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Volksbote
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Seite 7 von 16
Datum: 14.09.1933
Umfang: 16
und Zieger. — An der Straße von Spondtgna herauf, ober der Pappel-Allee, wird derzeit die untere Hälfte asphaltiert, die andere Hälfte war schon 1932 asphaltiert worden. — Die Nachfrage um unser Obst ist im Steigen. Sluderno, 7. September. (Todesstürz desEdelweißfuchers.) Wie schon im letzten „Volksboten' kurz berichtet wurde, ist der Hirte Ignaz Waldner von Clusio am Rimsberg jenseits der Schweizer Grenze beim Edelweißsuchen zu Tode gestürzt. Nachstehend seien folgende Einzelheiten nachgetragen

: Am 31. August hatte der 26 Jahre alte Hirte Waldner den Passierschein erhalten, der ihn zum Erenzübertritt ermächtigte, da die Alm an der Grenze liegt. Schon am nächsten Tage vormittags, am 1. September l. I., machte er davon Gebrauch. Der Passierschein wurde ihm zum Reisepaß für die Ewigkeit. Mit setnem Kameraden Mar begab er sich am genannten Tage in die berüchtigten Rimswände, eine halbe Stunde jenseits des Schlinkgpasses, um Edelweiß zu pflücken. Vielleicht sollte die beliebte Alpenblume dazu dienen

, Max!' sauste er in den Ab grund, den die Schweizer Gerichtskommission auf 200 Meter schätzte. Es war keine halbe Stunde nach dem Absturz verflossen, als der Abgestürzte seinen furchtbaren Verletzungen erlag. Leider war Waldner zum Edelweiß pflücken nichts weniger als gut ausgerüstet. Er trug nämlich sogenannte „Hirtenknospen', das sind Lederschuhe mit Holzsohle. Die Nägel waren zufolge der sommerliche Hirtengänge abgeschliffen, die Holzsohle aber infolge des Gehens auf dem Borstengras ganz glatt

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