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Libri
Categoria:
Storia
Anno:
1907
Julius Ficker : (1826 - 1902) ; ein Beitrag zur deutschen Gelehrtengeschichte
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Pagina 247 di 593
Autore: Jung, Julius / J. Jung
Luogo: Innsbruck
Editore: Tipogr. Ed. Artigianelli dei D.d.M.I.
Descrizione fisica: XIV, 572 S. : 1 Portr.
Lingua: Deutsch
Soggetto: p.Ficker, Julius ¬von¬
Segnatura: II 105.052 ; II 64.739
ID interno: 269721
„Die Agitationen der sogenannten Gothaer oder kleindeutschen Partei sind bekannt, und es wird kaum zu viel gesagt sein mit der Behauptung, daß die Hauptstärke dieser Partei darin liegt, daß sie die deutsche Geschichtsliteratur vorwiegend beherrscht, daß insbe sondere fast alle Professuren der Geschichte und der verwandten Fächer an den außerösterreichischen deutschen Universitäten in den Händen ihrer Anhänger sind; außer dem unbedeutenden Freiburg dürfte jetzt, nachdem auch die haierischen

Professuren vorwiegend in dieser Richtung besetzt sind, keine deutsche Universität sein, wo die Geschichte nicht durch mehr oder minder eifrige Anhänger der selben vertreten wäre; und wie rührig diese, auch abgesehen von der mehr dauernden Einflußnahme, in der letzten Zeit für ihre Par teibestrebungen gewesen sind, war genügsam aus Öffentlichen Blättern zu entnehmen, wäre der Gefertigte nicht auch durch Privatmittei lungen davon verständigt gewesen 1 ). Das unbedingte Vorherrschen dieser Partei

auf dem Gebiete der Geschichte nun daraus erklären zu wollen, daß ein unbefangenes Studium auf ihre Tendenzen hinführe, daß die historischen Tatsachen selbst, wie sie sich nach neueren kritischen Forschungen darstellen, ein ungünstiges Vorurteil für die Richtung der ihr entgegenstehenden großdeutschen Österreich günstigen Partei erwecken müssen, daraus dann weiter etwa folgern zu wollen, daß es nicht in dieser Interesse liegen könne, kritische Geschichtsforschung zn begünstigen, dürfte im höchsten Grade

in den letzten De zennien vielfach einen völligen Umschwung der Meinungen anzubahnen schienen; wurden doch die Resultate ihrer Forschungen gerade von Geschichtschreibern in ihre Darstellung aufgenommen, welche der de mokratischen Partei angehören und deshalb in Bezug auf jene an deren Parteirichtungen vielfach besonders geeignet scheinen können zu einer unbefangenen Würdigung jener Resultate. Dieser drohende Umschwung ist dann aber freilich für die Gothaer Partei ein doppelter ') Der Gedankengang Fickers

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Libri
Categoria:
Storia
Anno:
1931
Anton Freiherr Di Pauli : ein Lebensbild als Beitrag zur Geschichte Österreichs und Tirols in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.- (Schlern-Schriften ; 19)
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Pagina 573 di 643
Autore: Di Pauli, Johann Nepomuk / von Johann Nepomuk Freiherrn Di Pauli
Luogo: Innsbruck
Editore: Wagner
Descrizione fisica: 618 S. : Ill.
Lingua: Deutsch
Soggetto: p.DiPauli, Anton ; f.Biographie
Segnatura: II Z 92/19
ID interno: 104612
Allen diesen Umständen konnte sich die politische Partei na türlich. nicht entziehen, wenn sie nicht auf ihre Existenz verzich ten wollte. Die liberalen Parteigänger hatten dem stark prinzi piell eingestellten Vorgehen der Konservativen seinerzeit den Schlager entgegengestellt von der Vernachlässigung der wirt schaftlichen Notwendigkeiten. Das war nun zwar selbst bei strengster Beurteilung der konservativen Politik gänzlich unzu treffend. Die Konservativen waren ja zu dieser scharfen Beto nung

ihrer religiösen und staatsrechtlichen Grundsätze gerade durch den ihnen von liberaler Seite auf gedrungenen Kultur kampf und die fortwährenden Rechtsbrüche ihrer Gegner ge zwungen worden; nun aber wurden sie durch die Folgen der libe ralen Mißwirtschaft gezwungen den wirtschaftlichen Fragen noch mehr Aufmerksamkeit zu widmen als bisher. Für die Partei als politische Aktionseinheit war man nun vor die in ihrer praktischen Durchführung gar nicht so leichte Aufgabe gestellt, wirtschaftlich mit der Regierung

zu arbeiten, ohne dabei die Grundsätze religiöser und staatsrechtlicher Natur zu verwischen und sich in das Schlepptau der Regierung nehmen zu lassen. Man hat in der Folge der konservativen Partei vor geworfen, daß sie in der Vertretung der Prinzipien zu starr und zu hart geblieben sei, und zugleich hat man sie beschuldigt, daß sie ihren alten Grundsätzen untreu geworden und sich zum Re gierungstrabanten herabgewürdigt habe. Dieser Doppelvorwurf, der sich schroff widerspricht, ist wohl der beste Beweis

, daß die konservative Partei, wenigstens in Tirol, den richtigen Weg ge funden hatte. Die Partei im Landtag vergaß keines ihrer Prin zipien weder ein religiöses noch ein staatsrechtliches, sie faßte aber dabei die wirtschaftlichen sofialen Forderungen mit fester Hand an. An dieser so richtigen Politik ist Di Pauli ein großes Verdienst zuzubilligen. Diese ganz geänderte Taktik verlangte vielleicht viel mehr Selbstverleugnung und dabei viel intensivere Arbeit als die Op position um jeden Preis

. Sie war auch viel weniger in die Augen springend als diese, und wurde daher von der Mit- und Nach welt weniger verstanden und gewürdigt; mit andern Worten: diese Taktik war vom großösterreichischen wie vom tirolischen Standpunkt aus notwendig, aber sie war undankbar. Gerade dieser Umstand mußte aber für die Träger dieses Gedankens zum schweren Kreuz werden, wenn infolge dieses Nichtverstehens Unstimmigkeiten in die Reihen der Partei sich einschlichen. Dazu kam noch, daß durch die widernatürliche Trennung Land tag

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