Search result: Philipp

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Dolomiten

Pages:8 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:04.10.1926

Hits:Page 7
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Schickfalskücke. (i. Äovticn.miv) Roman von Molloy-Walter. fipll'afl) nutf; ihn mit prüfendem Blick, doch die 'Musterung schien ihn nicht zu befrie digen: wahrscheinlich war Philipp ebenso arm zurückgekehrt wie er ausgezogen. „Hast wolil viel Seltsames erlebt, mein Ii-uge?' ..Abenteuer olme Endo! Das Soltiamsto abor in. das; ich oin reichor Matttt geworden bin.' .Golbach richteto sich üborrascht in dio Höhe. ..Ein reichor Mann? Dann gratuliere ich van Herzen. Mo ist es dir gelungen. dich empor

- zubrmgen?' Philipp dorichieto kurz van seinem Dia- inantcitstind. und der alte Gelehrte hörte ihm mit sichtlichem Interesse zu. ..Ach', seufzte er. als der junge Mann geendet. „wäre ich jünger, ich würde auch in die Welt binaus- zielten. Das ist doch ein ganz anderes Leben, als liier in diesem weltverlorenen Nest zu hocken und in den vier Wanden eines Stie dierzimmers einzurasten. Ihr Jungen habt es wirklich gut: könnt den ganzen Erdball durchstreifen. Land und Leute sehen und Euch noch obendrein

Schätze sammeln. 0, ich freue mich schon darauf, wenn du mir an den lom gen Winterabende» von deinen Erlebnissen erzählen wirst, „llebrigeus' unterbrach er sich plötzlich, „wann gedenkst du .Hochzeit zu unten, Philipp?' ..Sobald es Frieda recht ist.' „Ohm denn, je eher je lieber! Meinetwegen sei-au morgen.' Doch dagegen protestierte Frieda, die eben mit dem dampfenden Basfee eintral und das Ende des Gesprächs gehört hatte; es gäbe noch io viel zu tun und so Hals über Bopf heirate! niemand. Sie gab

aber dach den Philipps infosern nach, das; sie einwilligte, in vierzehn Tagen die Seine zu werden. Sie wallten eine ganz stille Hochzeit machen und nur auf kurze ,Soit sartgehen, um de» kränk lichen Pater nicht zu lange allein zu lasse». Fuiii Tage ungestörten Glückes verbrachte Philipp mit derjenigen, die er nun bald als sein trautes Weib heimzusühren gedachte, tmd da er erfahren, das; das in der 'Nähe gelegene ehemalige Gut feines Paters, auf dem er feine Kindheit vrlebt hatte, zum Per kauf ausgebaten

von Abenteuern stürzen sollte, wie er sie nicht einmal in den Goldminen und Diamantfel- dern von Afrika erlebt hatte. 3. Bapitel. A lies v e r l o r e n. Als Philipp in Berlin eintraf, war es bereits zu spät, noch den Advokaten aitfzu- suche»; er übernachtete deshalb in einem kleinen Hotel tmd verbrachte den Abend da mit. die Hauptftraszeit der Residenz zu durch wandern. Nach dem unsteten Leben, das er in Australien und dem Baplaud geführt, fern von aller Zivilisation, übte das Treiben der Groszskadl
04.10.1926
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Dolomiten

Pages:20 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:31.10.1958

Hits:Page 19
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. „Ich möchte nachsehen, ob-Philipp erwacht ist.“ „Ich habe mich schon oft gefragt, weshalb . Grant Sie hiehergebracht hat.“ Serena folgte ihrem eigenen erbarmungslosen Gedanken gang, während Moira zur Türe ging. „Er kann Sie nicht um seiner selbst willen mitgenom men haben. Sind Sie in Philipp verliebt?“ fragte sie barsch. Moira wandte sich bei der Türe ura und schaute mitten in Serenas mißtrauische Augen. „Das kann Ich Ihnen nicht sagen", antwor tete sie mit ruhiger Würde. „Und Sie haben nicht das Recht

Philipp aus dem Schatten hinter ihr, „muß Grant es elnriehten, daß du mitkommst. Das ist für ihn eine Kleinigkeit. Er hat drüben in den meisten Dingen das entscheidende Wort, und Elisabeth wird Ihn unterstützen. Das tut sie immer.“ „Wie lange ist sie schon in Mellyn?" fragte Moira, ohne sich umzuwenden. „Fünf oder sechs Jahre, so viel ich weiß. Gleich lang wie Grant.“ Und Tag für Tag hat sie mit ihm zusam- mengearbeitot. Hatte ihr das genügt, auch als Kerry dann auf dem Schauplatz erschien? „Du hast

mir noch nicht gesagt, ob du mit kommst?“ erinnerte sie Philipp. „Ich habe dir ein Versprechen gegeben“, sagte sie, wie sie einst Grant geantwortet hatte. Er atmete auf. „Ja, das hast du. Und Ich glaube, du ge hörst zu den Leuten, die ihr Versprechen hal ten.“ Plötzlich fühlte Moira ein wildes Verlan gen, allein zu sein, nur für ein paar Minuten, um ihre verwirrten Gedanken zu ordnen. Sie eilte aus dem Zimmer ln die Halle hin unter und schlüpfte in die Bibliothek, wo im Kamin ein Feuer brannte. Sie wußte, daß Grant

nicht gehört, aber sie sah ihn, bevor er sie be merkte, und er kam ihr gealtert und müde vor. Im nächsten Moment strafften sich je doch seine Züge. „Es tut mir leid, daß ich so unfreundlich war“, begann er ohne Umschweife. „Ich hätte wissen sollen, wie sehr Philipp etwas — Der artiges braucht, wenn er der Zukunft zuver sichtlich ins AUge sehen soll.“ Jetzt konnte sie ihm nicht mehr sagen, daß sie seinem Bruder das Versprechen nur unter Zwang gegeben hatte, und sie tröstete

sich damit, daß sie ihm wenigslens einen Teil der Last von den Schultern genommen hatte. Denn solange die Verantwortung für Philipp auf Ihm allein lag, wäre er niemals dazu- Er schaute sie lange an und schien ihren Vorschlag zu erwägen. „Meinst du wegen eurer Verlobung?“ fragte er schließlich. „Ich sehe nicht ein, was sie da mit zu tun hat, und Philipp wäre sicher mit einem Ersatz nicht einverstanden.“ Sie preßte ihre Hände ineinander, bis sie schmerzten. „Philipp möchte, daß ich mit ihm ins Spi tal komme. Er meint, du könntest
31.10.1958
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Innsbrucker Nachrichten

Pages:38 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:04.03.1939

Hits:Page 16
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7osef Mener: wer ist l)ilcle tzilcl? Noman eines seltsamen Zrauenschickfals Eovvrigd« bv PromelbeuS' Verlag, Dr Etcvacker, Grö bcnzell bet München (9. Fortsetzung — Nachdruck verboten) . Nach Mitternacht des zweiten Reisetages kam Philipp mit geräderten Knochen in Mttrowiza an, fiel im erstbesten Hotel todmüde ins Bett und schlief volle elf Stunden. Gegen Mittag erst-weckte ihn der Hotelwirt mit der Meldung, daß er ein Mietpferd aufgetrieben habe. Philipp packte das notwendigste an Wäsche

und Toklettesachen in ein Bündel, dessen Hülle sein Pyjama darstellte, und übergab seinen Koffer dem Wirt zur Verwahrung. Dann aß er ein halbes Huhn in einer teuflischen Paprikatunke, trank zwei Gläschen Rakija und ließ sich vom Wirt den Weg beschreiben, der wenigstens bis Tabalija, wo ermächtigen muhte, nicht zu verfehlen war, weil er stets ent lang des Ibar verlief. A Dann trat Philipp vor das Tor und betrachtete mißtrauisch das'struppige Pferdchen, das ein Junge am Zügel hielt. Es schien lammfromm, war bloß

mit einer vielgeflickten Trense gezäumt und trug einen landesüblichen Sattel: große mit Heu gefüllte Segeltuchpolster unter vier starken Holzleisten, welche den Sitz darstellten. Ein Stück Kotzen war darübergeschnallt, nur für die Fremden natürlich, denn die Einheimischen saßen auf, den nackten Hölzern. 'Der,Wirt hatte schon Philipps Gepäck an den Sattel ge bunden. Philipp nahm also die Gerte und schwang sich beherzt auf Len Folterbock. Und schon trabte der wackere Iurek in einem, schauderhaften Trott

, § r den Gaul zu sorgen und für morgen einen Führer nach jeljani zu verschaffen. Ein kurzes Nachtmahl: Eier mit jun gen Zwiebeln, fades Maisbrot, Rakija — dann ein Bett, in dem die Müdigkeit sogar die zahllosen Wanzen vergessen ließ. Mit vielen Flüchen begann der nächste Tag. Mit steifen Beinen, wund gerittenen «Schenkeln und zerbissener Haut, kroch Philipp matt wie eine Winterfliege ins Freie. Der gelbe „wilde" Rakija muhte ihn erst wieder ein wenig beleben. --"Der"Iurek stand vergnügt-und'vollgesreffen

mmder Tür, da neben ein zerlumpter Junge. - „Das ist der Junge, der dich zu den , Türken führen wird, Gosvodin", sagte der Gastwirt feierlich. „Zu den Türken": das war Bjeljani, denn dort wohnten nur Moslim. Der Wirt hatte Philipp gestern einiges über Bjeljani erzählt. Es gab dort einen Gasthof, den der alte Ferhad führte, eine kleine Moschee, zwei Dutzend Häuser und sogar die Ruinen einer christlichen Kirche. Das alles war aber weniger wichtig als die acht Stunden auf dem Folterbock. Aber Philipp
04.03.1939
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Dolomiten

Pages:8 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:11.10.1926

Hits:Page 7
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( 2 . „Bist du 'Advokat?' „Zu dienen, Freund! Ich linde das Geschäft meine» Vaters übernommen.' „O, dann tust du vielleicht imstande mir zu helfen', rief Philipp mit neuermachender Ajoffmtnit. „Ban ganzem Herzen diu ich bereit, wenn es in meiner 'Macht liegt', versicherte Wer ner. der sich im Stillen sagte, das; Philipp für einen Verrückten viel zu vernünftig rede und das; er am Ende ebenso wenig geistes gestört sei wie er, Wenter. „Ich danke dir', sagte Philipp mit schmerz lichem Seufzer

dtt itach Australien gingst.' „Ich bin auch erst seit eiuer Woche wieder in Deutschland. Noch vor acht Tagen ein rei cher Mann, Oskar, und heute fast bettelarm!' Er sagte es mit einem Ausdruck solcher Werzweislung, das; es Werner ins Herz schnitt. Wenn er dem Freunde nur helfen könnte, wie gern wollte er es tun. Sie hatten unterdessen das Büro des jun gen Advokaten erreicht und von dem Ueber- mas; seines Ktnniners erdrückt, sank Philipp in einen Sessel, das Gesicht in die Hände vergrabend

. Mit teilnehmender Gebärde legte Wenter seinen Arm um die Schulter des Unglücklichen und sich zu ihm herabbeugend sagte er ermu tigend: „Nun, erzähle mir alles, Bruderherz, von Anfang an, wie es gekomnten.' „Mein ganzes Vermögen ist hin!' stieß Philipp dumpf hervor. „Sage das nicht! Was gefährdet ist, braucht deshalb noch nicht verloren zu fein.' „Du wirst das nicht behaupten, wenn du meine Geschichte gehört hast,' widersprach Philipp und dann berichtete er dem aufmerk sam zuhörendeu Freund in kurzen Worten

, über seine Unterredung mit Braun, sein Wiedersehen mit der Jugendgeliebten und den schändlichen Betrug des schurkischen Advo katen. der ihm triumphierend entgegengehal ten, das; er, Philipp, weder Zeugen aufbrin gen noch eine Quittung Brauns über den Empfang der Diamanten vorweisen könne. „Ei, ei, alter Junge, wie konntest du — nimm's mir nicht übel! solch ein Esel sein?' unterbrach ihn Werner kopfschüttelnd. „Ich vertraute ihm!' „Pah, wer traut seht noch seinem Näch sten! Du hast dir da eine fatale Geschichte

eingebrockt.' „Ich weis;, ich weis;', murmelte Philipp bedrückt: „ich mar ein Narr, so zu handeln.' Werner strich sich das glattrasierte Kinn und dachte einige Augenblicke nach. „Kennst du nicht jemand', begann er nach einer Weile, „der darum wühle, das; du diese Dia manten in deinem Besitz hattest?' „Drüben in Afrika habe ich genug Zeugen für meinen Fund', erwiderte Philipp, „aber nachher hielt ich es natürlich geheim, das; ich die Diamanten bei mir trug. Das Leben eines Menschen ist dort keinen Heller
11.10.1926
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Innsbrucker Nachrichten

Pages:16 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:13.12.1928

Hits:Page 9
Snippet:
Unter der Anklage des Batermordes. Der Prozeh gegen den Studenten Philipp Halsmann. — Der Inhalt der Anklageschrift. Innsbruck, 13. Dezember. Heute vormittags hat vor dem Geschworenengericht der Prozeß gegen den 22jährigen Studenten Philipp H a l s m a n n aus Riga begonnen, der angeklagt ist. er habe am 10 September d. I. am Wege von der Dominikushlltte nach Breitlahner im Zillertal seinen Vater Morduch Max Halsmann durch Stein- fchläg« und durch Hinabwerfen über einen Hang getötet

. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck erblickt in der Handlung des An geklagten das Verbrechen des gemeinen M o r d e s und sie begründe! die Anklage u. a. wie folgt: Der Zahnarzt Morduch Max Halsmann aus Riga unternahm im Sommer 1928 in Begleitung seines Sohnes Philipp, seiner Tochter Ljuba und seiner Iran Itta eine größere Alpenreise, di« ihn zuerst in die französischen und >dann in die Schweizer Alpen führte. lieber Italien kam die Familie Halsmonn schließlich anfangs September auch nach Tirol, um hier dos Zillertal

, eine an sich unschwierige Tour, die aber eine längere Wanderung über einen zerklüfteten Gletscher mit sich bringt. Philipp drängte «darauf. die Tour mit seinem Vater allein ohne Begleitung eines Bergführers zu unternehmen. Max Hals mann setzte aber durch, daß ein Führer mitgenommen werde. Dem Paar schloß sich noch ein dritter Tourist, ein Herr aus Mün chen. an. Die Besteigung des Schwarzensteins verlief in Be gleitung des Bergführers Franz Steindt ohne Zwischenfall. Max Halsmonn zeigte sich dabei als rüstiger

, daß die beiden Touristen erregt miteinander stritten. Erst als Vater Halsmann bei einer Quelle Wasser trank, näherte sich ihm der Hirtenknabe, wurde aber kurz abgewiesen. Gegen halb 3 Uhr nachmittags kam Halsmann mit seinem Sohn an der Dominikushütte vorüber. Die Touristen Karl Nett er mann aus Mürzzuschlag und Max Schneider aus Leipzig beobachteten Vater und Sohn und äußerten sich abfällig da rüber., daß sich der Jüngere vom Netteren den Rucksack tragen lasse. Die beide» Touristen stellten fest, daß Philipp

sich auf dem Wege zwischen der Dominikus- Hütte und Breitlahner folgendes ereignet: In der Röhe der W e n s e n d I i a l p e. die etwa halbwegs zwischen Dominikushütte und Breitlahner liegt, war Marianne H o f e r mit Beerensammeln beschäftiar • Zu ihr kam Philipp Halsmann in scheinbar großer Auf regung und sagte ihr. sein Vater sei abgestürzt. Aus die Frage, ob der Abgestürzte noch lebe, sagte Philipp Halsmann, das wisse er nicht, doch glaube er. daß der Vater noch leb«. Marianne versiändigte sogleich
13.12.1928
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Meraner Zeitung

Pages:22 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:10.04.1898

Hits:Page 9
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M., 43 S' lame» des Schicksals. ^ Erzählung v»n Robert LouiZ Jeff«rson. (») (Nachdruck verboten) Tom zuckte die Achseln. „Besser ein Sklavcntreibcr in Afrika, als ein Zuchthäusler in England,' antwortete er. «Ich bin gekommen, um Euch etwas zu sagen; ich habe jetzt mit meinen Kameraden einen mehrtägigen Weg vor mir, fühlt Ihr Euch kräftig genug, so lange allein bleiben?' «Ich denke, es wird gehen,' erwiderte Philipp, „ich danke Euch vielmals für Eure Freundlichkeit, die Ihr mir erzeigt

.' „Nun, wir sind Landsleute, da muß ich schon etwas für Euch thun. Vor allem will ich Euch einen Rath geben: verlaßt diese Hütte nicht eher, als bis ich wieder komme. Wenn Euch die Schurken von Arabern sehen, so werdet Ihr endlosen Qualen ausgesetzt sein, aber ich will Euch nicht verlassen.' So konnte doch vielleicht noch Alles gut werden. Philipp betete heiß und inbrünstig zu Gott, und Ruhe und Frieden zogen in sein geängstetes Herz ein. Im Laufe des folgenden Tages mußte er wieder einen so entsetzlichen Auftritt

. Ein furchtbares Ringen folgte. Philipp mußte der Ilebermacht weichen; gleich dem Sklaven wurde er ge fesselt und mit fortgeschleppt. Weiter ging's, ununterbrochen weiter; rechts und links sah Philipp die armen Opfer fallen, aber ohne Gnade und Erbarmen ivurde die Karawanne vorwärls getrieben. Nach einem, wie es Philipp schien, endlosen Marsch kamen sie an die Mündung des Zambesi. Dort lag ein Schiff vor Anker. Philipp glaubte seinen Augen nicht zu trauen; es war das Schiff des schurkischen Kapitäns

. Nicht lange danach stand dieser auch schon vor ihm. „Guten Tag, mein Herr,' sagte er niit dem freundlichen Grinsen, das Philipp so haßte, „wo haben Sie denn Ihren Gefährten?' „Er ist todt, und mit mir wird's wohl aus bald so weit sein,' war Philipp's Antwort. „Wie sind Sie denn hierher gekommen? Aber ich kann mir's schon denken, Sie sind den Treibern in die Hände gefallen. Ist's denn da nicht besser, ein Sklaven händler zu sein, als selbst ein Sklave?' Ohne eine Antwort abzuwarten, wandte er sich fort

. Am nächsten Morgen sollte Philipp mit seinen un glücklichen Leidensgefährten eingeschifft werden. Als er indeß in der Frühe des folgenden Tages aus seinem Schlafe erwachte, sah er sich zu seiner un aussprechlichen Freude von englischen Seeleuten umgeben. „Rettet mich, rettet mich,' rief er laut. Sein Flehen war nicht vergebens; er wurde von mitleidigen Männern aufgehoben und auf deren Schiff gebracht. Ein englisches Kanonenboot war in der Nacht an gekommen; als die Matrosen bei Sonnenaufgang
10.04.1898
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Dolomiten

Pages:24 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:18.10.1958

Hits:Page 23
Snippet:
Ä IMI S T A © -1^ © IMI A INI 5 eh habe oft an dich gedacht“, gestand Eli sabeth. „Wie geht es Philipp? Nimmt- er es schwer?“ „Ich fürchte, ja.“ Grant zögerte einen Augenblick und setzte dann hinzu: „Obschon Moira ihm in den letzten Wochen ein gewis ses Vertrauen zurückgegeben hat.“ Elisabeth lächelte Moira freundlich zu, „Bravo!" sagte sie. „Das ist es, was er braucht.“ Währerid sie ihr Tee einschenkte, studierte Moira diese Frau, die offensichtlich Grants intime Freundin und gleichzeitig

sie, „was nicht fair war! Schon zweimal warst du infolge ,dringender Geschäfte' abwesend, wenn sie kamen, und ich glaube, sie beginnen Verdacht zu schöpfen.“ „Und trotzdem bin ich froh, daß es mir er spart blieb.“ „Ich begreife dich." Dann wurde ihr Gesicht ernst. „Darf ich Philipp morgen einen Besuch machen?“ „Du kannst dir seine Laune vorstellen." „Ja, das kann ich.“ Elisabeth dachte wohl an die Zelt zurück, als Philipp die Enttäuschung mit Kerry hatte. Aber was auch immer damals geschehen war, Elisabeth wußte

hatten, mahnte Grant zum Aufbruch. „Ich fahre mprgen nach London“, sagte er auf dem Heimweg. „Auch dort hat sich Ar beit angehäuft, und ich möchte mit Archibald Rathbone über Philipp sprechen.“ Sir Archibald Rathbones Name war Moira wohlbekannt. Er hatte am St.-Theodor-Spital operiert, als sie zur Ausbildung dort war, und sie. erinnerte sich an ihn als einen lebhaften . kleinen Mann mit einem runden strahlenden Gpsicht und schalkhaften blauen Augen. Er war bei den Patienten sehr beliebt

gewesen und hatte als glänzender Operateur gegolten. „Wenn es einen Menschen gibt, der Philipp Vertrauen einflößen kann, so ist es bestimmt Sir Archibald Rathbone“, sagte sie, als der Wagen in die schattige Auffahrt von Mellyn ' einbog. „Kennst du ihn?“ - fragte Grant erstaunt. „Nicht' persönlich“, lächelte sie. „Aber ich habe ihn am St.-Thcodor oft von weitem ge sehen.“ • „Ach so!“ Er schien etwas anderes zu den ken. „Was das Vertrauen anbelangt“, sagte er dann langsam, „so ist es schon das, was Phi lipp braucht

, aber cs ist nicht alles. Er sollte mehr habc'ri, einen Menschen, auf den er sich in der Not verlassen kann.“ Die Kehle war ihr wie zugeschnürt, als wollte ihr Instinkt sie warnen. „Und du meinst — ich könnte ihm ln die ser Beziehung helfen?“ Er schaute sie einen Augenblick forschend an, bevor er sagte: „Ja, ich glaube, du könn test für Philipp die Vergangenheit ins rich tige Licht rücken.“ Was wollte er damit sagen? Er könnte ihr doch unmöglich zumuten, sich als Ersatz für Kerry anzubieten und seinen Bruder für die erlittene
18.10.1958
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Lienzer Zeitung

Pages:22 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:10.03.1906

Hits:Page 20
Snippet:
Benno nickt mehr schweigen. Er hob an: „Ich habe soeben eine liebe Freudenbotschaft empfangen!' „Nun?' blickte Philipp neugierig auf. „Madeleine kehrt zurück! Seht. Herr Philipp, diesen Brief ließ sie mir zukommen!' Dabei reichte er Philipp ein Schreiben, welches nach der Sitte jener Zeit geschlossen gewesen. Philipp schlug es auseinander nud las in schöner Schrift: „Orbisheim, im Juli 1610. Geehrter Herr Oheim! Mit Gegenwärtigem erhoffe ich, Euch froh und gesund zu betreffen! Nachdem

wohl und bleibet gesund, während ich Euch begrüße, lieber Ohm, als Eure getreueste Nichte Madeleine v. Urbach.' „Ein feines Brieflein!' nickte Herr Philipp. „Ja,' entgegnete Herr Benno, „wie das ganze Mädel, so lieb!' „Da bin ich neugierig!' meiute Herr Philipp. „Na, wie ist es heute mit einer Partie?' „Ganz mein Fall!' nickte Herr Blanker; und holte das Schach spiel herbei. Während des Spieles fragte Philipp: „Sagt, Herr Kastellan, was ist der Wolf eigentlich für ein Menfch?' Der Alte blickte

auf: „Wolf? Klug und treu, sage ich! Dazu ist er bereits zwanzig Jahre hier und kennt jeden Winkel im Schlöffe!' „So, so? Geben Sie acht!' „Ha! Ihr sucht mich zu überlisten, Herr Philipp? Aber das ist nicht so leicht!' In der Tat war der alte Herr ein sehr gewandter Spieler, der Philipp im Lause des Nachmittags, obwohl seine Partie schlecht stand, doch den Sieg entriß. Da meinte Philipp: „Bei Euch muß man auch auf alle Kniffe wohl acht geben!' Der Alte lachte: „Ja, ja, lieber Philipp

?' „Na, schaden köuut's nicht! Noch immer allein?' „Habe ja jetzt Gesellschaft! Hier, Herr Philivv von Urgenheim hilft mir die Zeit vertreiben! Macht im Auftrage des gnädigen Herrn Bauuutersuchuugeu!' Herr Genthien machte Philipp eine Verbeugung: „Ihr seid ein Baumensch?' „Jawohl, ich bewundere Euren scharfen Blick!' „Nein,' lachte der Grüne, „das war's nicht, der Wolf hat mir's gesagt!' „Ach so! Ja. es ist so, ich habe das Schloß nachgesehen!' „Und vertreibt Herrn Benno die Langeweile?' „Ja. und gern

Philipp zu und sagte: „Nehmt's nicht übel, Herr Philipp! Der Förster und ich spielen schon fünf Jahre bisweilen des Nachmittags unseren Pikett!' „I, wie werde ich? Ich muß zudem etwas ins Freie hinaus!' Er ging; die beiden anderen aber versenkten sich in ihr Spiel. Acht Tage später war Madeleine noch nicht da. Es war am Donnerstage, an dem sie kommen sollte. — Die Postkutsche mußte an Hoh-Barr vorüber. Drinnen im Fond des Wagens saß Madeleine, ein Mädchen von achtzehn Jahren, mit einem schöne
10.03.1906
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Dolomiten

Pages:24 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:25.10.1958

Hits:Page 23
Snippet:
versuchte. „Gut, das wäre also abgemacht“, sagte er fast geschäftsmäßig. „Das Nächste ist jetzt, daß ich gesund werde. Je schneller die Operation vorbei ist, um so besser“, setzte er r.oeh hinzu und sah sich mit Abscheu Im Krankenzimmer um. „Du kannst Grant sa gen, ich sei jederzeit bereit fürs Spital,“ Die Erwähnung von Grants Namen ließ Moira erröten. „Grant läßt sich nicht drängen.“ „Das wollen wir sehen“, grinste Philipp. „Er weiß noch nicht, daß ich jetzt einen An sporn

habe.“ „Das würde keinen Unterschied machen", gab sie dumpf zurück. „Grant tut, was er für richtig hält, v/io er es wahrscheinlich immer gehalten hat." „Da hast du recht." Philipp trug jetzt eine erzwungene Heiterkeit zur Schau. „Er weiß, was er will, aber ich weiß es auch. Ich ge denke nicht, wochenlang zu warten, bis cs dem gnädigen Herrn paßt.“ In dieser Stimmung konnte man nicht mit ihm diskutieren, und Moira ließ die Sache auf sich beruhen. Dann hörte sie Grants Stimme drunten in der Halle; aber sie wußte, daß Philipp Ver

dacht schöpfen würde, wenn sie ihm ent gegenging, und um ihre Unruhe zu verbergen, begann sio im Zimmer aufzuräu'men und Philipps Bott für die Nacht zurochtzumachen. Als Grant dann ins Zimmer trat, sah er aus, als habe er vor der Türe noch schnell eine Maske vors Gesicht gelegt. „Und?“ fragte er und ging zum Bett. „Wie gefällt dir Sir Archibald?“ „Er sieht eigentlich nicht aus wie ein Arzt“, sagte Philipp. „Aber wenn er seine Sache versteht, so bin ich dafür, daß er mich ope riert.“ Grant schaute

ihn erstaunt an, bevor er antwortete. „Ich bin auch dafür. Er ist die größte le bende Autorität auf dem Gebiet, und du kannst ihm vollständig vertrauen." Philipp quittierte diese zuversichtliche Feststellung mit einem längeren Schwelgen, und Grant ging an. Moira vorbei zum Fon- Scbroeftec ttloira ROMAN von JEAN S. MACLE.OD 11 Waldstatt-Vcrlag Einsiedeln, Konstanz ster, von wo er auf den windgepcitschten Park hinunterschaute. „Grant“, sagte Philipp fast herausfordernd. „Moira hat versprochen

, mich zu heiraten.“ Grant fuhr herum, wie von der Tarantel gestochen, und sein Gesicht war aschfahl. „Bist du verrückt geworden?“ fragte er und schaute Moira und niefit Philipp an. „Seid ihr beide verrückt geworden?“ „Nicht daß ich wüßte", sagte Philipp ab weisend. „Wir haben das einzig Vernünftige getan; wir haben für die Zukunft vorgesorgt.“ Grant trat zu ihm hin. „Wann ist es geschehen?" fragte er mit einer Stimme, die Moira niemals als die seine erkannt hätte. „Kaum hattest du uns den Rücken gekehrt
25.10.1958
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Dolomiten

Pages:8 Pages
Media type:Newspaper
Publication date:25.10.1926

Hits:Page 7
Snippet:
Schicksalstücke. (4. Fortsetning.) Roman von Molloy-Walter. „Welch traurige Eristenz für Sie!' sagte Philipp bedauernd. „Und das alles durch jenen Buben! Sind Sie 'Broun niemals wie der begegnet?' „Niemals. Es ist vielleicht auch besser, wenn ich Um nicht miedersehe. Und doch — es kommen Zeiten, wo die Erinnerung an das (Geschehene zu mächtig wird und mich dem Wahnsinn nahe bringt. Dann zieht es mich unwiderstehlich hierher und spät am Abend, wenn alles still ist, betrete ich dies Haus

mit dem Gedanken, vielleicht Braun begegnen und ihn bitten zu können, mir einen kleinen Teil des Geraubten zurück zugeben.' „Ich verstehe Sie vollkommen,' bemerkte Philipp, der wegen seiner Diamanten den gleichen Gedanken gehabt hatte, „doch ich fürchte, selbst wenn Sie Gelegenheit hätten, ihn zu sehen, würde er Ihrer Bitte kein Ge hör schenken.' „Das glaube ich auch,' gab sie seufzend zu, „er hat leider ein Herz von Stein.' Philipp schwieg: er war eigentlich ent täuscht, denn er hatte gehasst, die Geschichte

hat.' Sie hatte ihm still zugehört, doch auf ihrem Gesicht sah mau, wie mächtig es in ihr arbeitete. Ihre dunklen Augen blitzten und ihr Atem ging rascher, als sie leise, mit bebender Stimme hervorsties;: „Vielleicht kann — ich Ihnen helfen.' Philipp starrte sie verdicht an. „Sie mir helfen?' fragte er zweifelnd. „Wie wäre das möglich?' „Weiberlist geht über Männerschlauheit,' entgegnete sie mit schwachem Lächeln, „und wo der Mann keinen Weg mehr sieht, schlüpft die Frau »och dlirch.' „Wollen Sie Hoffnungen

in mir erwecken, die sich doch nicht erfüllen können?' sagte er noch immer zweifelnd. „Das liegt mir fern,' wehrte sie ab. „Ich meinte nur, das; ich Ihnen vielleicht eine Begegnung mit Braun ermöglichen könnte.' „Wirklich?' rief Philipp aufgeregt. „O, sagen Sie mir wie und wo! Wenn das ginge ' „Ruhig! ruhig!' beschwichtigte sie ihn. „Sagen Sie es mir doch!' drängte er von neuem. „Nicht hier,' flüsterte sie, den Schleier vor ihr Gesichl ziehend. „Jbinmen Sie mir mir!' Sie erhob sich, und ohne Widerrede folgte

Philipp ihr aus die Straße hinaus. 8. Kapitel. Beratungen. Schweigend, jedes seinen Gedanken nach hängend, schritten die Zwei, die der Zufall auf so seltsame Weise zusammengeführt hatte, durch die stillen, menschenleeren Straszen. Es war schon spät und mir wenige Menschen begegneten ihnen, von denen der eine oder andere einen neugierigen Blick auf das Paar warf, sich fragend, in welchem Verhältnis der junge, hübsche Mann wohl zu der ärm lich aussehenden, dichtverschleierten Frauen gestalt stehen möge
25.10.1926
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