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Innsbrucker Tagblatt/Tiroler Tagblatt
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Seite 2 von 10
Datum: 29.10.1893
Umfang: 10
noch nicht zu entziffern vermag. Wohl hat einer der Großfürsten bereits beim Präsidenten C a r n o t seine Aufwartung gemacht, und soll der Dolmetsch des Dankes seitens seines kaiserlichen Bruders für alles Gute und Schöne gewesen sein, das die rus sische Escadre in Frankreich erfahren hat. Nichts- Nachbar hütete. Er hatte die blonde Barbara von Kind auf gekannt und hatte sie wohl sein ganzes Leben hindurch geliebt. Als Barbara ein erwachsenes Mädchen war, erwachte die Gegenliebe mächtig in ihr; aber Giovanni that

nicht seinen Mund auf; — auch auf Corsika ist ein Unterschied zwischen arm und reich, und der brave Bursche machte sich Vor würfe, seine Augen zu der Tochter des reichen Weingärtners erhoben zu haben. Barbara begann von Sehnsucht verzehrt zu werden, und der Arzt verordnete, daß sie die warme Sommerzeit droben auf einer kleinen Meierei zubringen sollte, die ihrem Vater auf den Bergen gehörte. Dabei bekam sie nun aber Giovanni täglich zu sehen, was das Uebel nur noch schlimmer machte; denn der Hirte sagte

noch immer keine Silbe. Indessen war die Zeit gekommen, da Giovanni bald zum Militärdienst eingezogen werden sollte. Die Aussicht auf die nahe bevorstehende Trennung muß wie durch ein Wunder seine Zunge gelöst haben. Aber nun verlangte Barbara mit leidenschaftlichem Eifer, daß er auch mit ihrem Vater reden sollte; seine furchtsame Hindeutung auf seine Armuth beant wortete sie damit, daß sie für sie beide reich genug wäre. Dann fand sich Giovanni im Festputz bei dem braven Weinbergbesitzer ein und brachte

voll Furcht und Beben seine Werbung vor. Der ehrenwerthe Signor Albcrtini hatte bereits ausgekundschaftet, daß das Herz der Tochter an dem armen Burschen hing; er befolgte aber das System des Bürgerkönigs Louis Philippe zu „temporisiren". „Du sollst dienen, mein lieber Giovanni?" sagte er und schlug mit zutrauenerweckender Miene dem Ziegenhirten auf die Schulter. „Du begehst ein Unrecht gegen Dich wie gegen das Mädchen, wenn Du die sofortige Entscheidung der Sache ver langst. Zieh nur die rothen

Hosen an und zahle dem Vaterlande Deine Schuld! Ist der Dienst überstanden, können wir weiter darüber reden. Wie gesagt, es ist nicht nur des Mädchens willen, sondern auch deinetwegen: man muß sich selbst kennen! Versteht sich! müßtest Du nicht dienen, wäre es eine andere Sache, dann ließ ich mich vielleicht überreden; denn Du weißt ja, ich bin ein Mann von Herz." Das wußte Giovanni eigentlich nicht, aber in seiner Unschuld glaubte er ihm auf sein Wort. Drei Tage später fand er sich bei Signor

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Innsbrucker Tagblatt/Tiroler Tagblatt
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Seite 3 von 6
Datum: 29.09.1897
Umfang: 6
Giovanni Flaim und David Procida, veranlaßt; die Anklage betont wei ters, Litterini habe im Frühjahre und Sommer 1896 57 von Giovanni Alberti über seine Veranlaffung unter dem fingtrten Namen Antonio Gironcoli aus gestellte Postanweisungen über zusammen 26,810 fl. und zwar 17 an die Firma Schelhamer und Schattera in Wien über 8010 fl. — 13 an die Firma E. Schwarz in Bozen über zusammen 6000 fl. — 11 an die Banca populäre in Triest über 5300 fl. — 16 an Alexander Lewi, Banquier in Triest, über 7600

, sondern sogar zur Einleitung der Voruntersu chung gegen Brunelli und Scharnagl und zur Anhaltung in Untersuchungshaft in der Dauer von zwei Monaten führte. ^ Litterini's Complice Giovanni Alberti erscheint angeklagt, im Einverständniffe mit Litterini, im Octo ber 1890 mit einem falschen auf dem Namen Gio vanni Flain lautenden Paffe den mit gefälschten Postanweisungen beim Postamte Neumerkt angewiesenen Gesammtbetrag von 1300 fl. behoben und hiedurch zu sicheren Vollstreckung und Ausführung des von Vigilio

, die Frucht feines Verbrechens, in Sicherheit gebracht. In der Voruntersuchung verweigerte Litte rini jede Auskunft über die Art und Weise der Spo- liirung der Briefe, über die anderen näheren Um stände und über den Versteck des Geldes; er erklärte jedoch, daß die beiden verhaftet gewesenen Beamten Brunelli und Scharnagel unschuldig seien. Nach Verlesung des Anklageactes begann das Verhör der Angeklagten, von denen nur der Haupt angeklagte Bigilio Litterini und Giovanni Al berti geständig find

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Innsbrucker Tagblatt/Tiroler Tagblatt
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Seite 3 von 8
Datum: 29.06.1899
Umfang: 8
fühlte ihren Sieg. Sie war nicht in der Laune, zu verzeihen. „Höre", rief sie, „ich habe Dir niemals gesagt, daß ich Dich liebe; aber wenn Du Dich in meine Angelegenheiten mischest, werde ich Dich verabscheuen müssen. Addio!" V. Am selben Abend fand sie bei den Fichten, an denen ihr Giovanni ein Stelldichein gegeben, aber mals Mirko. Er war aus dem Dunkel aufgetaucht just in dem Momente, wo sie die nahenden Schritte des anderen unterscheiden konnte, — des anderen, den sie liebte

Körpergewichtes verschwand der blanke Stahl zwischen den Rippen des Unglücklichen. Mirko schlug die Arme nach oben, stürzte auf die Knie und brach mit einem leisen Röcheln zu sammen . . . Jella konnte nicht glauben, daß er tobt sei. Sie rief ihn an. Eine andere Stimme antwortete . . . Eine Cigarette zwischen den Lippen, eine Blume keck hinter dem Ohre, kam Giovanni den engen Pfad herauf. Er sah den Körper am Boden und das Blut an JellaS Kleidern; feine Augen weiteten sich vor Bestürzung. Bauern von Naturns

auf Deine Hände . . Sie gehorchte und ließ dabei das Messer fallen: „Giovanni!" flehte sie angstvoll, mit zugeschnürter Kehle, — „eS war aus Liebe zu Dir ... So höre doch! — Giovanni!!" Aber er hatte ihr schon den Rücken gewandt, — er floh. Er rannte so wild unter den Bäumen da hin, als ob ihm schon die Karabinieri auf den Fersen wären. Jella rief ihm nochmals nach. Vergebens. Da krampften sich jäh ihre Finger zusammen und sie sah auf den, der dort im Blute lag. Sie siel auf die Knie, fchob

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Innsbrucker Tagblatt/Tiroler Tagblatt
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Seite 2 von 8
Datum: 29.06.1899
Umfang: 8
an, warf die gute, schlitzärmlige Jacke über die Achseln und setzte feinen rotyen, mit einer schwarzen Sonne bestickten Fez auf. So geschmückt, erging er sich auf der Piazza von Tersato — aber er traf dort Jella nicht mehr. Zu der Stunde, in der die Barken und fremden Schiffe landen, ging diese hinab zum Hafen. Unter allen unterschied sie sofort die safranfarbenen Segel der österreichischen Barke, aus der Giovanni, der Triester Fischer, herabstieg. Er war es, den sie liebte; — er kam ja auch vom Meere

, dem Gegenstand ihrer Träume. Sie wußte, daß es weit hinten im Zipfel des Golfes eine große Stadt gäbe, von der sie aber nur confuse Ideen hatte. Dort, in der Stadt, wurde Giovanni ohne Zweifel von vielen Frauen angebetet. Von ihnen lernte er sicher auch diese anmuthige Gewandtheit und ein Benehmen, das weder Mirko, noch sonst jemand im Küsten- gebirge kannte. Giroker Iagblatt. ein, wobei zwei Personen verwundet wurden. Za ähnlichen Kundgebungen kam es auch in Murcia. In Saragossa erneuerten

gesandt. Von letzterem war am Samstage an Herrn G'-R. F. Thurner, als den Sohn des Hauptmannes der 59er Compagnie ein Telegramm zur Vermittlung an dieselbe eingelangt. Dasselbe lautete: „Heute in Gedanken mit den wackeren Tirolern Wenn Giovanni in den Mondscheinnächten auf hoher See lag, stieg Jella auf den Glockenthurm von Tersato; sie sah, wie das Licht sich auf das Meer goß und di? Finsterniß der Rhede verscheuchte. Sie dachte dann wohl: „Wo ist er?" Aber nie hatte sie sich gefragt: „Liebt

er mich?" ... DbA-DäMifelte dMN nicht mehr seit dem Abend/ an dem Giovanni sie bei den Fichten an sich gezogen und geküßt hatte, seitdem er um die Hüsten den Gürtel trug, den sie ihm gestickt.. .. IV. Mirko brachte jetzt seine Tage allein zu, die Fohlen zu hüten. Vergebens suchte er Jella in den Bergen; vergebens auch lag er ganze Stunden im Schatten der Oliven, nach ihr ausspähend. Am Abend, wenn ihm die Entmuthigung das Herz schluchzen machte, erinnerte er sich, wie ehemals die Augen seiner Freundin

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