Suchergebnis: Sigmund

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Schlern

Seiten:136 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:01.07.2014

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Textauszug:
Erzherzog Sigmund mit seiner früh verstorbenen Braut (links) und seinen zwei Ehefrauen im Porträtstammbaum auf Schloss Tratzberg. seniler Mann“ gewesen sei. 75 Es verwundert daher wenig, dass Sigmund auch für besonders „leichtgläubig und voll Gespensterfurcht“ gehalten wurde. 76 Gerne verwiesen Tiroler Forscher wie Hermann Wopfner hingegen darauf, dass der Hexenprozess von 1485 „in weiteren Kreisen des Landes“ auf „entschlossenen Widerstand“ gestoßen sei. 77 Tatsächlich bezeugt zum Beispiel
01.07.2014
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Schlern

Seiten:136 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:01.07.2014

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Textauszug:
dem geistlichen Stand angehörende Historiker Albert Jäger. In einer Publikation aus dem Jahr 1873 erklärte er Erzherzog Sigmund nunmehr zum Hauptschuldigen an dem von ihm „cultivirten Hexenwesen“ in Tirol und behauptete: „Kaum etwas schien die Gedanken dieses Fürsten seit 1470 mehr zu beschäftigen als die Hexen und Hexenmeister.“ 83 Nach Jägers Auffassung hatte aber auch seine Vertraute Anna Spießin „grossen Antheil an dem Aufschwünge, den das Hexenwesen und die Hexenprocesse in den letzten Jahren des Herzogs

Sigmund nahmen“. „Dieses Weibes bedienten sich die treulosen Höflinge, wenn sie ihre bösen Anschläge durchsetzen wollten. Die 'Spiessin' übte eine solche Gewalt über Sigmund, dass er willenlos von ihr abhing. Sie hatte dem blöden Manne beigebracht, dass sie Teufel bannen könne, und wenn sie ihn davon überzeugen wollte, liess sie ihn Stimmen hören von 'Buben, Verrückten und andern Leuten', die in Oefen oder Mauern verborgen waren, und nach Verabredung auf ihre Fragen Antwort gaben.“ 84 Aus den Angaben

zu Hall 1487“ dem Hexenwesen „ein Ende“ bereitete. 87 Die Vorstellung von einer „Hexenverschwörung“ an Sigmunds Hof scheint schon Hartmann Ammann nicht überzeugt zu haben. In seiner Publikation aus dem Jahr 1890 referierte er jedenfalls nur die überkommene Auffassung von der maßgeblichen Rolle der „bösen Räte“: „Die Hofpartei, welche den schwachen Erzherzog Sigmund vollständig beherrschte, benützte die Sendung des Inquisitors als willkommenen Deckmantel, um missliebige Persönlichkeiten bei Seite
01.07.2014
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Schlern

Seiten:136 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:01.07.2014

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Textauszug:
Hexen in Innsbruck? Erzherzog Sigmund, Bischof Georg Golser und der Inquisitor Heinrich Kramer (1484-1486) Von Manfred Tschaikner „Teufelsbuhlschaft", Holzschnitt aus Ulrich Molitor, „Von den unholden oder hexen", Augsburg 1508. D er Inquisitor, Dominikanermönch und spätere Verfasser des „Hexenhammers“ Heinrich Kramer, latinisiert Institoris, stieß bei seinen Unternehmungen im südwestdeutschen Raum zu Beginn der Achtzigerjahre des 15. Jahrhunderts zum Teil auf starken Widerstand

. 1 Unter dem Datum des 5. Dezember 1484 erlangte er schließlich von Papst Innozenz VIII. Unterstützung der Hexenverfolgungen in Form der Bulle Summis desiderantes ajfectibus. 1 Zur selben Zeit erfuhr der Inquisitor eine weitere wichtige Förderung seiner Bestrebungen durch Erzherzog Sigmund von Österreich, Graf von Tirol, zu dessen Herrschaftsbereich mit Vorderösterreich zahlreiche Territorien im deutschen Südwesten zählten. 3 Mögliche Motive dafür reichen von frommer Überzeugung über politische Kalküle

zu. Der Geleitbrief für Kramer vom Dezember 1484 S chon drei Tage nach dem Datum, das die Bulle Summis desiderantes affectibus trägt, und noch bevor auf eine Anfrage darüber, wie Institoris bei den Hexenprozessen in der Reichsstadt Ravensburg vorgegangen war, 6 eine Antwort vorlag, ließ Erzherzog Sigmund dem Inquisitor auf dessen „demütige Bitte“ hin einen Geleitbrief ausstellen, worin er ihm in allen seinen Ländereien für ein ganzes Jahr lang Sicherheit und freies Geleit gewährte, um dort dem päpstlichen Auftrag
01.07.2014
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Schlern

Seiten:136 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:01.07.2014

Treffer:Seite 88
Textauszug:
opinati sumus.“ 18 Der Papst bestätigte dem Erzherzog also, wie groß und wie nützlich sein frommer Eifer, die rechtgläubige Überzeugung und der daraus erwachsene Schutz vor der Sekte der Häretiker und Hexer - beide wohlgemerkt männlichen Geschlechts - sei. Dadurch erweise sich Sigmund als ein wahrlich katholischer und gottesfürchtiger Fürst, wofür er ihn immer schon gehalten habe. Im Gegensatz zum schmählichen Ausgang des Innsbrucker Prozesses erwähnte Kramer die bedeutende Förderung

der Hexenverfolgungen durch Erzherzog Sigmund - sozusagen als Referenz - in seinem Buch gern, ohne sie erfinden zu müssen. Die Förderung des Prozesses durch den Brixner Bischof Georg Golser E benfalls keine Erfindung bildete die Angabe im „Hexenhammer“, dass Sigmund bei der Verfolgung in Tirol „cum assistentia reverendissimi ordinarii Brixiensis“, 19 also mit Unterstützung des Brixner Bischofs Georg Golser, vorgegangen sei. Sie verkehrte keineswegs „die historische Wirklichkeit in ihr Gegenteil“. 20 Golser förderte
01.07.2014
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Schlern

Seiten:136 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:01.07.2014

Treffer:Seite 91
Textauszug:
sei, weil er gerade der mueß nit hatte, habe Kramer dem Wächter aufgetragen, er solt mein g. hm. warnen vor vier frawen mit namen des Sigmund Malers weib, der Röslein, der Haintz Sattlknechtin und ainer tauften jüdin, die sey hin weggeflochen, daß sein gnad nit [...] 36 essen solt. Sy hüten grundin in irer schäm getött, auch ain holtz ab ainem crucifix gesnitz, das wolten sy sein gnaden zuessen haben geben. prf-1 *** ^ -iß ^ ^ r ww, °~ Erste Seite der Aufzeichnungen mit den Angaben des ehemaligen

haben, er wolle vom Erzherzog begern, die Spiessin und Sattlknechtin auch antzenemen - also ebenfalls vor Gericht zu stel len. Ob der Mönch das anschlie ßend getan habe, könne Ott nicht wissen. Er jedenfalls habe den Lan desfürsten nur vor den vier Frauen, nicht aber vor der Spießin gewarnt. Außerdem gab der Türhüter zu Protokoll, Kramer habe dem Erz herzog desselben mals ein register überantwortet, und hab im der münch gesagt, es ste alles darinn? 1 Die Ehefrauen Sigmund Malers und Heinz Sattelknechts sowie
01.07.2014
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Schlern

Seiten:136 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:01.07.2014

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Textauszug:
Anwalt der Angeklagten, „Johann Merwais von Wendingen, Licenciat in den Decreten und Doctor der Medicin“. Sein entschiedenes und aggressives Auftreten gegen den Inquisitor führte am 31. Oktober zur Annullierung des Prozesses und einige Tage später zur Freilassung der inhaftierten Angeklagten. 40 Erzherzog Sigmund, der sichtlich schon mit diesem Ergebnis gerechnet hatte, übernahm noch am Abend des 31. Oktober die angefallenen Kosten. 41 In der Literatur wird zumeist davon ausgegangen, dass der Brixner
01.07.2014
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Schlern

Seiten:136 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:01.07.2014

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Textauszug:
GESCHICHTE 84 Manfred Tschaikner Hexen in Innsbruck? Erzherzog Sigmund, Bischof Georg Golser und der Inquisitor Heinrich Kramer (1484-1486) VOLKSKUNDE 103 Mechthild Pörnbacher Eine Schabmadonna von 1695 aus Einsiedeln Wallfahrtsandenken, Andachtsgegenstand und Reliquie KUNSTGESCHICHTE 110 Elke Reese Das Motiv des Schutzmantels bei Christusfiguren Eine Zusammenstellung 121 Georg Kierdorf-Traut Meraner Raben LITERATURRUNDSCHAU 125 Guntram Plangg Die Talmundart von Rabbi Vittorio Dell’Aquila
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Schlern

Seiten:136 Seiten
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Erscheinungsdatum:01.07.2014

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Textauszug:
. 10 Diese „schimpfliche Niederlage“ 11 veranlasste Kramer zur Abfassung des „Hexenhammers“, des bekanntesten Handbuchs für Hexenverfolgungen, wozu er bereits in Tirol Vorarbeiten geleistet hatte. 12 Päpstliches Dankesschreiben an Erzherzog Sigmund D a ihnen der erst vor Kurzem aufgefundene Geleitbrief Sigmunds noch nicht bekannt war, erschien es den Tiroler Historikern des 19. Jahrhunderts als ein Rätsel, warum der Inquisitor im „Hexenhammer“ behauptete, Erzherzog Sigmund habe sich „als ein rechtgläubiger Fürst
01.07.2014
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Schlern

Seiten:136 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:01.07.2014

Treffer:Seite 100
Textauszug:
, das an die „Ofenaffäre“ erinnert, erhielt Sigmund die Antwort, das der teüffel weder durch sich selbs noch durch die zaubrer warlich künftige ding nit vorsagen kan. Anders so er dann diß von subtilikait seiner nattur auß dem loff des gestirns oder geschicklichait der element erkunnen mag, oder so ym got etwas zuo thuon verhengt hat, oder so er etwas den menschen einbilden oder einblasen wil, oder so er etwas auß der menschen Sitten und gebert vermerckt, und dannocht so betreügt er die menschen und wirt och offt

selbst betrogen . 108 Zusammenfassung '\VTenige Tage nachdem Papst Innozenz VIII. dem Inquisitor Heinrich Kramer/ W Institoris durch die Bulle Summis desiderantes ajfectibus Unterstützung für seine umstrittenen Hexenverfolgungen gewährt hatte, stellte sich auch Erzherzog Sigmund als Landesherr von Tirol und Vorderösterreich durch die Ausstellung eines entsprechenden Geleitbriefs vom 8. Dezember 1484 auf dessen Seite, wofür ihm der Papst einige Monate später eigens dankte. Der Erzherzog und der Bischof
01.07.2014
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Schlern

Seiten:136 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:01.07.2014

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Textauszug:
, mit Urkunden. In: Der Sammler für Geschichte und Statistik von Tirol. Bd. 2. Innsbruck 1807, S. 97-280, hier S. 242. 91 Wilson, Institoris (wie Anm. 1), S. 92, behauptete irrtümlich sogar, dass der Erzherzog eine kleine Hexenjagd („limited hunt") während des Hallers Landtags von 1487 veranlasst habe. 92 TLA, Handschrift 48, fol. 134a; Primisser, Krieg (wie Anm. 90), S. 237-238; Jäger, Übergang (wie Anm. 51), S. 339 u. 348; vgl. auch Baum, Sigmund (wie Anm. 4), S. 485-488. 93 Vgl. Jäger, Blühtezeit (wie Anm

(wie Anm. 90), S. 242. 96 Vgl. Hegi, Räte (wie Anm. 4), S. 129. 97 TLA, Handschrift 48, fol. 131a; Primisser, Krieg (wie Anm. 90), S. 223. 98 Baum, Sigmund (wie Anm. 4), S. 483; Hegi, Räte (wie Anm. 4), S. 47 u. 129. 99 Jäger, Blühtezeit (wie Anm. 74), S. 327-328, Anm. 5. 100 Caramelle glaubte auch, das „Hexenwesen in Tirol" habe dann „erst am Landtag in Hall, am 16. August 1487, [...] ein vorläufiges Ende" gefunden: Silvia Caramelle, Katharina von Sach sen. Erzherzog Sigmunds zweite Gemahlin

. Ihr Leben an der Seite des Tiroler Landesfürs ten. In: Margarethe Köfler/Silvia Caramelle, Die beiden Frauen des Erzherzogs Sigmund von Österreich-Tirol. Innsbruck 1982 (Schlern-Schriften 269), S. 115-236, hier S. 162. 101 Vgl. Ziegeler, Möglichkeiten (wie Anm. 45), S. 108; der Autor meinte allerdings, das Unter nehmen Kramers habe „möglicherweise eine abschreckende und zugleich, angesichts der besonnenen und festen Haltung Golsers, aufklärende Wirkung auf die tirolischen Landstände ausgeübt". 102 Vgl
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