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Bücher
Jahr:
1889
Festgabe zum fünfundzwanzigjähr. Stiftungsfeste der akademischen Verbindung Austria
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Seite 8 von 121
Autor: Akademische Verbindung Austria <Innsbruck>
Ort: Innsbruck
Verlag: Rauch
Umfang: 117 S.
Sprache: Deutsch
Signatur: 2.920
Intern-ID: 189792
alle Gewalt und Obrigkeit, Durch ihre glückliche Stellung in der Mitte,des Abendlandes, nicht zu nahe gekommen und nicht zu ferne geblieben der römischen Cultur, waren die Deut schen die Träger des sogen, hl. römischen Reichs, behaupteten somit die erste .Stellung unter den Völkern Europas. „Seit deutsche Herrlichkeit die ganze Welf bezwungen, haben die Deutschen das Reich und wählen mit Recht den König.“ Jahrhunderte hindurch war das Reich das Herz der Chri stenheit und der Mittelpunkt

der Weltbegebenheiten, um den sich die übrigen Reiche und Gemeinwesen lagerten. Ohne das Reich würde Europa und wohl auch Deutschland früher in sich zerfallen und als die riöthige Kraft gegen an dringende bar barische Völker geblieben sein. Der Bestand des Reiches, die völkerrechtliche Stellung des Papstthums,' sowie jene des Kaisers als Schutzherr der Christenheit trugen zur Milderung der Kriege bei. Allein schon durch, seinen territorialen Bestand schützte das Reich gegen grosse Umwälzungen und allgemeine europä

ische Kriege. Freilich als später das Reich, in Folge seiner Schwächung, die um dasselbe gelagerten Länder auseiiumderzu- halten nicht mehr im Stande war und die Kriege auf Reiehs- boden geführt wurden r gab es durch den Bestand des Reiches mehr Kriege als wenn Europa von vorneberein nach vorchrist lichem Muster in Nationalstaaten zerfallen wäre. Die von den Päpsten weniger gesuchte, als vielmehr von den Völkern ihnen .eingeräumte auch politische Stellung im Mittelpunkt der Christenheit verschaffte

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