hofer Wochenblatt

Pages:10 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:11.06.1891

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Zurufe und das Pfeifen der Kugel ließ deutlich die höchste Gefahr erkennen. Clary hatte das Mädchen in die Arme genommen, um sie vor den Kugeln zu schützen. Ein zweiter Schuß knallte. Der junge Mann zuckte schmerzlich zusammen, er war an der Schulter getroffen. »Ihr seid verwundet, Clary? fragte Nelly mit Entsetzen. „Es ist nichts*, erwiderte er. Er konnte das Mädchen aber nicht länger halten, er setzte sie nieder und schickte einen gellenden Pfiff in das Weite. Die Constabler antworteten

mit stürmischem Hurrah und beeilten ihre Schritte. Glücklicherweise aber strauchelten sie auf dem unbekannten Wege und wälzten sich Unters Fluchen auf dem Boden. Ein Pfiff, dann noch einer, antwortete auf Clary's Nothsignal. Zwei Banditen, bis an die Zähne be waffnet, erschienen, bald gefolgt von den beiden Anderen. \ Das geht schief, Kamera-,* sagten sie zu Clary. „Wir r haben die Schüsse gehört und sind herbeigelaufen. Sollen f wir den Constablern Eins auswischen? Wir stehen ohnehin noch in ihrer Schuld

.* „Ich bin verwundet,* sagte Clary, auf das Mädchen zeigend. „Nehmet sie und fliehet schleunigst.* „Und Ihr, Clary, wollet Ihr in den Händen der Polizei { bleiben?* Ich gehe nicht ohne Euch,* versetzte Nelly. j „Ich werde nachkommen.* f „Wartet ein wenig', sagte einer der Banditen, „wir l wollen den Eifer der Constabler etwas dämpfen. Achtung, t Kameraden, und gut gezielt! Legt an! — Feuer!' I Eine Salve aus vier Gewehrläufen donnerte auf die j Constabler nieder, die auf eine so scharfe Antwort nicht gefaßt

.* j „Und nach Clary's Verwundung sehen*, fügte das > junge Mädchen bei. s „Es ist nicht der Mühe werth, Nelly', beruhigte Clary; } „ängstigt Euch nicht, ich fühle es kaum.' f Die Verletzung war in Wirklichkeit ohne Bedeutung, aber Clary verlor viel Blut, und die Anstrengung hatte ihn ebenfalls erschöpft; man verband die Schulter, ein wenig Ruhe brachte ihn wieder auf die Beine. Nelly, so beherzt sie gewöhnlich war, empfand doch eine gewiffe Furcht, als sie sich hier in dunkler Nacht in dem Hohlwege befand, mitten
11.06.1891
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Andreas Hofer Wochenblatt

Pages:10 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:11.06.1891

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sind in diesem Augenblicke jeden Rechtsgekühles baar; sie wollen um jeden Preis einen Schuldigen finden und ein abschreckendes Beispiel geben. Alle Eure Betheucrungen werden vergebens sein, man wird Euch verurtheilen.' „Was soll ich thun, mein Gott!' schluchzte das Mädchen händeringend. Clary ergriff ihre Hand. „Kommt, Nelly, die Zeit flieht, beeilen wir uns.' Und ganz leise fügte er hinzu: „Tomy erwartet Euch.' DaS Mädchen erzitterte beim Klänge dieles Namens. „Wenn Ihr hier bleibt, werdet Ihr in vierzehn Tagen

Niemanden mehr heiraten. Nelly, ich biete Euch das einzig mögliche Rettungsmittel an. Sobald Eure Unschuld einmal anerkannt ist, steht es Euch frei, zurückzukommen, aber jetzt ist es klug, zu fliehen.' „Meine Mutter ist da drin, ich will nicht ohne Abschied von ihr fortgehen; sie stürbe vor Unruhe, wenn ich so plötzlich verschwunden wäre.' Bei diesen Worten riß sich das Mädchen los und eilte in die Hütte. Clary folgte ihr. Als die Mutter hörte, was ihrer Tochter drohte, verfiel sie in helle Verzweiflung

. „Du bist verloren, Nelly, mein armes Kind! Du magst sagen, was Du willst, man wird Dir nicht glauben, und William Pody ist nicht hier.' , „Er würde nichts für sie thun können.' „Doch er nähme sie mit nach Cork.' „Glaubt Ihr, daß die Polizei sie dort nicht finden würde?' erwiderte O'Warn. ,O, es ist schrecklich! Mir mein Kind fortnehmen, die Elenden! Wer mag sie beschuldigt haben?' „Einer der Constabler, der Tomy verhaftete.' „Das Ungeheuer! Möge die Hölle ihn verschlingen!' In diesem Augenblicke glaubte Clary

blitzen, noch einige Minuten, und es es ist zu spät. Sie werden Euch freilich nicht anrühren, Nelly, so lange noch ein Athemzug in mir ist; aber wenn sie mich erwürgt haben, was wird dann aus Euch V Bei diesen Worten zog Clary seine Pistole heraus und lockerte den Dolch im Gürtel Die Mutter war nach der Thüre gestürzt. „Da sind sie, dort oben auf der Höhe! Es ist wirklich so! Ich konnte es nicht glauben! Kind, rette Dich! Sie kommen. Dich zu holen, vielleicht zum Tode. O, Clary, führt sie fort

, fliehet Beide, so lange es noch Zeit ist.' Nelly hatte sich in die Arme ihrer Mutter geworfen und konnte sich nicht entschließen, sie zu verlaffen. Aber die Constabler kamen näher, noch einige Augenblicke, und sie waren vor der Hütte. Clary nahm das junge Mädchen beim Arme und führte es mit Gewalt fort, indem er zur Mutter sagte! „Suchet die Constabler einige Zeit zurückzuhalten, damit wir Zeit zum Fliehen haben.' Kaum hatten die Flüchtlinge im Schutze des Dunkels einen kleinen Weg erreicht
11.06.1891
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Bozner Nachrichten

Pages:6 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:08.11.1899

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, Sterzing. — 11. Fulpmes, Girlan Mals, St. Martin (Taufers), Scurelle, Stams, Stenico 2 Tage, Terres (Cles), Tösens, Virgen. Neueste Post und Telegramme Der gestürzte Paragraph 14. Der Vorsitzende im Ministerrathe Gras Clary-Aldringen, hat gestern im Abge ordnetenhause die mit so großer Spannung erwartete Er klärung über die Stellung der Regierung zum Paragraph 14 abgegeben. So kurz auch die Kundgebung der Regierung war, so wenig Worte auch Graf Clary-Aldringen machte, so bedeutungsvoll

war die Erklärung. Sie bestätigte die Annahme, daß der Anfang der Regierung des Grafen Clary-Aldringen das Ende der Herrschaft des Paragraphen 14 sein werde. In kurzen Worten läßt sich der Sinn der Erklärung des Grafen Clary-Aldringen folgendermaßen zusammenfassen: I. Der Paragraph wird nicht aufgehoben, weil er bei gewissen Nothfällen, namentlich wirthschastlicher Natur, sich als wohlthätig für die Bevölkerung erwiesen hat. II. Die Regierung wird aber den Paragraph 14 nur m diesem Rahmen zur Anwendung bringen

. III. Die Regierung wird den Paragraph 14 nicht in der Weise gebrauchen, wie er unter den Ministerien Baden!, Gautsch und Thun gebraucht wurde. Sie wird bei dem Paragraph 14 keine extensive Interpretation an wenden. Er wird wieder dasselbe bescheidene Dasein führen, wie vor den Stürmen der Obstruction. Die Erklärung der Regierung kam nicht unerwartet, und Graf Clary-Aldringen hat auch gewiß nicht die Absicht Ahabt, einen überraschenden Knalleffect zu erzielen. Die Worte welche er gestern sprach

, waren ja nur die logische Konsequenz des Regierungswechsels, die Mission des Arafen Clary-Aldringen bedeutete die Demission des § 14. Die Herrlichkeit dieses Gesetzartikels, welcher in den letzten Zwei Jahren eine so große Rolle spielte, ist zu Ende) wie durch die Aufhebung der Gautfch'fchen Verordnungen in der Sprachenfrage eine restiwtio m iatexriim stattfand, so ward heute durch die Erklärung des Grasen Clary-Aldringen auch der § 14 in den früheren Stand zurückversetzt. Zwei Anträge lagen dem Hause

vor. Der eine ging von der sozialdemokratischen Partei aus und bezweckte die gänzliche Aufhebung des Paragraphen 14) der andere, von den deutschen Parteien eingebracht, schlug die Be grenzung der Wirksamkeit dieses Paragraphen auf wirkliche Nothfälle vor. Graf Clary-Aldringen hat durch seine Er klärung beiden Anträgen gegenüber die Stellung der Re gierung präcisirt) die einfache Eliminirung des Nothpara graphen hat er abgelehnt, da es Fälle gibt, wo dessen An wendung eben nothwendig ist) dagegen hat er gleich
08.11.1899
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Bozner Nachrichten

Pages:8 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:03.10.1899

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Str. SS« Die Clary-Aldringen. „ Durch die Ernennung des Grafen Clary-Aldringen zum Minister ist das Interesse für die Familie dieses Namens wohl so rege, daß einige Daten über sie nicht unwillkommen sein dürften. Die Clary stammen aus dem Florentinischen, von wo Bernhard von Clary nach Oester reich kam und von Carl IV. das Jndigenat des König reiches Böhmen und der übrigen Erblände erhielt/ Seine Nachkommen brachten die Stadt und Herrschast Teplitz an sich. Franz Clary

dieses Kriegsmannes dessen riesiges Vermögen geerbt Hatte,' er erhielt dann die Er laubniß, den Namen Aldringen neben seinem zu führen. Sein Sohn, Johann Marcus Clary-Aldringen, war Ge heimer Rath und Gesandter. Von den späteren Clary- Aldringen ist vornehmlich Leopold Caspar, geboren am 2. Jänner 1726, gestorben 23. November 1800, hervor zuheben, der Präsident der obersten Justizstelle, Staats und Conferenzminister und Präsident der Gesetzgebungs- Hoscommission war, ferner Franz Wenzel, ein Enkel des Johann

Marcus, der von Kaiser Joseph II. am 2. Februar 1767 die Reichsfürstenwürde erhielt. Er ist der Stifter des Majorats Teplitz. Sem Sohn Johann Nepomuk, geboren 17. December 1753, gestorben 3. Juni 1826, war General-Hofbaudirector) dessen Sohn Carl Joseph, geboren 12. December 1777, gestorben 3t. Mai 1831, hat eine der kostbarsten Privat bibliotheken und eine reiche Collection von Kupferstichen und Handzeichnungen gesammelt. Carl Joseph Clary- Aldringen war auch ein Enkel des berühmten ebenso geist

reichen, als wahrhaft vornehmen Prinzen de Ligne. Die Besitzungen der Clary-Aldringen, sind die Fideicommißherv- schaft Teplitz, 88 Quadratkilometer, ^reupen, 25 Quadrat kilometer, und die Herrschaft Binsdorf. Fürst Edmund Moriz Clary-Aldringen, geboren 3. Februar 1813, war wiederholt vom verfassungstreuen Großgrundbesitz m den böhmischen Landtag entsendet und gehörte als Mitglied des Herrenhauses der verfassungstreuen Linken an. Er starb am 21. Juni 1894. Von seinen Söhnen ist Fürst Carlor, geboren

am 3. April 1844 in Wien, Chef des Hauses, Graf Manfred, dessen Biographie das „N. W. Tagbl.' bereits veröffentlichte, der „neue Mann.' Das Palais Clary in der Herrengasse in Wien ist seit 1770 im Besitze der Familie. Vorher besaßen die Familien Mollard, Muschniger und Eytzing Häuser an dieser Stelle. Eine Unterredung mit Karon Dipauli. Der in Wien weilende Herausgeber einer Berliner Korrespondenz, Herr Arthur Kirchhofs, hatte vorgestern mit dem scheidenden Handelsminister Baron Dipauli eine Umerredung
03.10.1899
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Andreas Hofer Wochenblatt

Pages:10 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:14.05.1891

Hits:Page 10
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sich nicht einschüchtern ließ! Clary, bleich, bewegt, aber tapferen Sinnes, trat in die Mitte des Kreises und sagte: „Das Recht der Züchtigung gebührt nur Gott, er wird diesen Mann richten. Wollten wir den Landlord ermorden, würden wir ebenso elend und strafbar sein, wie er. Ich habe keine Lust, meinem Unglücke noch ein Verbrechen hinzuzufügen!' Gaspard stampfte mit den Füßen vor Zorn, seine Augen schleuderten Blitze. „Wer wagt so zu reden?' donnerte er. „Wer wagt es, Jene Mörder zu nennen

, die nur die Vertheidigung des Landes führen?!' „Das Land hat uns keinen Auftrag gegeben,' versetzte Clary; „dieses Verbrechen würde nur dazu dienen, neues Unglück auf uns und unsere Landsleute herabzuziehen.' „Feigling! Elender Feigling!' schrie Gaspard. „Ent arteter Nachkomme der O'Warn, Du nimmst die Tyrannei Derjenigen geduldig an, der die Deinigen ermordete! Was bedarf es denn noch mehr, um Deine schwache Seele zu be wegen? Ist nicht genug Blut vergossen? Hörst Du nicht, wie Irland nach Rächern ruft? Clary, hebe

Deinen Dolch und schwöre, daß Du ihn in das Herz des Scheusals stoßen willst!' „Niemals!' rief der junge Mann. „Elender!' brüllte der Chef und wollte sich auf ihn stürzen. Clary rührte sich nicht. Der Schutzgeist der O'Warn hatte ihm ja sein Ende angekündigt, und er wollte lieber durch den Dolch des Banditen sterben, als seine Hand mit Blut besudeln. Mehrere Kameraden stellten sich vor ihn, um einem Zu sammenstoße der beiden Männer vorzubeugen. „Chef,' sagten sie, „es ist keinem Jrländer erlaubt, das Blut

eines O'Warn zu vergießen!' Gaspard hielt an; das Ansehen' dieses Namens genügte, um seinen Träger zu schützen, der Brigant wagte es nicht, seine Verbrecherhand gegen den letzten O'Warn auszustrecken. Langsam zog er sich zurück, seinen Groll über die vermeintliche Beleidigung gewaltsam niederkämpfend. „Kameraden', begann er wieder mit rauher Stimme, „die Verhandlung ist geschlossen. Ihr Alle, ausgenommen Clary, habt das Urtheil gegen Seine Herrlichkeit gutgeheißen. Noch an diesem Abend soll es vollstreckt

werden. Bereitet Euch zum Abmärsche; ich habe im Voraus den Erfolg dieses Aktes der Gerechtigkeit gesichert.' Die Banditen gaben durch lautes Hurrah ihre Zustimmung kund. Um ihren Muth noch zu erhöhen, erhielt Jeder eine tüchtige Ration Whiskey. Clary schüttete das ihm angebotene Getränk auf den Boden. „Ueber mich wird man auf solche Weise nicht Herr', sagte er. Seine Gefährten, mit Ausnahme Tomy's, der kaum die Lippen befeuchtete, zeigten sich weniger schwierig, sie sprach cn dem Branntwein fleißig
14.05.1891
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Der Bote für Tirol

Pages:8 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:04.10.1899

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Kote für Wrol Nv. 227. Innsbruck, Mittwoch, dt.n October 1899. 85. Jahrgang. »WM Amtlicher Theil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben die nachstehenden Allerhöchsten Handschreiben allergnädigst zu erlassen geruht: Lieber Grast Thun! Ich finde Mich bestimmt, die von Meinem Gesammtministcrium sür die im ReichSrnthe vertretenen Königreiche und Länder er- betene Demission in Gnaden zu gewähren und setze Sie in Kenntnis, dass Ich Meinen Statthalter in Steiermark, Manfred Grasen Clary

-Aldringen mit der Bildung des neuen Ministeriums betraut habe- Wien, am 2. October 1899. Franz Joseph in. p. Thun m. p. Lieber Graf Clary! Ich ernenne Sie zu Meinem Ackerbanministcr und betraue Sie zugleich provisorisch mit dem Vorsitze im Ministerrathe sür die im Reichs rathe vertretenen Königreiche und Länder. Wien, am 2. October 1899. Franz Joseph io. p. Clary in. x>. Lieber Graf Thuu! Indem Ich Sie über Ihr Ansuchen von den« Amte Meines Ministerpräsidenten sowie von der Leitung Meines Ministeriums

m. p. Thun lll. P. Lieber Graf Clary! Ich ernenne den Feldzeug meister Zcno Grafen Welfersheimb neuerlich zu Meinem Minister sür Landesvertheidigung, den geheimen Rath Dr. Heinrich Ritter v. Wittek neuerlich zu Meinem Eisenbahnminister, den geheimen Rath Dr. Ernst v. Koerber zu Meinem Minister des Jiniern, den geheimen Rath und Präsidenten des OberlandeS- gerichteS in Trieft Dr. Eduard Ritter v. Kindinger zu Meinem Justizminister, den Ministerialrath in Meinem MinisterrathS Präsidium Dr. Casimir Ritter

v. Chledowski zu Meinem Minister und betraue den geheimen Rath nnd SectionSchej Dr. Wilhelm Ritter v. Harte! mit der Leitung Meines Ministe riums für Cultus uud ' uns ij^^ectionschef Dr. Franz Stibral mit der Leitung Meines Han delsministeriums und den Sectioiischcf Dr. Severin Ritter v. Kniaziolueki mit der Leitung Meines Finanzministeriums. Wien, 2. October 1899. Franz Joseph w. p. Clary ni. x. Lieber Feldzeugnieister Graf W elser shei in b l Ich ernenne «ne neuerlich zu Meinem Minister

für LandcSvertheidignng. Wien, 2. October 1899. Franz Joseph w. p. Clary iu. p. Lieber Dr. Rittcr v. Wittek! Ich ernenne Sie neuerlich zu Meinem Eiseiibahnminister. Wien, 2. October 1899. Franz Joseph m. p. Clary m. x. Lieber Dr. v. Koerber! Ich ernenne Sie zu Meinem Minister des Innern. Wien, 2. October 1899. Franz Joseph p. Clary m. p. Lieber Dr. Rittcr v. Kindinger! Ich ernenne Sie zu Meinem Justizmnister. Wien, 2. October 1899. Franz Joseph m. x. Clary u>. p. Lieber Dr. Rittcr v. Chledowski! Ich ernenne
04.10.1899
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Andreas Hofer Wochenblatt

Pages:10 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:30.04.1891

Hits:Page 10
Snippet:
ganze Bücher geschrieben, deßen volle Lösung wir aber ersten; einer anderen Welt finden werden. -Die Hand Clary's legte fich auf Tomy's Schulter. ; „Vergieb, Freund, wenn ich Dich aus Deiner Verzückung! reiße, aber wir sind nicht hieher gekommen, um das wunder-! volle Schauspiel des Oceans zu bewundern!' ! „Wie schön ist das doch, Clary,.findest Du nicht?' ! „Lieber Tomy, als .ich zum ersten Male -das Meerffah, \ war ich entzückt, wie Du. Jetzt bin ich daran gewöhntund i dann versichere

als einmal habe ich mich an die Reifen j klammern müßen, um mich der gefährlichen Vision zu ent- ! ziehen. Das Meer, siehst Du, wäre für den Unglücklichen, j der leidet, dem kein Hoffnungsstrahl mehr winkt, das Ver- j gessen, das Enden alles Uebels; dort drunten würde er ein- ! schlummern zum ewigen Schlafe ...' ! „Und wo würde er erwachen?' unterbrach Tomy die j finsteren Betrachtungen seines Kameraden. ; „Ach I' seufzte der letzte der O'Warn, „Gott erlaubt j nicht, daß man sein Kreuz abwirft!' j Clary fuhr mit der Hand

über die Stirn, wie um die s trüben Gedanken zu verscheuchen, und den Arm Tomy's nehmend, i führte er ihn zu den Gefährten zurück. Unter diesen befand ; sich eine Tomy unbekannte Persönlichteit, ein Mann, kräftig j und robust von Gestalt, mit gebräuntem Teint und verwegenem 1 Gesicht; einen Seeräuber hätte man nicht treffender malen können. „Guten Tag, Gibs!' sagte Clary; „hier stelle ich Euch einen neuen Kameraden vor.' Der Seeman schob seine Pelzmütze zurück, betrachtete Tomy von unten bis oben

', meinte Clary. „Was mich angeht, ich fürchte sie nicht und bin in meiner Unabhängigkeit glücklicher, als ein Königssohn. Es ist That sache, daß es in Irland Nachkommen unserer alten Souveräne und.berühmten Stammesoberhäupter gibt, die keine so an genehme Existenz führen, wie ich.' „Ihr habt Recht,' bestätigte traurig Clary. „Liebe Freunde,' sagte der Seemann, „kommt jetzt ein wenig mit in meine Wohnung, um Euch auszuruhen. Dieser lange Marsch hat Euch sicher mächtigen.Appetit verursacht
30.04.1891
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Brixener Chronik

Pages:8 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:06.01.1900

Hits:Page 2
Snippet:
Seite 2. Nr. 3. Samstag, „Rrixener Chronik.' 6. Jänner 1900. Jahrg. XM. geschlossen waren, sich derselben mit der Zeit, würdig zu machen suchen. — Noch schneller wird dies dort eintreffen, wo landwirtschaftliche Erwerbs- und BerkaufSgenossenschasten sich an die Raiffeisex-Vereine anlehnen und dem Bauern einerseits die Einnahmen vermehren, andererseits die Ausgaben vermindern helfen. War das Ministerium Clary liberal ? Im Kath .-Polit. Casino in Brixen hielt der Herr

Reichsrathsabgeordnete Professor Doetor Schoepfer am 29. December v. I. einen Vor trag über die Gestaltung der parlamentarischen Situation. Dabei kam er auch auf die Frage zu sprechen, ob daS Cabinet Clary ein liberales gewesen sei. Er betonte nämlich, dass wiederholt erklärt worden sei, das Cabinet gehe auf die Neu-Etablierung eines definitiven deutschliberalen Regimes aus. Der Redner schilderte zunächst den ge wesenen Ministerpräsidenten als einen freundlichen, herablassenden, offenherzigen Charakter, der freilich seit

jeher mehr Sinn für das Wohl des Volkes, als für die Befriedigung von Partei-Aspirationen gezeigt habe. Als Bezirkshauptmann von Wiener- Neustadt hat Graf Clmy in wenigen Monaten über 20 Ra'ffeisen-Cassen gegründet, als Landes- präsident von Schlesien hat er ebenfalls die ge nossenschaftliche Organisation thatkräftig unter stützt; als Statthalter von Steiermark hat Clary die wärmsten Sympathien der Bevölkerung sich erworben. Er gilt allgemein als überzeu-- gungLtreuer Katholik, er ist auch Mitglied

gerade Graf Clary liberal sein und nur das eine Los verdienen sollte, möglichst schnell gestürzt zu werden. Der Ministerpräsident war nicht liberal; war es vielleicht das Cabinet in seiner sonstigen Zusammensetzung? Welsersheimb und Wittek gehörten schon den früheren Ministerien an; außerdem waren drei Posten nur provisorisch besetzt. Die Minister Koerber und Kindinger werden als altliberal erklärt; aber seinerzeit wurde sogar die Besetzung des Finanzportefeuilles mit Plener als selbstverständlich

angenommen. Die Eigenart des Ministeriums selbst und die frühere Haltung der konservativen Parteien bieten also nicht die Erklärung dafür, dass das Cabinet Clary als liberal ange sehen und darum gestürzt werden sollte. Wo also liegt die Erklärung? Wie es scheint» in Sterne als einen zu sehen, wie z. B. in den zwei Conjunctionen 1893, wo der Abstand siebenmal kleiner war, jeder Laie aber noch zwei Sterne und nicht einen beobachten konnte. Die Schrift spricht von „dem' Stern, „seinem Stern
06.01.1900
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Andreas Hofer Wochenblatt

Pages:10 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:30.04.1891

Hits:Page 9
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Beilage zu Nr. 18 des „Andreas $ofet'. Zahn «m Zahn. Roman aus Jrland's Leidmszeit. Autoristrte Uebersetzung nach Gabriele VArvor von Weither H***. (Fortsetzung.) „Clary!' schrie das junge Mädchen, dem Geächteten in den Arm fallend, „rührt ihn nicht an, ich beschwöre Euch!' „Nelly, ich würde strafbar sein, wenn ich die Schlange leben ließe. Er plant schreckliche Rache gegen uns. „Ich kenne Euch nicht, ich habe nichts gegen Euch im Sinne,' erklärte zitternd William. „Ich bin ein Geächteter

, wie Tomy. Wenn Ihr Tomy verrathet, vernichtet Ihr uns Alle. Meine Gefährten würden es mir nie verzeihen, einen gefährlichen Feind geschont zu haben. Ich bin kein Meuchelmörder, aber hier handelt es sich um Aller Leben, ich befinde mich in der Nothwehr.' „Clary, thut es nicht!' flehte Nelly. „Ich bitte Euch, dieser Mann ist mein Verlobter. Ihr verdankt mir Beide das Leben, als Gegenleistung fordere ich, daß Ihr William schonet.' „So muß er wenigstens schwören, daß er uns nicht verrathen

will I' „Ich schwöre es!' sagte William, erschreckt in die Mündung der Pistole blickend. War dieser Schwur aufrichtig? Pody hätte es selbst nicht sagen können in diesem Momente. „Kann man sich auf sein Wort verlasien?' fragte Clary. „Ja,' versicherte Nelly, „William ist jähzornig, eifer süchtig, aber er ist nicht schlecht.' „Wir werden ihn übrigens überwachen. Wehe ihm, wenn er Miene machen sollte, uns schaden zu wollen!' Clary zog seinen Gefährten mit sich fort, und Beide verschwanden in der Dunkelheit

. „Wie kamst Du dorthin?' fragte Tomy seinen Freund, als sie allein waren. „Ich kenne Deine Unvorsichtigkeit und fürchtete, Dein Verlangen, Nelly zu sehen, würde Dich in Verlegenheit bringen. Glücklicherweise bin ich noch gerade zur rechten Zeit gekommen. Diesem Pody traue ich nicht; es war ein Fehler, daß ich ihn schonte, aber wer kann den Bitten dieses Mädchens widerstehen?' „Du hast wohl gethan, Clary, man muß jedes Blut vergießen zu vermeiden suchen.' „Das ist allerdings wahr, aber vielleicht läßt

dieser Verräther dafür das unserige fließen.' „Er hat geschworen, uns nicht zu verrathen.' „Ich gebe nichts für seinen Eid. Dieser Mensch hat ein falsches hinterlistiges Gesicht. Tomy, etwas sagt mir, daß dieses Abenteuer uns Unglück bringen wird.' „Fort mit so trüben Gedanken, Clary; oder hast Du etwa den Schutzgeist der O'Warn gesehen?' „Nein, vielleicht werde ich ihn aber bald sehen.' „Wir sind im Stande, die schlauesten Pläne der Polizei zu durchkreuzen, und sei sicher, Nelly wacht über uns.' Clary O'Warn
30.04.1891
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