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Bücher
Kategorie:
Geschichte
Jahr:
1909
Tirols Erhebung im Jahre 1809
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Seite 509 von 896
Autor: Hirn, Josef / von Josef Hirn
Ort: Innsbruck
Verlag: Schwick
Umfang: XVI, 875 S.. - 2., durchges. Aufl., 3. bis 6. Tsd.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: s.Tiroler Freiheitskampf
Signatur: III 116.968
Intern-ID: 87591
Horm ay r 491 reiche Getreidefuhren gingen nach Unterinntal ab. Hochbefriedigt von dem Erfolg des Sammelgeschäftes in Innsbruck notiert ein Bürger in seinen Aufzeichnungen: „Gewiss, in meinem Vaterland herrscht noch Menschenliebe, aber auch fürchterliches Elend.' Nach dem Abzug der Bayern brauchte das Land eine neue Regierung. Wer anders sollte sie in die Hand nehmen als der Intendant, der noch innerhalb der Grenzen weilte? Während der Kämpfe am Iselberg war Landeck sein Aufenthalt

noch deponierten Geldes. In Brixen lagen im November noch 5500 G., welche momentan zur Auszahlung von Beamtengehalten verwendet wurden. *) Abgedr. bei Maretich I, 181, dat. Landeck, 29. Mai. Danach ist auch Krones, Aus Österreichs stillen und bewegten Tagen p. 202 zu berichtigen. 2 ) Hiefür liegt ein Beleg vor, der für unsere Frage volle Glaubwürdigkeit verdient. Es ist ein Bericht des bayrischen Postrevisors Jos. Andry (M. K.) über seine Erlebnisse im Jahre 1809. Darin kommt folgende Stelle vor: „28. Mai kam

ich von Innsbruck nach Landeck, wo gerade der von Vintschgau gekommene Teimer neue Anstalten traf und die Gerichte Imst und Silz zu neuen Angriffen aufreizte. Das bewog mich, einstweilen in Landeck zu bleiben. 31. Mai bekam ich Spuren, dass ich wegen einer Unterredung mit gefangenen bayrischen Offizieren bei den Bauern verdächtig sei. Ich fühlte mich also nicht mehr sicher und beschloss über Vintschgau nach Bozen zu fliehen. 1. Juni brach ich auf. Ein Stück Weg ausser Pfunds begegnete mir Hormayr

und beauftragte mich, ihm nach Landeck zu folgen. Nach einigen Stunden Aufenthalts reisten wir von Landeck nach Imst.' Diese ganz unver-

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Bücher
Kategorie:
Geschichte
Jahr:
1909
Tirols Erhebung im Jahre 1809
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Seite 488 von 896
Autor: Hirn, Josef / von Josef Hirn
Ort: Innsbruck
Verlag: Schwick
Umfang: XVI, 875 S.. - 2., durchges. Aufl., 3. bis 6. Tsd.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: s.Tiroler Freiheitskampf
Signatur: III 116.968
Intern-ID: 87591
470 Teimer in Landeck hatte, war bis zum 28. bei ihm eingetroffen. Nicht bloss das Zentrum, sondern auch der rechte Flügel konnte dadurch wesentlich verstärkt werden. Chasteler erinnerte sich des zurückgelassenen Buoi und sandte aus Sillian an ihn Geld, Schlachtvieh und einige gefüllte Munitionskarren, die eben zur rechten Zeit eintrafen und Soldaten wie Schützen höchst will kommen waren. Der 28, war der Dreifaltigkeitssonntag. Der festtägige Charakter dieses Tages, der zugleich der Vorabend

als Boten schweren Unglückes. Ihnen folgten Lefebres ab mahnende und drohende Proklamationen. Das Volk gab die Sache ver loren. Teimer, welcher dem Intendanten über Vintschgau vorausgereist war, fand wenig freundliche Aufnahme. Schon in Landeck zögerte man, seiner Aufforderung zu gehorchen, übler Empfang ward ihm in Imst. Das Militär, so bekam er zu hören, habe sein Wort gebrochen, von niemandem sei Hilfe zu erwarten; also würden sie auch nichts mehr tun, und wollten es noch einige versuchen

, so würde alles Unglück auf diese allein zurück fallen. Teimer musste Imst schnell verlassen. Er wollte das Glück jen seits des Fern versuchen, wo er auch noch erbeutete Vorräte 'von seinen Ausfällen her wusste. Auf dem Wege dahin traf er Hofers Sendlinge mit den Laufzetteln. Im Besitze derselben erfuhr er alsbald ihre werbende Kraft. Von den Boten vernahm er Hofers Absicht. Flugs kehrte er nach Landeck zurück. Die Leute lasen, was der Sandwirt geschrieben, Teimer deklamierte von Siegen der Hauptarmee und konnte

nun auch schon erzählen, dass am Berg Isel bereits gerauft worden sei. All das weckte wieder die matten Geister. Richter Linser in Landeck forderte die Stellung von Kompagnien, deren sogleich, ein Dutzend auf den Beinen war. Ihr Erscheinen in Imst liess auch hier den Wind schnell umschlagen, und so ging es weiter durch das Tal herab. Auch in Silz zündeten Hofers

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Bücher
Kategorie:
Geschichte
Jahr:
1909
Tirols Erhebung im Jahre 1809
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Seite 473 von 896
Autor: Hirn, Josef / von Josef Hirn
Ort: Innsbruck
Verlag: Schwick
Umfang: XVI, 875 S.. - 2., durchges. Aufl., 3. bis 6. Tsd.
Sprache: Deutsch
Schlagwort: s.Tiroler Freiheitskampf
Signatur: III 116.968
Intern-ID: 87591
Landesverteidigung hat er während dieser kurzen Anwesenheit nicht getroffen. Die Niedergeschlagenheit, welche sich schon infolge der vorausgegangenen trüben Gerüchte der Bürger schickt hat.' A. G. Hormayr gibt in seinem Reisejournal (a. a. O.) folgendes Itinerar: 22. Mai über Latsch und Mals nach Nauders, 23. zur Versammlung nach Pfunds, 24. nach Landeck und wieder zurück nach Nauders, 25. nach Glums, von dort mit Reit pferden zu den Vorposten des schweizerischen Kordons in Münstertal, von Glums wieder zurück

, besprach mich mit den Offizieren Oberstleutnant Kappler und Mondach vom Kontingent des Kantons Turgau, ersterer erhielt 900, der andere 500 G., we/che sie sich Verabredetermassen bei Konrad Planta in Zernetz abholen könnten, wo ich diese Geldsäcke durch die vertrauten Boten Josef Klapeer und Johann Lechthaler von Nauders deponieren liess.' 0 Ein Berfcht des Richters von Landeck 1810 (J. St) besagt: „Durch den Ritt meister Baron Etsch wurden im Mai 1809 den Gemeinden des Bezirkes Immenstadt 19 Pferde

abgenommen und dem Insurgentenchef .Ferdinand Fischer in Landeck über geben. Das war gerade zur Zeit, da Hormayr und dieser Fischer sich eilig vor den Bayern nach Nauders flüchteten. Diese Pferde wurden ihnen nachgeführt und in Nauders öffentlich verkauft, weil sich Hormayr nicht mehr zu helfen wusste und die Absicht hatte, verkleidet in die Schweiz zu flüchten.' 2 ) Hepperger a. a. O.

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