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Kategorie:
Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 198 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
186 IV. Von der Jenbacher Gründung bis zu Katzbecks Ausscheiden, 1565—1578. Höchst beachtenswert ist nun vor allem das nachfolgende Gutachten der Regierung über die verschiedenen Möglichkeiten einer Erledigung : die eine sei, daß der Fürst alles aufkaufe und so alleiniger Gewerke werde. Bei diesem Gedanken nun entdeckt die Regierung auf einmal selbst alle die Schwierigkeiten im Bergbau, die sie bisher, bequem hinter der Verantwortungslosigkeit ihrer paar Gruben verschanzt, den Ge werken

hartnäckig abgestritten hatte. Diese Verantwortungslosigkeit zu brechen, das war ja der letzte Sinn des zweiten Vorschlags der Jen bacher, nachdem ihr erstes Angebot zurückgewiesen war. Sobald nur einmal die Frage, ob die Regierung selbst im Bergbau mit-leidend und -entscheidend weiden sole, vor ihr aufsteht, sinkt ihre ganze 20jährige Argumentation gegen die Gewerken wie ein Kartenhaus in sich zu sammen, alles, was die Gewerken seit Jahren der Regierung vorgehalten haben, hält

sie nun selbst dem Erzherzog vor ! Es kommt aber noch interessanter: der Fürst als Alleingewerke erscheint ihr auch aus anderen Gründen «seer hoch bedennckhlich; dann niemanndts gern neben Eur Fr. Dt. als herrn vnnd lanndtsfürsten pawen, sounder ain yeder dise beysorg bete, Eur Fr. Dt. oder dero regierung vnnd camer anstatt Eur Fr. Dt. wurden ime zu schwer vnnd vberlegen sein vnnd müessten sich in zuetragenndten fällen der vngnad besorgen». Ebenso würde hier am Falkenstein kein Mensch mehr neue Gänge suchen

, auch erfindung vnd perckhwerchs recht ist». So also beurteilt die Regierung selbst die Einschätzung des obersten Bergherrn beim Knappenvolk! Dabei erklärt sie ausdrücklich, dies sei nicht nur ihre Meinung, sondern es werde auch „etwa davon geredet'. Allem nachdem sie nun einmal die ehrliche Sprache gefunden hat, wollen wir sie weiter hören: Der Erzherzog, meint sie, müsse anderseits doch ales tun, um die Bergwerke zu erhalten; denn er beziehe allein von ihnen gegen 60.000 fl. jährliches Einkommen

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Kategorie:
Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 191 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
wiederholt er Ersuchen und Versprechen in nachdrück lichster Weise. Möglich, daß dadurch eine gewisse äußerliche Verträglichkeit wieder hergestellt wurde, aber der Haß hielt vorläufig noch ungeschwächt an. Man lese nur die sehr umfangreiche Denkschrift der Schwazer Berg offiziere an die Regierung vom 12. April 1568 über eine neuerliche Beschwerdeschrift der Jenbacher, die sich offenbar mit denen des Vor jahres im wesentlichen deckte 19 . Auch ins nächste Jahr scheinen sich die Reibereien

noch hineingezogen zu haben. Am 14. März 1569 sah sich die Regierung veranlaßt, einen Entscheid wegen der richterlichen Zuständig keit des Berg- bzw. Landgerichtes zu Schwaz über die Diener der Ge- 18 P. A. XIV, 816. Aus ihrer einleitenden Entschuldigung, sie seien erst so kurz beim Berg, daß sie vielleicht noch nicht genügend Einsicht hätten, um ein erschöpfendes Gutachten abzugeben, dürfen wir übrigens wohl schließen, daß der Fürst bzw. die Regierung selbst vor dem Mittel einer völligen Neubesetzung

der Schwazer Bergbehörden nicht zurückschreckten, um am Falkenstein einen modus vivendi zu schaffen. Trifft dies zu, wurden wirklich die alten, von der Regierung gegen jeden Schuldverdacht verteidigten Beamten dem lieben Frieden geopfert, so beleuchtet dies greller als irgend etwas das gewaltige Anwachsen der gewerkBchen i|ueht infolge der Jenbacher Gründung.

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Kategorie:
Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 223 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
. ». War also auch der urspr üng liche Zweck der Jenbacher, die völlige Gleichmachung der Anteile, nicht ganz erreicht worden, so waren jetzt Fürst und Regierung doch zur Mitregierung und also Mitverantwortung am Berg herangezogen 85 . Ausdrücklich wurde aus dieser Falkensteiner „Vergleichung' der Erbstollen ausgenommen. Er bildete nach wie vor das ganz besondere- Schmerzenskind der Regierung und der Jenbacher. Der Erzherzog ließ, sich schließlich noch zu einer Erhöhung der Sonderbeihilfe von jährlich 1000 auf 2000

an. Dagegen stemmte sich jedoch die Regierung bis aufs äußerste; hatte doch diese Hauptgrube am Falkenstein noch 1575 allein soviel Erz geliefert als x / 3 des ganzen übrigen Bergs und an Wechsel, Fron und Zoll «ausserhalb alles anndern» etwa 3000 fl. ertragen. 1578 jedoch hatte sich auch für den Fürsten das Blatt gründlich gewendet: errechnet doch die Regierung für dieses Jahr, daß der Erzherzog mit seinen Teilern dort über sämtliche Gefälle noch 2500 fl. draufzahlte. So faßte schließlich

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Kategorie:
Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 404 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
392 VIII. Sodalei, Die Gerechtigkeit erfordert es, in diesem Zusammenhang eine Lanze Ite die Fugger m brechen. Wohl liegt von 1548 eine Aufforderung der Regierung an die Gewetken im allgemeinen vor, sie möchten One Albeiter in bat bezahlen und «mit pèennweidten nit dringen noch beschweren 2 '. Allein sechs Jahre später stellt dieselbe: Regierung den Fiiggem das Zeug nis aus, daß sie «bissher vnd noch die knappen vnd arbaiter on arniche pfenwerdt, sounder atain mit parem gelt betzalen vnd

mit Herbeischaffung, Verteilung und Preisgestaltung durchaus löblich gehalten, was nicht nur den Knappen, sondern der gesamten Bevölkerung zugute gekommen sei. Hätten sie sich nicht so sehr danni angenommen, so wire gewiß «grosser manngl vnnd abganng» erfolgt*. Ähnlich hebt die Regierung 1572 rühmend hervor, die Jenbaeher bitten während der letzten furchtbaren Hungers not und Teuerung alles irgend Mögliche getan, um Lebensmittel ins Land zubringen, und diese auch «in aim zimblieh laidenlichen tax » abgegeben

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Kategorie:
Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 203 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
am Tage liegt: dem Hof, der dem Angebot Dreylings immer bedenklicher gegenüberstand, zur Einwilligung zu verhelfen, indem man ihm den Jenbacher. Teufel an die; Wand malte. Denn Reislander und den Bergoffizieren mußte bei ihrem gespannten Verhältnis zu den Jenbacher Handelsdienern natürlich, alles daran liegen, ihre Macht durch Erwerb der Dreylingschen Teiler verstärkt zu sehen. Vielleicht ist aus diesem Gedankengang heraus auch, die schon von der Regierung aufgegriffene „Meinung' Reisländers

zu beurteilen, die Jenbacher Gesellschaft sei selbst einer der Hauptgründe,, weshalb Dreyling die Lust zum Weiterbauen verloren habe; denn er liege zwischen ihr und dem Faktorhandel drin, und was diese beiden ausmachten, dem müsse er zustimmen, ob es ihm passe oder nicht. Auch werde ihm vielleicht von den Jenbachern mehr, als ihm lieb sei, zu gemutet, sich ihren Schritten anzuschließen und ihr en Wünschen und Beschwerden bei der Regierung gefügig zu sein, während er wohl lieber frei sein wolle. Ja es sei

. 48 Die aber allein durch das Verdienst der Jenbacher gemildert wurde, wie die Regierung wiederholt dankbar anerkennt. 47 Von Hirn (a, a. O. I, S. 554) wird die Zahl für 1571 auf 3200 angegeben!

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Kategorie:
Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 146 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
134 HI- Die Gründung der .Jenbacher Gesellschaft, 3. Marx 1565. Ünd wenn am 21. Juni 1558 die Regierung an Hof berichtet 6 , «dz es ain grosse vnd vnuerraeidliche nottiirfft gewest, dz sich Ewer Mt. in disen harmdl eingelassen vnd gesetzt», weil sonst der Betrieb eingestellt worden wäre, so ist diese Behauptung, so oit sie auch wiederkehrt, eine glatte Verdrehung der Wahrheit. Denn die anderen Gewerken hatten seinerzeit sofort, als die Verhandlungen ruchbar wurden, ver sucht, die Herwartsehen

Teüer an sich zu bringen, so wenig sie selbst Lust zum Weiterbauen hatten, — einzig um das Eindringen des Fürsten in ihre Reihen zu verhindern. Und am 4. November 1571 berichtet die Regierung selbst dem Erzherzog, daß die Gewerken damals «nit wo! zefriden gewest, sonnder vbl darauf gesechen, wie sy dann auch gegen den Herwarten vmb sollicher verkauffung willen etwas feindt- schafft getragen» 7 . Wenn also einerseits die Gewerken trotz ihres „Trachtens vom Berg' bereit

gewesen waren, sich auch noch die Herwartschen Kuxe auf den Hals zu laden, so müssen sie gewichtige Gründe dafür gehabt haben. Und nicht minder triftige werden für die Regierung bestanden haben; denn auf einen besonderen Gewinn wird sie sich bei dem damaligen Stand der Bergwerke doch wöhl keine Hoffnung gemacht haben, und der Kaufpreis war in Anbetracht dessen ein ziemlich hoher; mußte sie doch schon kurz nach dem Abschluß des Kaufes eingestehen, daß ihr die Aufbringung desselben und überhaupt der Verlag für das Unter nehmen die größten

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Kategorie:
Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 120 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
. Kein Wunder, wenn die Flucht vom Berg immer er schreckenderen Umfang annahm 10 ®, die Herwart den Betrieb aulgaben und die Haug-Link u. Mitv. nur durch die Unmöglichkeit, einen Käufer zu finden, vom gleichen Schritt abgehalten wurden. Kein Wunder auch, wenn die Regierung in den höchsten Tönen das Lob gerade der Fugger singt 104 . Für Anton Fugger mag solche gelegentliche Anerkennung freilich einen schlechten Trost bedeutet haben; denn abgesehen von allen erwähnten Schwierigkeiten und Scherereien

habe, wo es hinkomme, «wie dann auch sollte mit Dein, Anthoni Fuggers, wissen beschehen, damit er den pfenwarthanndl vmb souil pass füren möchte . . . Van das dem allso, so habestDu, Anthoni, Deinen diener Georgen Stegmann 105 101 ÌL a. H. 1559, fol. 510/30. ! 108 Für die ersten drei Vierteljahre 1559 berechnet die Regierung einen Über schuß von etwa 11.888 fl. 103 Obwohl die Regierung 1559 erneut erklärte, die Ausländer müßten unter allen Umständen beim Berg gehalten werden, da es irgendwelche Einheimische

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Kategorie:
Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 181 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
IV. Von der Jenbacher Gründung bis zu Katzbecks Ausscheiden, 1565—1578.169 Handel' ein Verlust von 2297 fl. gegenüber 3 ). Für eben diese Jahre bestätigt auch Reisländer wiederholt das alte Bild des Tiroler Bergbaus, das wir schon von früher kennen: Überschoß am Falkenstein und Geyr, sonst überall Verbauen. Auch die Lebensmittelteuerang hielt noch un vermindert an, die Förderkosten aber steigerten sich nach Aussage der Regierung von Jahr zu Jahr. Wenn also trotzdem der Gewinn des Jen bacher

. Im November 1567 jedoch kamen die Gewerken ernéut um Erhöhung ein, und wiewohl die Regierung angesichts der Besserung in der Lage keinen Grund für eine solche sah, auch bei Hof davon abriet, so hielt sie es doch für ratsam, «das man sich gegen inen bey khunfftiger hanndlung in vi! disputation oder weite ausfierung, weil sy dieselbig, wie wir . aus vorigen gephlegnen hanndlungen vermerckht, nit gern anhören vnnd inen ganntz pitter ist, nit einlasse», sondern sich mit der gewöhnlichen Er mahnung

zu getrostem Weiterbauen begnügen möge 7 . Man vergleiche diese ängstliche Rücksichtnahme auf Stimmungen der Gewerken mit dem Verhalten gerade zu Beginn der 60 er Jahre ! Und im selben Maße, wie die -Regierung vorsichtig, zurückhaltend, „rücksichtsvoll' wird, gewinnt das Auftreten der Jenbacher an Entschiedenheit. Schon wenige Tage nach Einreichung des Gesuches erscheint ihr Faktor Heinrich Ruedl und erklärt, falls keine Bewilligung erfolge, würden seine Herren 4 «Dieweil wir dann bister befunden

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Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 185 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
IV. 'Von, der Jenbacher Gründung bis zu Katzbecks Ausscheiden, 1565—1578. 173 Stellungnahme der Regierung an. Noch 4 Tage vor Hinansgabe des Be scheids, am IS. Januar 1568, schreibt sie dem Erzherzog 12 , es sei nicht zu leugnen, daß der Falkenstein immer mehr inVerfall gerate: weder der Fürst noch die Gewerten noch die Gesellschaft kämen auch nur annähernd mehr auf den Gewinn von seinerzeit. Gewiß werde den Arbeitern, wenn die gewünschten Neuerungen eingeführt würden, der Gewinn derart

ge schmälert, daß sie sich kaum mehr erhalten und ernähren könnten und vom Berg gezogen würden; allein es sei das eine Folge davon, daß die Gewerken eben tatsächlich im Verbauen stünden. Denn heute trachte jedermann vom Berg, nicht nur Gewerken und Arbeiter, sondern auch die Angestellten, so daß jetzt schon großer Mangel an bergverständigen Leuten zu verzeichnen sei. Es müsse also nach jeder Hinsicht alles getan werden, um «die vberblibnen trimer, so noch verhannden», in Betrieb zu erhalten. Die Regierung

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Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 306 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
294 V. Von Katzbecks Ausscheiden bis zu Truefers Faktorat. 1578—1620. Tat hatte ein Teil seiner Gläubiger, darunter auch die Arbeiter und Lehenhäuer, wiederholt und «getnmgenlich » bei der Regierung um Durchsetzung ihrer Bezahlung und sogar um gerichtliche Pfändung des Dreyling angehalten. Schließlich klagte sogar Ahraham Katzbeck bei Gericht gegen ihn ein; nur die Fugger und, als Hauptgläubiger, die Kammer suchten ihn noch zu schonen. Letztere tat sogar alles, um ihn zu stützen, schrieb

am ungestümsten, forderten, befriedigen zu können. Für Dreyling selbst konnte die Regierung nur noch das eine tun, daß sie ihm auf sein flehentliches Gesuch hin ein jährliches Gnadengeld vom Erzherzog erwirkte 06 . D er Plan, daß der F aktorhandel die 4 Vier tei Dreylings im Rattenberger Gericht übernehmen solle, scheint kurz darauf nochmals aufgetaucht zu sein, jetzt aber widerriet ihn die Kammer selbst am 2. Oktober 1592 entschieden. Habe man seinerzeit die 2 / 4 am Falkenstein, die doch wenigstens

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Kategorie:
Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
/tessmannDigital/presentation/media/image/Page/FMITK/FMITK_69_object_3939216.png
Seite 69 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
stellen, man möge ihnen nicht nur die bisherige Gnad und Hilf weitergewähren, sondern sie auch «mit merung vnd pesserung derselben in gellt vnd freysübem allennassen wie die innlenndischen schmeltzer vnd gwerckhen, als Tänntzl vnd Stöckhl » bedenken. Die Regierung forderte darauf «in gueter gehaim vnnd still » wiederholt Gutachten von den Schwazer, Rattenberger usw. Bergbehörden ein und sandte auf Grund deren Ihren Bericht an den Hof. Hier nun stellt sie den Ausländischen vor allem das Zeugnis

verschlinge große Summen, noch größere die Dienerbesoldung, und endlich müsse man auch das große Anlagekapital, das in ihrem Betrieb stecke, in Betracht ziehen. Das Auffallende ist nun, daß die Regierung trotz dieses Gutachtens und trotz des wenig günstigen Standes am Falkenstein, den sie aus- 20 Das Silber im ringen Wechsel war gegen dessen Erlegung an sich frei. 21 Einen gew. Hans Molti, den die Fugger nach Wien schickten; in der Gr.R. fiber 1548/49 stehen unter „Hall' seine Reisespesen. Ebendort

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Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 145 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
seine gesamten Kuxe im Schwazer und Gossensasser Berggericht in den Besitz des Landesfürsten über, gleichzeitig damit sein Hütt- und Schmelzwerk zu Kundl, das Herwart seinerzeit aus paumgartischem Besitz an sich gebracht hatte, und um die Jahreswende 1560/61 kauften Regierung und Kammer auch noch die Herwartschen Bergwerksteile im Bingenwechsel ob des Eillers um 1500 fl. für Ferdinand I. auf 4 . Der Landesfürst war damit selbst Gewerke geworden, Besitzer des sogenannten „landesfürstlichen

' oder „österreichischen Handels', auch „Faktorhandel' genannt, an dessen Spitze der tüchtigste Bergbaufaehmann der Regierung, Erasmus Reis- länder, trat. Auch dies stellte, rein als Tatsache betrachtet, keine Neue rung dar; in der ersten Zeit des Tiroler Bergbaus hatte der Landesfürst regen gewerklichen Anteil an ihm genommen 5 . Allein hier wie dort beachten wir eine grundsätzliche Wandlung im Verhältnis zwischen Fürst und Privatunternehmer. Hatte es sich früher um ein friedliches Nebeneinanderbauen gehandelt

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Kategorie:
Technik, Mathematik, Statistik , Wirtschaft
Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 392 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
der Arbeitszeit ; jene werde aber untergraben, wenn man altem Herkommen zuwider beschwerliche Neuerungen einführe, zumal «da neben gerinnge vnd bei den lechenheyern gar schlechte besoldung vnd belonung verhannden ist». Die Schichtordnung am Falkenstein und am RLngenwechsel sei die gleiche : für den Lehenhäuer 6 Stunden in der Grube. Regierung und Gewerken hätten einzig darauf zu achten, daß die Arbeiter rechtzeitig: am Berg seien und nicht zu früh weggehen. Die Lehenhäuer müßten um 6 Uhr früh einfahrtbereit

, bei Gossensaß einen halben Tag ausmache, nicht wie im Ringenwechsel 1—1 % Stunden. Außerdem sei die Bezahlung und Verpflegung hier viel schlechter als dort; die Einnahme eines Lehenhäuers schwanke in einer Raitung zwischen 7 und 18 Pfund Berner. Die Regierung möge sich fragen, «wie sich doch ainer mit weit vnnd kinden erhalten, die ganntz woch am perg ligen vnnd zway kuchln halten soll, do es doch yedem thail alain nit wol erklöckhen kan». Die meisten Arbeiter wären nicht einmal in der Lage, einen Strohsack

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Kategorie:
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Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
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Seite 313 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
am Eingenwechsel. Am 4. Dezember 1600 beschwerte sich die Regierung, daß sie im Rattenberger Bezirk 16 Lehenhäuser auf einmal ausgestellt hätten, obwohl sie dort «noch one sondern schaden » bauten ; von den übrigen Bergwerken im Land müsse man feststellen, daß sie «allenthalben schlecht vnd gering belegt vnd vngeacht solcher järlicher vermanung gleich ires gelallens damit vmbgeen, ab- vnd zuelegen 83 ». Im selben Jahr erholte sichZäch von seinenHerren denBefehl zur Einstellung mehrerer Gruben am Falkenstein

zuwider vnnd desshalben von des Österreichischen hanndls wegen vmb ir, der herrn Fugger merer zusamen geschlagnen taill willen kain regierung bekennt oder gestat werden kan vnnd durch berüerten vertrag gar abgenomen ist.... », so kommt er endlich doch zu dem Schluß, es sei das Beste, der unabwendbaren Einstellung zuzustimmen. Bezeichnenderweise fügt er noch bei, die Auflassung der Gruben liege hier sogar im Interesse der Freigrübler, rät aber doch, den Fuggern bei künftigen Hinlaßverhand- lungen

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Jahr:
1929
¬Die¬ Fugger als Montanindustrielle in Tirol und Kärnten : ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts.- (Studien zur Fuggergeschichte ; 8)
/tessmannDigital/presentation/media/image/Page/FMITK/FMITK_68_object_3939214.png
Seite 68 von 516
Autor: Scheuermann, Ludwig / von Ludwig Scheuermann
Ort: München [u.a.]
Verlag: Duncker & Humblot
Umfang: 500 S.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: g.Tirol ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700 ; <br />g.Kärnten ; s.Montanindustrie ; z.Geschichte 1500-1700
Signatur: II 102.194
Intern-ID: 87456
.58 IT. Von der Auslösung bis zur Jenbacher Gründung, 1548—1565. Auch, innerhalb dieser acht Firmen ragten die Fugger nicht besonders hervor: In die jährliche Durchschnittserzeugung an Falkensteiner Silber teilen sie sich nach Schätzung der Regierung 16 folgendermaßen'. 1. Stöckl mit 7500 M., 2. Baumgartner mit 7000 Bf-, 3. Fugger mit 5000 M., 4. Haug-Neitharfc mit 4300 M., 5. Tänzl mit 2400 M., 6. Herwart mit 950 M. Aim Schwazer Erbstollen treffen 1554 17 auf die Manlich-Dreyling ..... 190

18 wie folgt: die Fröschlmoserischen 7177 M. 13 Lot, „ Fugger. 2558 „ 13 „ Berger [Kirchberger ? ] ........ 1607 „ 3 Rosenberger 1285 „ 13 LigsaMschen . 987 „ 8 „ Baumgartner )t « Ikung 151 „ Obwohl sie also hier an zweiter Stelle stehen, nehmen sie an der Gesamt erzeugung noch nicht einmal mit einem Fünftel teil. Eine größere Rolle unter diesen Hauptgewerken spielen in den Ver handlungen mit der Regierung 19 nur die, welche im Berggericht Schwaz, also vor allem am Falkenstein, beteiligt

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