Suchergebnis: Sigmund

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Bozner Zeitung

Seiten:8 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:21.06.1906

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Textauszug:
v. Hellmuih . Nachdruck verboten.) (14. Fortsetzung.) Im Klub wurden die Anikömntlinge' mit lautem Hall oh begrüßt. Es verkehren da in der Tat nnr junge, unverheiratete Männer. — Dlrrch eine Ver heiratung schloß sich jedes Mitglied von selbst anZ dem Verein aus. — so lautete einer der Vereins- Paragraphen, — und ein anderer Paragraph be stimmte, daß jeder Neuaufzunehmende zehn Fla schen Sekt zu bezahlen hatte. Sigmund Linde fand zwar wenig Gefallen an der lauten Fröhlichkeit, die hier herrschte

, das war ganz und gar nicht nach seinem Geschmack, aber noch und noch wirkte die allgemeine.Heiterkeit ansteckend ans ihn. Scherz worte flogen hin nlld her, und hie und da betei- ligte e°r sich an der Unterhaltung.' Man fand bald heraus, daß dvr Doktor klug und geistreich war, nnd einen angenehmen Gesellschafter abgeben wür de. Deshalb redeten sie ihm so lange zu. bis er versprach, dem Klub als jüngstes Mitglied bei zutreten. Da -erreichte Sie Freude ihren! Höhepunkt. Das mutzte begossen werden. Sigmund

, der bis 1.9l7 so ziemlich alles beim Alten belassen und nur der Selbständigkeit jedes der bei den Staaten eine festere Form geben soll. Ungarn Einige der junge» Leute schlugen ein Spielchen vor, was allerseits ledhafte Zustimmung fand. Anfangs blieb Sigmund dem Spiele fern. Doch der feurige Wein begann bereits seine Wirkung zu tun. Es bedurfte nur noch eines kleinen An stoßes, und der^ junge Doktor saß an dem mit grünend Tuch bezogenen Tisch. Seine Augen hin gen an den rollenden Goldstücken, von denen bald

ein ansehnliches Häuschen vor ihm lag. Es freute ihn. daß er gewann - unaufhörlich, inmierzn. — Je weiter die Nach, vorrückte, desto höher stieg die Freude, die Lust. Man spielte hoch, und die erhitzten Köpfe der Spieler, um die sich eine Gruppe von Zuschairern gebildet hatte, zeligten von der Aufregung, die sich zuletzt aller bemäch tigte. Das Spiel war beendet. Eimge der Be sonnenen hatten es nicht ohne Mühe vermochr, die Sache zum Abbruch zu bringen. Als Sigmund den Gewinn des Abends ein, strich, da sagte

fürchtete 'ür den Freund und bereute beinahe, ihn mitgenommen zu haben. Er hatte denselben während des Spiels ge;> beobachtet und dabei heransgefunden, daß es für Sigmund Linde sehr leicht zur Leidenschaft werde,: konnte., die. ivenn sie einmal entfesselt war. sich nicht so leicht wieder eindämmen ließ. Tie glän zenden Ai«gen beim Einstreichen des Gewinnes redeten eine zn deutliche Sprache, und Sigmund hatte offenbar eine riesige Frende an den blin kenden. gleisenden Goldstücken, i'.n denen er nie
21.06.1906
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Bozner Zeitung

Seiten:4 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:12.11.1866

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Textauszug:
zu Cnrtatsch, und Christoph HaßlerKanzelfchreiber, als herzogliche Macht boten mit allen obgenannten stiftischen Lehen sammt dem Brückenzolle unterhalb Firmian, welchen früher Niklans Swan innegehabt, auch weiland Christophen Reifers Lehen, — und bewilligte zugleich, daß er wähntes Schloß Firmian von nun an nach dem Wunsche des Herzogs: Sigmundskron heißen soll. Hatte Herzog Sigmund bisher so manche Burgen des Landes an sich gebracht, sie umgebaut und nach seinem Namen mit verschiedenen Zunamen umgetauft

, Z- B. Sigmundsried, Sigmundslust» Sigmundsfreud, Sigmundsburg, Sigmundseck, Sigmundsfried, so sollte uim nach seinem Willen die neuerworbene am groß artigsten umgestalte! und die Krone von allen werden, und darum lieg er den von ihm ihr geschöpften neuen Namen: Sigmundskron selbst vom Lehensherrn be stätigen und baute sie wirklich als die Krone aller herrlich um. > Die so herrlich hergestellte Beste Sigmundskron wurde ansan s von den seit 1076 sich Erzherzog nen nenden Sigmund und auch von K. Maxmilian Pflegern

zur Bewachung übergeben; so urkundet Erzherzog Sigmund zu Innsbruck am Montag vor Cathedra St. Petri 1481, daß er früher dem Hansen Maltiz, seinem Pfleger zu Sigmundskron, Richter und Amt mann zu Altenburg, 60 M. B. als Burghuth zuge sagt; nun erhöhe er ihm selbe bis aus Widerruf auf 100 M. B.; und falls selbe die Gefalle des Amts Altenburg nicht ganz abwürfen, soll er das Mangelnde aus dem Zolle zu Unterrain empfangen. — Am St.. Margrethen Tag des nämlichen Jahres 1431 verlieh zu Bozen der Erzherzog
12.11.1866
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Bozner Zeitung

Seiten:8 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:01.06.1909

Treffer:Seite 8
Textauszug:
Uu»^>», v«d«, ?»»d«»Kod«r»/-Ltr»t»«l US»'. tlustsr xratis.' - ^ ^ ^ Liro!srM 6in s ümckli M. ^peiislität kxeiagsi-te ^Veins »us devoi-^uxtsu I^Axen, insdesooäere lerl-nes. l.sMcM l<sltere^ 5ee, 8t. Zvsting. !it. «sZilsIens. ^ ^ösx^snelits ^ , suL «Zeil von f. WimlikMIki' ^ . . . ^. > . übsroonunsosn Lsstsn«Ieu. keivkksltige» l.»gen- kdem- u»ä Sloselvewe, Vor- Sesax u. LyrgiwSer, LüSIewe -- ^.! ' .<!?.?: <^cz. Zi Vnsmpagnei» VvF-rsv , »Ues in <1rixinsI5üllur>^sn erstZilsssixer 7V 0 >'' .'i k Dr. Sigmund Jräntel

.' -' Imprägnierungsmittel, sowie keinerlei gesund- heitsschädlichcSudßanzrn. Wegen feines minimalen ' - «schcngehaltrS- kaun -eS ^ -sür die Praxis tatsächlich . ° als aschefrei, bezeichnet' > ' werden. HochachtunASvoll Dr. Sigmund Aränkel. Dozent s. mediz. Chemie. . ^ i - ur Mdol l.inolelim Voi^kange krsukkllMege- Mdel. vr. Arettergssse 12. ^ Velelöll 12k. il. - IV»LkäI».IV!äI8 ?!zMeustvw. . 7elötoü 235. freie SesiMzung lier Vlifllsuf8-l.vIlAliMli!i. LiltvMv k... LMMttv Vkrtretluigkll uM MsWager erster kirmeu
01.06.1909
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Bozner Zeitung

Seiten:20 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:12.06.1909

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Textauszug:
! ZZ ttlleiiiigei'ci'Aiigei'«ifliefefaiit Vropxsu Glesien). j « « o» s o » Dr. Sigmund Frankel Unwrrsttätkdozrnt.'. . Wien. 26. Oktober IS0S. ?m., AIserstraic SZ, Zeles.-Nr. IS SS« ... Vntachten. Dak mir zur Untersu chung über- gebene Zizarettenpapier, 'welche! unter dem Namen' „Svlwsulerl' sich im Handel befindet, enthält nur äußerst ge». ringe Mengen von Asche; die Asche ist sehr leicht und ganz weiß. Tas Pa pier ist völlig srei von ' Stärke, Dextrinen und Ligninsubstanzen. An sie dende« Wasser gibt ci nur unwägbare Spuren

von löslichen Stoffe.! ab. DaS Papier enthält keinerlei Imprägnierungsmittel, sowie keinerlei gesund- heitSschädlicheEubstanzen. Wegen seine? minimalen Aschengehaltes kann es sür die Praxis tatsächlich als aschesrei bezeichnet werden. Hochachtungsvoll Dr. Sigmund Frankel, Dozent s. mediz. Chemie. I»audeugasss 21 S1s.s-, ?or2ö1lÄH- u. Mtall^arsn. ^eprssentsni (.ksistoiie. ^ viedeÄe« ^WÜMm-ilBgeRkirre «xtrsNwL!', Zekf likluefkstt u. preisvkl't liefert rasch und billigst die SucliilMlimi». kW. — Bozen
12.06.1909
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Bozner Zeitung

Seiten:8 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:16.10.1846

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Textauszug:
Konstanria SchuwuSki, mir Fräulein Tochter, Gutsbesitzerin auS dem russ. Gouvernement Kiew. Frau Maria Banchetti, Gouvernante der Obigen, aus Wien, bei Hrn. Dr. Mayegger. Herr Karl Wynekeii, Student auf der Universität zu Heidelberg, aus Verven in Hannover. Herr Albrecht Karl Strandes, Student zu Heidelberg, auS Bremervörde. Herr Sigmund v. Schab, k. b. AppellationS-GerichtS- Raths-Accessist aus Freising. Herr Wilbelm Bicdenweg, Student zu Heidelberg, auS Ritterhude in Hannover. Herr Eduard Bendernann

, Professor an der Kunst- Akademie zu Dresden. Herr Karl Freiherr v. Thumb-Neuburg, Partikulier auS Stuttgart. Herr Alberr Schulze, k.b,Forstmeister auSPartenkirchen. Herr Sigmund Graf v. Nrsch- k. baier. Rittmeister auS München. Herr Karl v. Baumgarten, mit Frau Gemahlin, Privat auS München. Herr Jakob Edler v, Salvatori di Wiesenhoff, mit Familie, auS Padua. Herr Michael v. Samarin, kaiserl. russ Senats-Be- amter auS Petersburg. Herr Julius Dietrich, Dr. der Medizin und Pro. fessor aus Moskau. Mad
16.10.1846
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Bozner Zeitung

Seiten:8 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:06.07.1906

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Textauszug:
2,400.000 Kronen, zusammen Kro nen 4.140.000, nach Klausen a»l Stammaktien Original-Roman von Irene v. Hellmuth . . Nachdruck verboten.) (26. Fortsetzung.) XIII. Tie Wohnung des jungen Dr. Lindeschen Ehe paares war sehr geschmackvoll ausgestattet, nur eines ärgerte Sigmund, daß sie so nahe bei dem Hause der Schwiegereltern lag: sie war nur durch zwei schmale, einstöckige Gebäude davon getrennt, und er fnch'-tete mit Recht den steten Verkehr zwi schen feiner Frau und deren Mutter. Frau Senne' dach lvar

ihm nun einmal im innersten Herzen unsympathisch, er hatte sich bis jetzt nicht ent schließen können, seine Schwiegernrutter „du' zu nennen, trotzdem sie ihren „lieben Sigmund' schon am Hochzeitsabeird darum gebeten hatte. Er wäre am liebsten nach dism andern Ende der Stadl ge zogen; aber da die Wohnung von ihm selbst als Praktisch und passend bezeichnet werden mußte und Hilda es reizend faild, so nahe bei den Elter'n sein Zu können, so mußte Sigmund sich fügen. Bei der Austoahl der Möbel, der Teppiche ic«S Vorhänge

^ 114.000 K, ferner an Fracht den jetzigen Verladeplatz in schreiendeil Farben, ivährend Sigmund sich mein: für dunkle, solide, gediegene Sache» entschied'. Auf eine Hochzeitsreise harte Hilda ebensalls verzichten müssen, weil der junge Mann erklärte, dieselbe nich: von dem Gel de seiner Frau machen zu wolle,», er selbst aber 'sich vorläufig aus eigeuen Mitteln solchen Lurus nicht gestatten könne. Es gab dabei eine lange Auseinandersetzung, die beinahe zu einem ernstlichen Streik Veranlassung gegeben

hätte, weil jedes von ihiv>u eigensinnig an seinem Willen festhielt. Es wav Hilda nwuiger nm di«. Reise selbst, als um das Ansehen bei den Frenn dinnen und Nachbarn zu tun. Man sollte sie be- neiden, bewundern, ausraunen, und ivas> würden alle für Augen inachen, wenn sie erzählen könnt»,, sie sei in Rom, Neapel, Venedig genvsen. denn dahin gingeil doch alle „besseren Leibte', 'wenn si? eine Hochzeitsreise machten. Nnn war das alle^ nichts, weil Sigmund nicht wollte. Sie ballte in, Stillen die Hän

mit -l> ^prozentiger Steigung uiehr als 1 Kilometer i'Äidivärls gegen imulU dann in einem Tunnel eine Wendung, kommt fortgesetzt ansteigend wieder zurück bis oberlmlv Äaidbrnck. machl Sann wieder in einem Tnnnel eine Wendung und läuft abermals gegen Klanien. So beschreibt die Bahn vier große Kehren und mündet endlich etwas vor der Kirche von Zt. Ka- Sigmund hatte sich nun mit Ernst und Eifee an die Aiisnihi-ung seines Vorl,abe»s ein nusiei^ ichaitliches Werk ',n 'chreiben gemacht, zum großen Verdrnß Hildas
06.07.1906
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Bozner Zeitung

Seiten:8 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:12.07.1906

Treffer:Seite 1
Textauszug:
und dergleichen. Auch Sigmund warf manch ängstlichen, uiirzchigen Blick zu seiner Frau hin- nber. Er sm-Mete, sie möchte, sich lächerlich machen der Antrag bezüglich dieser Mandatsvermehrung abgelehnt werden, so würde von Dr. Erler ver langt werden, die Zahl der italienischen Mandate um eines zu verringern und dafür das Stäote- Mandat zu schaffen, da den Italienern in einem anderen Lande die Rekompensation gegeben werden könme. Naniens der christlichsozialeu Partei hat Abg. Schraffl

einen eigenen Vertreter er' kalten, der die Interessen dktz Fremdenverkehres in Tirol wahrzunehmen hätte. durch irgend eine ungeschickte Aeußeruug. Aber der Bürgermeister hielt ihn immer noch im Ge spräch fest, lliid er konnte nicht entrinnen, ohm unhöflich zu sein. Der liebenswürdige Herr, der im Frack und weißer Krawatte, mit dein Ordens band im Knopfloch sehr vornehm aussah, tonnt- gar nicht genug erzählen von seinem „süßen Jun gen', dessen Lebensretter Sigmund geworden, wie klug und reizend das Kind sei

. Dabei leuchteten die Augen des stattlichen Mannes in stolzer Pater freude. „Sie müssen wirklich einmal kommen, nnd sich das Kind ansetzen, lieber Doktor.' sagte er herz lich, „ich würde mich freuen, ivenn ich Ihre Frau Gemahlin bei mir sehen dürfte. Bitte, versprechen Sie inir, recht bald zu kommen!' Sigmund verneigte sich lächelnd. - „Wenn Sie gestatten ! „Aber nicht so viele Umstände, mein liebet. I junger Freund,' lantete die rasche Entgegnung. Sie wissen doch, was Sie mir geworden

sind durch >Jhre mutige Tat.' ! Ter Bürgermeister wurde jetzt von anderen i>. ! Anspruch genommen und Sigmund atmete aus. Er trat zu der Gruppe der Damen, in der Absicht. ! seine Frau wegzuführen. Allein man protestierte, lund so blieb ihm nichts übrig, Hls ebenfalls Plag zu nehmen, bis der Ball, begann. ! Der Bürgermeister hatte sich auf Hildas Tanz- Am politischen FchauMhe. Inland. Aus dem W a h l r e f o r m a uS i chu ß. Die Abgeordneten Dr. Schlegel und Widmann l>aben ihre Mandate im Wahlreformansschuß

. geneigt sei, aus ein Mandat zu Gunsten eine? andeivii von Italienern bewohnten KronlandeS zu verzichten. Ueber die Gründe der Lbstrnkiioir der Italiener im WahlreforiiiauSi'chnsse wird von reiciisrätlich-italienischer Seite gemeldet: Bereits karte für den Eotillon eingezeichnet und die mag' Frau glühte vor Freude. „Wo nur Mama bleibt.' flüsterte sie dem Gatten zu. Sie konnte es kaum erwarten, der Mutter die große Neuigkeir mitziii- teilen. „Mama koniini vielleicht heute gar nicht,' warf Sigmund
12.07.1906
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Bozner Zeitung

Seiten:8 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:26.06.1906

Treffer:Seite 2
Textauszug:
sollte diese gedeckt wer ben? Was sie besaßen, reichte gerade zum Leben Sie ''-'itle alles hingegeben, was irgend entbehr a ' um Sigmund während der Studien- Zn«! '- darben zu lassen, — immer in der Hoffnung auf die bessere Zukunft — mau ckes versagt, und nun. wer konnte wissen, welches Opfer sie jetzt wieder zu bringen gezwungen tvu^- de? Hatte denn das Leben gar keine Freude mehr für sie ausgespart? Immer nur Sorge und Kum mer? Mechanisch griss sie nach einem Buche, da» aus dem Tische lag. Sie hatte heute Nacht

darin zu leien versucht, aber es ging nicht. Auch jetz blätterte sie zerstreut darin herum. „Es hat der Mensch, er sei auch, wer er mag, — ei» letztes Glück und einen letzten Tag,' las sie-, dann fuhr sie erschreckt empor. Draußen hat!e Jemand die Klingel gezogen. Man ries Sigmund zu einem Kranken. Frau Liube seufzte. ..Es tut mir leid, mein Sohn ist selbst nn ivohl,' beschied sie das harrende Mädchen. Dieses zuckte die Achseln und sagte spitz: „Dann muß ich eben zn einem Andern gehen.' Schwer

atmend kehrte Frau Linde nach ihrem Zimmer zurück. Tann stand sie doch wieder vor dem Lager des Sohnes und beobachtete sein Ge> sicht. Es schien, als ob ihn selbst im Schlafe etwas quälte, denn er warf sich unruhig hin und her. Der Tag begann bereits zur Neige zu geben als Sigmund endlich aus dem bleiernen Schlaf erwachte. Nur undeutlich vermochte er sich zu er inner», was gestern geschehen war. Bleich und ab gespannt aussehend, trat er mit schleppenden Schritten bei seiner Mutter ein. Er sagte

Ge sicht hinderte sie daran. So verging eine gmtZe Weile in peinlichem Schmeigen. Tvch als Frau Linde gewahrte, daß er sich znm Ausgehen- scrtig machte, da ;>ackie sie eine namenlose Angst. „Sigmund,' das klang so flehend, wie nu: eine Mutter bitten kann, „du willst schon wieder sort? Hältst du es gar nicht mehr aus bei mir? Ich vergehe vor Sorge, wenn du mich wieder di« ganze Nacht allein läßt! Ich bitte dich, was soll daraus iverdeu? Tu reibst dich auf bei solchem Leben nnb vernachlässigst dabei

deine Pflichten! Schon ztveimal wollte man dich holen, nnd ich mußte stets den Bescheid geben, du seiest nicht wohl. Siehst du deun nicht ein, daß es so nicht weitergehen kann? Sigmund, mein Sohn, Habs ich das mn dich verdient, daß mir auf meine alten Tags die letzte Stütze genommen wird? Auf dich hoffte ich. auf dich allein! Und nun soll muh diese Hoffnung mich trügen?' Die Tränen rannen ihr nun doch über das gutmütige rundliche Gesicht, es tat ordentlich wohl, daß sie endlich wieder zu fließen begannen
26.06.1906
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Bozner Zeitung

Seiten:8 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:11.06.1906

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Textauszug:
Liniren ge beugt. in das sie geschickt Stich siir Stich einfügte. Auch Em mußte, als sie größer wurde, Sticke» nnd Nähen lernen. u:u etwas verdienen zu können. Sie dachte oft mit Wehmut an die trotz alle^ dem fröhlich verlebte Kinderzeit zurück, wo sie nii5 Hilda nnd Sigmund ivolch letzterer der stete Begleiter der kleinen Mädchen war so lustige, heitere Siele trieb. Später, als sie zur Schule ging, da kam Sigmund immer an das Fenster gelaufen: ..Bist du schon fertig, Eva?' rief er dannt von dranßen

. nnd sie gingen 'zusammen, weil sie den gleichen Weg hatten. Sigmund wurde wegen? dieser Freundschaft ott von seinen Kameraden ver spottet. allein das kümmerte ihn mir wenig. Auch zu seiner Mutter nahm er die MädclM öfters mit und teilte getreulich jeden Leckerbissen mit ihnen. D'sse Freundichast setzte sich auch fort, alsi Sigmund die Baterstadt verlassen mußte. Er kam dann nur in den Schulferien nach Hause, aber dennoch unterließ er es nie. die K.'''vie>lininen zl» besiichen. Hie

und da »nn die Dämmerstunde schkiipfte Eva in das Nachbarhaus, um mit Fran Linde ein wenig zu plaudern. Sie mußte jetzt viel ar- beiten, es blieb ihr mir wenig freie Zeit. Nur daß die alte Dame das trauliche „Dir' fallen lieft und Eva beharrlich mit „Sie' anredete, wollte diese nicht gelten lassen. Nbev alles Protestieren half nichts. Seit Sigmund in die Hennat zurnckgekeM
11.06.1906
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Bozner Zeitung

Seiten:8 Seiten
Medienart:Zeitung
Erscheinungsdatum:27.06.1906

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Textauszug:
zum Minister des Innern und erklärten, falls sie nicht die Erlaubnis zur Abhaltung der Versammlung erhielten, die Arbeit nicht wieder aufzunehmen. Eine aus 1300 Personen bestehende Menge warter zu den: Ende auf die Antwort des Ministers. Ausland. Eine Verschwörung genau den ita lienischen König ent deckt. Nach einer Meldung aus Mailand entdeckte die italienisÄM Polizei eine weitverzweigte Verschwörung gegen Original-Roman von Irene v. Hellmuth Nachdruck verboten.) (IS. Fortsetzung.) Es klingelte. Sigmund

sprang auf, fuhr mrt der Bürste einige Mal durch das Haar, zupfte an der Kravatre und schlüpfte in den Rock, als das Dienstmädchen eben die Tür öffnete und Fritz Engelhardt eintreten ließ. Das Gesicht des An- gekommenen zeigte eilten ernsten, beinahe traurigen Ausdruck. Er begrüßte Frau Linde sehr umständ lich und wandte sich dann an den Freund, der er. wartungsvoll auf ihn blickte. „Teilt Antlitz verrät nichts Gutes, mein Alter, was btiirgst du mir?' versuchte Sigmund zu scherzen. „Ich Wte

Frau, dereu Augen mit beinahe furchtsamem Ausdruck ail den Lippen des Erzählers hingen. „Fahre doch fort,' jagte Sigmund, scheinbar gelassen, und kreuzte die Anne auf der Brnst. ..Nun also, da ich gestern bemerkte, daß du nicht imstande warst, deine - Verluste genau zu kon trollieren, so tat ich es. Heute ließ ich mir vou Kloßmann eine Zusammenstellung machen, um zu vergleiche». Seine Angaben stimmen allerdings. - aber ich muß offen gestehen, ich begreife nicht, wie du gestern dazu kamst

, mit jenem Menschen zu spielen. Ich traute ihm von jeher nicht, er ist mir mindestens un sympathisch Seine Augen blicken niemals gerade nnd offen, was ich sters als ein Zeichen von Falschheit betrachte.' Fritz Engelhardt schien auf eine Antwort zu warten, doch da diese nicht erfolgte, fuhr er fort „Ich sprach also mit Kloßmann und stellte ihn« vor. daß du gestern nicht mehr so ganz — ..Zurechnungsfähig warst,' vollendete Sigmund halb spöttisch, als der Freund stockte. „Nun gut. lassen wir es gelten

aufgestachelt nnd nn» besteht er auf seinem Schein. Wenn dn die Sache gerichtlich zum AuStrag bringen willst, ist stelle als Zeuge gern ;u deiner Verfügung, und ich bin sicher, er verliert deu Prozeß.' „Wo denkst du hin?' fuhr Sigmund zornig auf. „Tiekr Kloßmann soll sein Geld bei Heller und Pfennig tetoinmen. ich will ilM nichts schul dig bleiben gar nichts!' „Ueberlege dir die Sache erst.' riet der Freund. ..Es könnte immerhin sein, daß wenigstens die Hälste der Summe gespart würde.' „Unmöglich
27.06.1906
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