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Gesammelte Werke ; Bd. 2

Autor: Schönherr, Karl / Karl Schönherr. Hrsg. von Vinzenz Chiavacci jun.
Erscheinungsjahr:[1948]
Erscheinungsort:Wien
Verlag:Donau-Verl.
Umfang:690 S. : 1 Portr.
Medientyp:Buch
Sprache: Deutsch
Schlagwort:-
Kategorie:
Notation:-
Signatur:10.947/2 ; II 61.345/2
IDN:226118
Anmerkungen:Enth.: Bühnenwerke

Treffer:Seite 278
Textauszug:
Personen DER ARZT DIE FRAU
[1948]
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Gesammelte Werke ; Bd. 2

Autor: Schönherr, Karl / Karl Schönherr. Hrsg. von Vinzenz Chiavacci jun.
Erscheinungsjahr:[1948]
Erscheinungsort:Wien
Verlag:Donau-Verl.
Umfang:690 S. : 1 Portr.
Medientyp:Buch
Sprache: Deutsch
Schlagwort:-
Kategorie:
Notation:-
Signatur:10.947/2 ; II 61.345/2
IDN:226118
Anmerkungen:Enth.: Bühnenwerke

Treffer:Seite 305
Textauszug:
DER ARZT (befühlt ihre Stirn) Ist dir jetzt schwer? DIE FRAU Ja, nein, aber ich bin so, (denkt angestrengt nach) so! DER ARZT Wie bist du? DIE FRAU Ich weiß nicht. Gar nicht bim ich! (Sinkt wieder zurück) Gar nicht! DER ARZT Du bist noch nicht wach! DIE FRAU (beginnt leise in sich hi neinzu weinen) Ach Gotti DER ARZT Warum weinst du? . DIE FRAU Weil mir so ist! DER ARZT Kannst du mir nicht sagen, wie? DIE FRAU So wie, (denkt nach) ich weiß nicht, ich spür mich nicht! (Sinkt hilflos

wieder zurück) Ich weiß nichts! DER ARZT Du bist noch benommen! DIE FRAU (setzt sich auf. Bittend) Du Paul, komm zu mir her, ja? DER ARZT (setzt sich neben sie hin) Da bin ich, Maria! DIE FRAU (legt den Arm auf seine Schalter) Gelt, von mir weißt du aber jetzt alles! DER ARZT Ja, ganz und gar alles ! DIE FRAU Ich kann dir nicht sagen, wie froh ich bin. Es ist ja so schrecklich gewesen! DER ARZT Was? DIE FRAU Wenn man es als Frau muß heimlich haben. Als wenn es eine Schande war! DER ARZT Warum denn heimlich

? Vor wem? DIE FRAU Aus Furcht vor dir! Aber du bist ja gut, nicht wahr, Paul? DER ARZT Ich weiß nicht, wie du das meinst! DIE FRAU (lächelnd) Gelt, Paul, jetzt weißt du auch, was ich gehäkelt habe! DER ARZT Spitzen, hast du gesagt, nicht? DIE FRAU (lächelnd) Ja und noch etwas, was auf ein ganz kleines Köpfchen paßt. Ein Häubchen, mit Spitzen dran!
[1948]
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Tiroler Landreim und Wunschspruch von allerlei Welthändeln, Werkleuten und Gewerben : zwei tirolische Gedichte des XVI. Jh.

Autor: Rösch von Geroldshausen, Georg ; Fischnaler, Konrad [Hrsg.] / Georg Rösch von Geroldshausen. Mit dem Lebensabriß des Verf., geschichtlichen und sachlichen Erl. von Conrad Fischnaler
Erscheinungsjahr:1898
Erscheinungsort:Innsbruck
Verlag:Wagner
Umfang:Getr. Zählung
Medientyp:Buch
Sprache: Deutsch
Schlagwort:p.Rösch von Geroldshausen, Georg / Tiroler Landreim
Kategorie: Literaturwissenschaft
Notation:10 Dt - Tir 16 B<br />23 Tir 6 a - 16 B
Signatur:II A-3.786 ; II A-16.976
IDN:128549
Anmerkungen:In Fraktur

Treffer:Seite 5
Textauszug:
Seine« kieken Ireunde r. Franz Winkle städtischer Arzt in Innsbruck in akter Treue.
1898
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Gesammelte Werke ; Bd. 2

Autor: Schönherr, Karl / Karl Schönherr. Hrsg. von Vinzenz Chiavacci jun.
Erscheinungsjahr:[1948]
Erscheinungsort:Wien
Verlag:Donau-Verl.
Umfang:690 S. : 1 Portr.
Medientyp:Buch
Sprache: Deutsch
Schlagwort:-
Kategorie:
Notation:-
Signatur:10.947/2 ; II 61.345/2
IDN:226118
Anmerkungen:Enth.: Bühnenwerke

Treffer:Seite 290
Textauszug:
DIE FRAU ja, ja, natürlich! DER ARZT Warum häkelst du nicht mehr? DIE FRAU Ich weiß nicht,: warum! DER ARZT Ich hab, das sehr gern, wenn ich bei der Arbeit bin und.du sitzest nicht weit.von mir mit einer Handarbeit! (1st währenddem zum Schreibtisch gegangen, hat die Schreibtischlampe •aufgedreht und die am Nebentisch ge löscht. Setzt sich.) i DIE FRAU (von ihrem Siiz auf. Aufweinend) Ich-hab nicht deine Kraft, daß ich jetzt häkeln kann! . DER ARZT .Was machst du denn Schönes? DIE FRAU

(einen 1 Augenblick verwirrt und verlegen.) Spitzen! (Verbirgt rasch ihre Handarbeit, die vorhin auf ihrem Schoß gelegen hotte.) DER ARZT (lèicht verwundert über ihr Gebaren) Na, na. ich nehm sie dir nicht! Hab keine Angst! DIE FRAU (will rasch durch die Tür ab) Ich hab ja keine! DER ARZT Jetzt weißt du auch, warum ich dich nicht mehr küssen ' darf ! Ja? ' . DIE FRAU Ja, das weiß ich jetzt; auch! DER ARZT Laß dann auch mein Bett umstellen, ins hinterste Zimmer! DIE FRAU Ja, ja, wird alles * geschehen

! (Will ab.) DER ARZT Maria, so wart doch! DIE FRAU (die Hand auf der Klinke) Ja, was ist? DER ARZT Du mußt näher kommen! DIE FRAU ( tritt bis zur Zimmer mitte vor) Ich bin ja gchon da! DER ARZT Noch näher. Ganz nahe, bis zum Schreibtisch her! Hast du denn Angst vor mir? DIE FRAU (zum Schreibtisch vor Wüßt nicht, warum! DER ARZT (faßt ihre Hand) Oft hab ich mir gedacht! DIE FRAU Was hast du dir gedacht? DER ARZT Immer nur unter Sterbenden, Kranken und
[1948]
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Gesammelte Werke ; Bd. 2

Autor: Schönherr, Karl / Karl Schönherr. Hrsg. von Vinzenz Chiavacci jun.
Erscheinungsjahr:[1948]
Erscheinungsort:Wien
Verlag:Donau-Verl.
Umfang:690 S. : 1 Portr.
Medientyp:Buch
Sprache: Deutsch
Schlagwort:-
Kategorie:
Notation:-
Signatur:10.947/2 ; II 61.345/2
IDN:226118
Anmerkungen:Enth.: Bühnenwerke

Treffer:Seite 293
Textauszug:
DIE FRAU (beginnt Stöße von Manuskript zetteln, die auf dem Nebentischchen liegen, zu sichten und zu ordnen) Die Menge Zettel! DER ARZT Ich habe auch lang genug zusammengetragen ! DIE FRAU (arbeitend) Ein Körnchen Wahrheit ist aber doch dabei ! DER ARZT (sieht sie auf Ich versteh nicht, Maria! DIE FRAU Ich meine, was die Zeitungen schreiben! DER ARZT (starrt sie verständnislos als Ach so, du meinst die Angriffe gegen mich? DIE FRAU Ein bißchen hart ist es schon! DER ARZT Was ist hart? DIE FRAU

Das Ganze, was du den Menschen zumutest! DER ARZT (starrt sie ganz verwundert an) Merkwürdig! DIE FRAU Was soll merkwürdig sein, Paul? DER ARZT Wie Frauen von heut auf morgen ihre Meinung ändern können! DIE FRAU Wieso? DER ARZT Bisher warst du immer Feuer und Flamme für meine Idee! DIE FRAU Bitt dich, sei nur nicht gar so empfindlich. Ein ganz kleines Wörtchen wird man wohl noch sagen dürfen ? Ich versteh ja das Ganze nicht, so, ich meine nur so im allgemeinen! DER ARZT Was meinst du? DIE FRAU

Über die Vererbungsregeln weiß man noch nicht viel, das liegt noch ziemlich im Dunkeln ! DER ARZT (ärgerlich verwundert) Ausgerechnet mir sagst du das? Woher stammt jetzt plötzlich deine Kenntnis? DIE FRAU Gott, man spricht ja auch gelegentlich einmal mit jemand andern über die Sache! DER ARZT Zum Beispiel, mit wem ? DIE FRAU Gestern zum Beispiel, mit dem Herrn Sanitäts rat!
[1948]
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Gesammelte Werke ; Bd. 2

Autor: Schönherr, Karl / Karl Schönherr. Hrsg. von Vinzenz Chiavacci jun.
Erscheinungsjahr:[1948]
Erscheinungsort:Wien
Verlag:Donau-Verl.
Umfang:690 S. : 1 Portr.
Medientyp:Buch
Sprache: Deutsch
Schlagwort:-
Kategorie:
Notation:-
Signatur:10.947/2 ; II 61.345/2
IDN:226118
Anmerkungen:Enth.: Bühnenwerke

Treffer:Seite 306
Textauszug:
DER ARZT ja, ja, schön. Aber halt dich jetzt ruhig! DIE FRAU (seufzt) Wenn ich mich nur wieder spüren möcht! DER ARZT Laß nur das Blut wieder ordentlich kreisen, dann kommt alles in Gang! DIE FRAU Blut, kreis und treib um, ich will wieder sein! DER ARZT Halt dich ruhig und sprich nicht so viel! DIE FRAU Und das Meine, sonnige Zimmerchen in der neuen Wohnung, weißt du? DER ARZT Ja, was ist mit dem? DIE FRAU (lächelnd) Das wird kein Studierzimmer. Das weißt

du jetzt auch, was es wird, nicht? DER ARZT (innerlich bewegt f auf) Ja, ja, das weiß ich jetzt auch! DIE FRAU (faßt plaudernd seine Hand) Aber wie das Lied heißt, weißt du nicht! . DER ARZT Welches Lied? DIE FRAU Das ich gesungen hab, wie du nach Haus ge kommen bist ! . DER ARZT Nein, das weiß ich nicht. W,ars nicht ein Kinder- lied? DIE FRAU Ja und nein! (Halb sprechend, halb summend vor sich hin) Draußen ist alles so prächtig, Und es blüht mir auch drin, Im Mai, im schönen Mai, Hab ich viel noch im Sinn. Ist das nicht schön? DER ARZT

Ja, sehr schön. Aber du sollst nicht so viel sprechen, hörst du? (Geht im Zimmer auf und ab.) DIE FRAU Paul, komm zu mir! DER ARZT (tritt an ihr Lager) Da bin ich schon! DIE FRAU (langt nach seiner Hand) Laß deine Schwermut. Es wird gesund aufwachsen! (Horcht in sich hinein) Meine Liebe wird es, (wird unsicher; beginnt zu stottern) und es
[1948]
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Gesammelte Werke ; Bd. 2

Autor: Schönherr, Karl / Karl Schönherr. Hrsg. von Vinzenz Chiavacci jun.
Erscheinungsjahr:[1948]
Erscheinungsort:Wien
Verlag:Donau-Verl.
Umfang:690 S. : 1 Portr.
Medientyp:Buch
Sprache: Deutsch
Schlagwort:-
Kategorie:
Notation:-
Signatur:10.947/2 ; II 61.345/2
IDN:226118
Anmerkungen:Enth.: Bühnenwerke

Treffer:Seite 292
Textauszug:
DIE FRAU (lachend) Aber, ich bitt dich! DER ARZT (sieht sie forschend an) Woher das nur kommen mag? DIE FRAU (beinahe ungehalten) Daß du überhaupt n-och dran denken magst. Ich hab dir gleich gesagt, das kommt vom Magen ! DER ARZT Es wird ja nicht von Bedeutung sein, aber schonen mußt du dich, verstehst du? DIE FRAU So, wie du dich, nicht wahr? DER ARZT Das Handwerk leidet Schaden, Schuster laufen auch häufig mit zerrissenen Schuhen herum! DIE FRAU Wie ist dir jetzt? DER ARZT Bißchen Geriesel

über den Rücken, dann und wann. Aber ich fühle mich sonst ziemlich wohl. Und was das Wichtigste ist: zum Arbeiten aufgelegt! DIE FRAU Aber jetzt mußt du dann schon einmal für dich etwas tun. So geht das nicht weiter ! DER ARZT Das mit dem Lloyd mach ich. Der Brief ,ist ab gegangen, man wird ja sehen. Könnte die Gelegenheit herr lich benützen, zu neuen Forschungen in südlichen Ländern. Aber geh jetzt schlafen, Maria! Ja? DIE FRAU Ich kann nicht schlafen! DER ARZT Warum nicht? DIE FRAU (achselzackend

) Weil ich eben nicht schlafen kann ! DER ARZT (sieht sie an) Ist dir was, Maria? DIE FRAU (rasch) Nein, gar nichts! DER ARZT (auf das Nebeniischchen deutend) Dann hilf mir bißchen Tabellen ordnen, bis du schläfrig wirst! DIE FRAU Ja, gern! (Setzt sich an das Nebentischchen und dreht sich die Lampe auf) So schnell werd ich nicht schläfrig! DER ARZT Nur der Reihe nach legen, sie sind schon alle numeriert! Verwechsel sie nicht!
[1948]
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Gesammelte Werke ; Bd. 2

Autor: Schönherr, Karl / Karl Schönherr. Hrsg. von Vinzenz Chiavacci jun.
Erscheinungsjahr:[1948]
Erscheinungsort:Wien
Verlag:Donau-Verl.
Umfang:690 S. : 1 Portr.
Medientyp:Buch
Sprache: Deutsch
Schlagwort:-
Kategorie:
Notation:-
Signatur:10.947/2 ; II 61.345/2
IDN:226118
Anmerkungen:Enth.: Bühnenwerke

Treffer:Seite 291
Textauszug:
Toten. Und da war es sehr schön, wenn man so abends nach Hause kommt! DIE FRAU Was wäre schön? DER ARZT Ach was, du verstehst mich schon! Viele haben wir ja nicht, wir Arzte, Freuden, mein ich.. Aber jetzt bin ich froh, daß wir kinderlos sind ! DIE FRAU (kleinlaut) Ja, ja, ; das hat - sich gut gemacht! (Verläßt nachdenklich das, Zimmer.) DER ARZT (während sie abgeht) Jetzt wär es mit der Freude gründlich vorbei! (Wendet sich der Arbeit zu.) ZWEITER AKT Das gleiche Zimmer. Es ist Ahend. DER ARZT

(sitzt beim beleuchteten Schreibtisch., ordnet Blätter } schreibt und schlägt in Büchern nach) Wo hab ich nur das hingetan? . , DIE FRAU (steckt den Kopf, zur Tür herein) Arbeitest noch . immer? , DER ARZT Ja, komm nur herein ! ; DIE FRAU (kommt im Nachtgewand ins Zimmer), Hör doch auf, es ist schon so spät! DER ARZT Bei Tag kommt man nicht dazu! DI E . FRAU Schlaf en wär dir gesünder ! DER ARZT (ohne von der Arbeit aufzusehen) Sicher! DIE FRAU Geraucht hast du - auch wieder! DER ARZT Ja! piE

• F^AU • Merkwürdig, die Ärzte, Und so häufig findet man das! DER .ARZT Warum gehst du nicht zu Bett? DIE FRAU Wie fühlst du dich? DER ARZT Das wollt ich eben dich fragen! ( Mast eri sie) Hast mich recht besorgt gemacht, gestern, mit deiner Ohn macht!
[1948]
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Gesammelte Werke ; Bd. 2

Autor: Schönherr, Karl / Karl Schönherr. Hrsg. von Vinzenz Chiavacci jun.
Erscheinungsjahr:[1948]
Erscheinungsort:Wien
Verlag:Donau-Verl.
Umfang:690 S. : 1 Portr.
Medientyp:Buch
Sprache: Deutsch
Schlagwort:-
Kategorie:
Notation:-
Signatur:10.947/2 ; II 61.345/2
IDN:226118
Anmerkungen:Enth.: Bühnenwerke

Treffer:Seite 311
Textauszug:
DIE FRAU Wo hast du es hingetan? DER ARZT (fährt nach ihr herum. Mit erzwungener Ruhe) Hingetan, hingetan, als war das, weiß Gott, was! Das ist ja noch nichts! DIE FRAU Wo hast du es hingetan? DER ARZT (innerlich aufgewühlt, bitter auflachend) Staat machen können wir nicht, wir zwei, mit dem Unsern, so wie andere Leute, die es festlich empfangen, mit Häubchen und Spitzen und fröhlichem Taufschmaus ! DIE FRAU (erhebt sich mühsam. Vor ihm) Wo hast du es hingetan? DER ARZT Frag mich nicht mehr

, hörst du? (Droht, die Beherrschung zu verlieren) Nicht weiter mehr fragen ! (Will seinen Gang durch das Zimmer fortsetzen,) DIE FRAU (verstellt ihm den Weg) Wo du es hingetan hast? DER ARZT (schweigt, sieht zu Boden und wendet sich ab). DIE FRAU (sieht ihm nach, dann tonlos) Sags nur: du hast es in den Ausguß geworfen! DER ARZT (schweigt und läßt das Kinn auf die Brust sinken). DIE FRAU (vor sich hin) Und ich hab ihm schon das Häub chen gestrickt! DER ARZT (selbst erschüttert/ versucht

sie zu trösten) Aber, Maria, das ist Ja noch nichts! Rein gar nichts! DIE FRAU (rührend, vor sich hin) Mir war es alles! (Irrt im Zimmer um) Mein Schwaches, mein Krankes: ich ruf dich, ich such dich. Wo fliegt deine Seele? DER ARZT Das hat noch keine Seele gehabt! DIE FRAU (pflanzt sich drohend vor ihm auf) Gib mir, was mein ist! DER ARZT Nach mir kein Erbe mehr! Ich will der Letzte sein! DIE FRAU (gewaltig) Ich reiß dich noch von Toten auf
[1948]
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Gesammelte Werke ; Bd. 2

Autor: Schönherr, Karl / Karl Schönherr. Hrsg. von Vinzenz Chiavacci jun.
Erscheinungsjahr:[1948]
Erscheinungsort:Wien
Verlag:Donau-Verl.
Umfang:690 S. : 1 Portr.
Medientyp:Buch
Sprache: Deutsch
Schlagwort:-
Kategorie:
Notation:-
Signatur:10.947/2 ; II 61.345/2
IDN:226118
Anmerkungen:Enth.: Bühnenwerke

Treffer:Seite 304
Textauszug:
Sie kommen! (Gibt sich im Eifer einen Ruck, so daß sie in halbsitzende Stellung kommt) Hilfe i DER ARZT (unterfaßt sie, bevor sie wieder zurücksinken kamt, mit einem Arm und streichelt ihr mit der anderen Hand die Wange) Niemand kommt! DIE FRAU (starrt mit angstvoll aufgerissenen Äugen ins Leere) Da sind sie schon wieder! Da, da! DER ARZT Wer ist da? Niemand ist da! DIE FRAU Die beiden zahnlückigen Alten! (Weinerlich) So hart haben sie mir s angefaßt; mit ihren Klapperfingern

! (Will von der Ottomane auf) Hilfe! Sie kommen! DER ARZT (drückt sie auf das Lager nieder) Für cht dich nicht! DIE FRAU (zackt bei der Berührung heftig zusammen) Wo bin ich? DER ARZT Du bist bei mir! DIE FRAU (ganz wirr ihn anstarrend) Bist das du, der Paul? DER ARZT Ja, und du hast geschlafen! DIE FRAU (wirr) Sind sie jetzt fort? DER ARZT Wer war denn da? DIE FRAU (sich furchtsam umsehend) Die zwei Alten. Sie wollten mirs nehmen! Hast du sie verjagt? DER ARZT Wie ist dir jetzt? DIE FRAU (starrt ihn an) Mir? Gut

! DER ARZT Bist wieder ohnmächtig geworden! DIE FRAU (ungläubig lachend) Ich? Aber nein! DER ARZT ja, ja. Weißt du das nicht? DIE FRAU Nein! (Fühlt sich an die Stirn) Mir hat nur schwer geträumt, das weiß ich! DER ARZT So. Was hat dir geträumt? DIE FRAU Wie spät ists? DER ARZT (sieht auf die Uhr) Es geht auf fünf Uhr früh! DIE FRAU (froh) Gott sei Dank, dann wird es bald Tag. Dann wird mir 'leichter!
[1948]
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