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Books
Category:
History
Year:
1937
Tirol in der Geschichte des Donauraumes
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Page 89 of 295
Author: Strachwitz, Kurt ¬von¬ / Kurt Graf von Strachwitz
Place: Innsbruck
Publisher: Mar. Vereinsbuchhandl.
Physical description: VIII, 284 S.
Language: Deutsch
Subject heading: g.Tirol;z.Geschichte
Location mark: II 93.247
Intern ID: 217186
, ihre letzten Lebensjahre verbrachte (ì 3. Oktober 1369). In kürzester Zeit gelang es Rudolf, feine Herrschaft im Lande fest zu verankern und eine Zahlreiche Anhängerschaft zu gewinnen, ob zwar manche der einflußreichsten Herren, die vom neuen Regiment eine Schmälerung ihrer persönlichen Machtstellung befürchteten, Hm wenig günstig gesinnt waren. Am sichersten konnte der Herzog auf die Städte Zählen, aber auch viele Adelige waren ihm treu ergeben. Mit dem Bischof von Trient, dem durch- aus österreichisch

gesinnten Grafen Albrecht von Ottenburg, kam es Zu einem Vergleich, der den alten Zwist Zwischen der Herrschaft Tirol und diesem Hochstift endlich bereinigte und die landesfürstliche Macht außerordentlich erhöhte. Die bischöfliche Gewalt wurde fast ganZ auf das geistliche Gebiet beschränkt, womit der erste Schritt Zur späteren Einverleibung des Fürst- bistums in das Land Tirol getan war. Auch im Bàener Gebiet festigte Rudolf die Stellung des Landesfürsten. Ebenso belehnte ihn der Bischof von Chur

mit den alten Lehen. Der erwartete Einbruch aus dem Norden erfolgte noch im Herbst 1363. 13SS Herzog Rudolf, der sich auch mit dem Erzbischof von Salzburg verbündet hatte, trat ihm wohlgerüstet entgegen. Zwar vermochten sich die Bayern durch den Verrat eines bayerischen Adeligen, dem Margareta die Verwal tung der Stadt anvertraut, Nattenbevgs Zu bemächtigen, sie wurden aber vom herzoglichen Heere bald vertrieben und aus dem Lande gejagt, lieber- dies brandschatzte der Herzog, als Entgelt für den Schaden

, den der Feind angerichtet hatte, die angrenzenden bayerischen Gebiete. Um Weihnachten, zu einer Zeit -also, da die Witterungsverhältnisse nach damaliger Ansicht die Kriegführung unmöglich machten, stießen die Bayern nochmals vor. Dies- mal fanden sie keinen Widerstand, da Herzog Rudolf sein Heer entlassen und selbst nach Wien abgereist war. Mit Ausnahme der Städte Hall und Inns- brück, die sich tapfer wehrten, fiel das ganze Inntal bis Zirl in die Hand der feindlichen Scharen, die unerhörte Verwüstungen

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Category:
History
Year:
1937
Tirol in der Geschichte des Donauraumes
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Page 90 of 295
Author: Strachwitz, Kurt ¬von¬ / Kurt Graf von Strachwitz
Place: Innsbruck
Publisher: Mar. Vereinsbuchhandl.
Physical description: VIII, 284 S.
Language: Deutsch
Subject heading: g.Tirol;z.Geschichte
Location mark: II 93.247
Intern ID: 217186
liche Kälte erzwang schließlich den Rückzug der Bayern, die sich durch diese Verwüstungen das Tiroler Volk entfremdeten. Herzog Rudolf IV. war nur eine kurze RegierungsZeit beschieden. Er MW starb am 27. Juli 1365 (Zu Mailand), noch nicht 26 Jahre alt) Zu früh für die Verwirklichung so mancher Pläne, die sein reger Geist entworfen hatte. Namentlich ist hier -der Erbverträge Zu Zedenten, die er vm 11). Februar 1364 mit Kaiser Karl IV., am 22. September 1361 mit König Ludwig von Ungarn

und am 27. April 1363 mit dem Grasen Albrecht von Görz abschloß und durch welche die Erwerbung der HörZischen, >der ungarischen und böh mischen Länder durch das Haus Habsburg angebahnt wurde. Mit dem großen Förderer der Kunst und der Wissenschaften, dem Kaiser Karl IV. wetteifernd, tat Rudolf IV., Hen 'wir mit Recht den Stifter nennen, fehl Äel für 'die kulturelle Hebung seines Landes. So ist ihm unter anderem die Gründung der Wiener Universität (136Z) und die Erbauung des Wiener Stephansdomes

ihrer, denn nicht -allein äußere Feinde bedrohten die Grenzen der österreichischen Erblande, auch im Inneren gab es manche UnZufriedene, die Zweifellos versuchen würden, die Jugend und Unerfahrenheit der beiden Herzoge für eigensüchtige Zwecke zu mißbrauchen. Am meisten gefährdet war jedenfalls Tirol, dessen nördliche Nachbarn, Ne Bayern, zu einem neuen Einfall rüsteten, indes der bisher ungünstige Verlauf des schon unter Herzog Rudolf ausgebrochenen Krieges in Maul befürchten ließ, daß auch vom Süden her der Feind

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