Risultato ricerca: Rudolf

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Dolomiten

Pagine:12 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:17.07.1963

Risultati:Pagina 3
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HERZOG RUDOLF IV. Die Beziehungen der Habsburger zu Tirol waren so'non nahezu ein Jahrhundert alt, als es 1363 zur Vereinigung der gefürsteten Grafschaft mit Oesterreich unter dem Hause Habsburg kam. Knapp über ein Jahrhundert währte die Herrschaft der Görzer Grafen über Tirol, von 1253 bis 1363. Damals hat ten die Görzer Grafen nach dem Tode des letzten männlichen Vertreters des Ge schlechtes der Grafen von Tirol, die dem Land den Namen gegeben haben, die Herr schaft über Tirol ererbt

. Der zweite Landes herr aus dem Görzer Geschlecht, Mein hard II., unterstützte Rudolf von Habsburg tatkräftig bei der Durchsetzung seines königlichen Rechtsanspruches gegen über dem Böhmenkönig Ottokar Przemysl. Enge verwandtschaftliche Bande Für die mit Truppen und Geld geleistete Tiroler Waffenhilfe, die entscheidend zum Siege des Habsburgers beitrug, wurde Mein hard nicht nur wirksame Anerkennung zu teil, wie etwa die Gewährung des Münz regals, Uoberlassung von Reichsgütem, Be lehnung mit dem Herzogtum

Kärnten und Krain. Das Verhältnis zwischen den beiden Geschlechtern wurde noch enger geknüpft durch die Verheiratung- der Tochter Elisa beth des Tiroler Landesfürsten Meinhard II. mit dem Sohne Albrecht des römischen Königs Rudolf von Habsburg. So waren also alle Beziehungen zwischen den beiden Geschlechtern vorhanden, als nach dem Tode Meinihardis II. 1295 und nach dem Tode seiner Söhne Otto und Ludwig der letzte überlebende Sohn Heinrich ohne männliohe Erben war und die Augen von Bewerbern

, und dann mit dem Wittelsbachcr Ludwig. Die Habsburger schienen damit zunächst aus dem Feld geschlagen. Bald jedoch wurde Mein hard, der Sohn Ludwigs des Brandenbur gers und der Margarete Maultasch, mit der Tochter Margarete des Habsburgers Albrecht, einer Schwester des nachmaligen Herzogs Rudolf IV. 1354 vermählt, und da mit waren die Erbaussichten der Habs burger zumindest gleich, wenn nicht stärker als die der beiden anderen Geschlechter ge worden. Als dann 1361 Ludwig der Branden burger und 1363 der junge Fürst Meinhard

starben und die Witwe Margarete nach dem Tode von Gemahl und Sohn Landes fürstin wurde, griff der 24jährige Habsburger Herzog Rudolf IV. entschieden zu und sicherte damit Tirol dom Hause Habsburg. Rudolfs erster Besuch in Innsbruck Der am 1. November 1339 geborene Her zog Rudolf wuchs am Hof seines Vaters Herzog Albrecht II. des Lahmen oder Weisen in einer Umgebung auf, die seinen Blick für die politischen Vorgänge und Zusammen hänge schon in früher Jugend schärfte. Am Wiener Hof war ein Sammelplatz
17.07.1963
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Dolomiten

Pagine:24 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:31.01.1989

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
Hundert Jahre Tragödie von Mayerling Das unheilvolle Schicksal des Kronprinzen Rudolf / Noch immer geheimnisumwittert Am 30. Jänner 1989jährte sich zum 100. Male der Tag der sogenannten ,Mayer ling-Tragödie !", die in der Presse, besonders in jener Österreichs und des deutschen Sprachraums, aber auch darüber hinaus in d ergänzen zivilisierten Welt bis heute ein breites, nie versiegendes Echo gefunden hat und die heute noch nicht in allen Details vollständig geklärt werden konnte. — Kronprinz

Rudolf, der Thronfolger und einzige Sohn Kaiser Franz Josephs, soll zusammen mit seiner Geliebten — Baronesse Mary Vetsera — durch einen spektakulären Doppelselbstmord seinem Leben ein Ende gemacht haben. Da eine volle Aufdeckung der Tatsachen und Umstände damals für den kaiserlichen Hof in Wien untragbar gewesen wäre, wurde zunächst offiziell eine manipulierte und verkürzte Version der Tatsachen gegeben. Erst nach 1918 konnte man der Sache genauer nachgehen. Mittlerweile waren aber so manche Spuren

bereits verwischt, und die Boulevardpresse hat alle möglichen und unmöglichen Versionen in Umlauf gebracht. Anläßlich der 100. Wiederkehr dieser tragischen Ereignisse sind verschiedene Publikationen erschienen, von denen hier als wichtigste bloß jene von Brigitte Hamann und von Gerd Holler erwähnt seien. Was war geschehen? Am Morgen des 30. Jänner 1889 ge langte an den Hof nach Wien die sensa tionelle Meldung, daß Kronprinz Rudolf in seinem Jagdschloß in Mayerling tot aufgefunden worden sei

für den Kaiser, seine Familie und den Hof noch über den Rand hinaus voll gemacht hätte. Genug, daß die andere Leiche, die der armen 17jährigen Ba ronin Mary von Vetsera, heimlich weg geschafft und in aller Stille nach einigem Widerstand des zuständigen Ordensobe ren auf dem Friedhof von Heiligkreuz beigesetzt wurde, während Rudolf in der Kapuzinergruft, der offiziellen Grabstät te der Habsurger, seine letzte Ruhestätte fand. Wie bereits eingangs erwähnt, sind bis heute noch nicht alle Details der tragi schen

war Kronprinz Rudolf? Wie konnte es mit Rudolf so weit kom men, und wer war diese junge Mary Vet sera? Rudolf war— neben zwei Mädchen — der einzige Sohn des österreichischen Kaisers Franz Joseph und der ob ihrer Schönheit und exzentrischen Lebens weise weltbekannten Kaiserin Sissy (Elisabeth). Der im Jahre 1858 in Laxen- berg geborene Rudolf wurde nach Ge pflogenheit des kaiserlichen Hofes zu nächst von Ammen und seit dem Kin dergartenalter von Vertrauensoffizieren des Kaisers erzogen. Nach dem Willen
31.01.1989
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Dolomiten

Pagine:28 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:16.07.1991

Risultati:Pagina 4
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4 Dienstag 16. Juli 1991 Nr. 163 - ItOfanftW« Acht Kilometer vom Pinatubo entfernt: Ein Hauer sucht mit seinen Kühen in der aschebedeckten Landschaft grü nes Gras. Foto: APA/AFP Auch philippinischer Vulkan Makaturing rumort gefährlich Ordnung ins zerrüttete Reich Vor 700 Jahren starb Rudolf von Habsburg / Böhmenkönig Ottokar als Gegenspieler Vor 700 Jahren, am 15. Juli 1291, starb in Speyer der römisch-deutsche Herrscher Rudolf von Habsburg, dem es in 18jähriger Regierung gelungen

ist er vor 120 Jahren ausgebrochen. Der hundert Kilometer nor- westlich von Manila aufra gende Pinatubo spuckte auch am Montag 5000 bis 7000 Me ter hohe Aschewolken aus. Dabei fiel wieder Vul kanasche auf die Orte San Antonio, Maquineng und Payodpod in der Provinz Zambales. Der am 1. Mai 1218 als Sohn von Graf Albrecht IV. und Hed wig von Kyburg auf Schloß Limburg im Breisgau geborene Graf Rudolf IV. von Habsburg entstammte einer Familie, die schon früh ausgedehnten Be sitz im Elsaß, am Oberrhein

und zwischen Aare und Reuß hatte. Durch Besitzerweiterun gen und kluge, kaiserfreundli che — im 13. Jahrhundert hieß das stauferfreundliche — Poli tik wurden die Habsburger ei nes der bedeutendsten Ge schlechter Südwestdeutsch lands. Rudolf war also nicht der „arme Graf'', wie sein großer Gegner Przemysl Ottokar II. spöttelte. Wegen seiner Dienste für die Hohenstaufen stand Ru dolf mehrmals im Kirchen bann. zuletzt, als er 1267/68 den letzten Hohenstaufen Konra- din nach Italien begleitete. Später besserte

der Ge schichte: Rudolf wurde die Nachricht von seiner Wahl von Friedrich, dem Burggrafen von Nürnberg und Ahnherren des Hauses Hohenzoilern, über bracht — seine Nachkommen sollten rund 600 Jahre später Rudolfs Nachkommen die Vor herrschaft im deutschen Raum streitig machen und sie schließlich gänzlich aus Deutschland verdrängen. Der Papst anerkannte die Wahl Ru dolfs und lud ihn ein, zur Kai serkrönung nach Rom zu kommen. Reichsacht über Ottokar verhängt Ottokar, der Reichsichen, so die Herzogtümer

Österreich und Steiermark entgegen reichsrechtlichen Bestimmun gen an sich gebracht hatte, ver weigerte Rudolf die Anerken nung seiner neuen Würde, wor auf dieser ein Reiehsrcchtsver- fahren gegen Ottokar einleite te. Die Reichstage von Nürn berg 1274. Wiirzburg und Augs burg 1275 bestimmten, daß Ru dolf dem Reich entfremdete Güter zurückgewinnen solle, was offen gegen Ottokar ge : richtet war. 1276 wurde Ottokar zur Belehnung der in seiner Herrschaft befindlichen Län der vorgeladen. Nachdem er ei ner
16.07.1991
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Bozner Zeitung

Pagine:12 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:14.08.1903

Risultati:Pagina 6
Ritaglio testo:
Nr. 184 Zeitung' fSüdtiroler Taablatt) d»n 14 Ananii 1903. Sumpklanck. Roman von Voe» Ouncke?. (Nachdruck d«i»t«ch» 10. ?onsibung. Der'Dberstleutnant, der sich kurz zuvor von Rudolf ein neues Spiel Karten hatte zureichen la»en, da durch eine unbegreifliche Ungeschicklichkeit Bourgeois' ein paar Katten unter den Tisch gefallen waren, hielt noch immer die Bank. Er hatte während der Taillen enorme» Glück gehabt und strich eben wieder fchmunzelud einen Gewinn ein, der seine Jahres- pensiou

bedeutend überstieg. Nobius und Bourgeois waren die Hauptverlierer gewesen. „Nun, Mr. Schmidt, ist die Reihe au Ihnen,' rief mau Rudolf zu. „Sie sollen die Bank übernehmen, Mr. Smith!' drang ein kleiner Engländer eifrig aus ihn, den seine fortgesetzten, wenn auch bescheidenm Verluste an den martialischen Deutschen schmerzten. „Die Bank einem Gast abnehmen, der im Gewinn ist — wo denken Sie hin, meine Herrschaften —? Aber da alle meine Gäste sich jetzt leidlich zu unter halten scheinen, will ich gern

mitpointiren — nur eine neue Cigarette möchte ich mir noch anzünden, wenn Sie gestatten —' Er trat einen Schritt zurück, um sich gegen den Kamin zu wenden, auf dem zu beiden Seiten der Rokoko-Uhr zwei Armleuchter standen. Bourgeois rief ihn zurück. „Wollen Sie nicht erst mal koupiren, Schmidt?' Es waren oie ersten Worte, die der Franzose seit Beginn des Spiels mir Rudolf wechselte. Aber er sah, während er die Worte sprach, nicht zu ihm hin, seine Augen gingen anRudolf vorüber. Rudolf trat neben den Bankier

. „Wenn Si» gestatten, Herr Oberstleutnant?' Der alte Soldat schob Rudolf verbindlich di« Karten zu. .Aber, ich bitte sehr. Ich freue mich, daß unser liebenswürdiger Wirth sich endlich betheiligen will.' Rudols koupirte die vor dem Bankier liegenden Zimten. Dann trat er zniück und warf einen raschen, prüfen» den Blick über die Gesellschaft. Niemand hatt« acht auf ihn. Alles hing mit aufgeregten Blicken an den Händen des Bankiers, der das Spiel abzuziehen begann; Alles blickte gespannt auf den mehr und mehr

sich häufenden Berg von Gold und Banknoten, der vor Rudolf. .Er soll nicht zu kurz kommen. Ich WM es ihm gedenken.' Nachdem die erste Aufregung unter den Pointeurs vorüber war, und der Oberstleutnant seinen Platz ver lassen hatte, wurde Rudolf bestürmt, die Bank zu übernehmen. Nach mancherlei Zögen» und Widerreden bequemte er sich, scheinbar widerwillig, dazu. Er begann mit gewöhnlichen Karten, und ohne den leisesten Versuch zu machen, das Glück zu korrigiren, lieg er dem Spiel seinen wechselnden Lauf
14.08.1903
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Dolomiten

Pagine:16 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:03.03.1971

Risultati:Pagina 16
Ritaglio testo:
Kein „landläufiger Malermeister" Lebensgang und die ersten Entwicklungsjahre des jungen Malers Rudolf Stolz Ignaz Stolz, der Vater der drei Bozner Malerbrüder, war 1840 in Tramin geboren. Seine Frau, Rosa Gardener aus Cavalese, starb 1880 im 36. Lebens jahr, nachdem sie ihm sieben Kinder geschenkt hatte. Die Stube voll Kinder und das Geschäft klein, da hieß es tüchtig schaffen, doch seine viel seitige Geschicklichkeit und sein tätiges Zugreifen an allen, auch den bescheidensten Aufträgen, hoben

das Geschäft. Gesellen kamen ins Haus, auch die eigenen Buben mußten frühzeitig mithelfen und erlernten in Vaters Werkstatt die ersten technischen Grundlagen. Das Geschäft ging bald besser, alles, was der Meister anfaßte, zeigte von Talent und Geschicklichkeit. Rudolf Stolz wurde am 8. Mai 1874 in Bozen geboren. Nachdem Ignaz schon früh selbständig geworden, der jüngste Sohn Albert aber zum Zimmermalen dem Vater Stolz zu klein und schwäch lich schien, hatte er Rudolf zur einsti gen Übernahme des Geschäftes

vorge sehen, und unter dieser Bestimmung mußte Rudolf bis zu seinem zweiund zwanzigsten Jahre in der Werkstatt des Vaters bleiben. Erst im Jahre 1896 ge lang es ihm, für ein paar Monate nach München in die Privatschule des Walter Thor zu kommen und die anatomischen Vorlesungen an der Akademie zu besu chen. Der Vater erlaubte ihm nicht, län gere Zeit fortzubleiben, wobei neben finanziellen Gründen auch die Absicht ausschlaggebend war, ihn nicht zum „Kunstmaler“ werden zu lassen

, damit er einmal die Werkstatt des Vaters im alten Sinne weiterführe. Im Jahre 1901 kam er ein paar Monate nach Wien und befolgte èifrig den Rat, den ihm L. Seitz in München als Ersatz für eine schul mäßige Ausbildung gegeben hatte, flei ßig nach den alten Meistern zu zeichnen und zu malen. Der Herbst 1904 brachte wieder ein paar Reisemonate nach Vene dig, wo bezeichnenderweise die byzan tinischen, stark stilisierten Mosaiken des Markusdomes aus dem 12. und 13. Jahr hundert auf Rudolf den stärksten Ein druck machten

. Er kopierte mit solchem Eifer, daß er sich über die Mittagsstun den, wo die Kirche bis 3 Uhr geschlos sen wurde, vor den Mosaiken der Gale rien einsperren ließ, um nun noch unge störter die herbe hohe Kunst dieser Wunderwerke zu genießen. In der Mar kuskirche machte er einmal die Bekannt schaft mit dem Berliner Dekorations maler Hofmann, der ihn zu sich nach Berlin nehmen wollte. Es hieß jedoch wieder nach Hause gehen, aber im Früh jahr 1906 gelang es Rudolf doch, sich auf ein Jahr frei
03.03.1971
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Innsbrucker Nachrichten

Pagine:24 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:26.10.1929

Risultati:Pagina 15
Ritaglio testo:
Sd)a>eicieft* Novelle von Theocior LLorm. Tie lachte: sie hatte es längst heraus, daß sie ihm nicht die rechte sei, und das Gespräch wandte sich in zierlich spitzen Reden weiter, die bald lebhaft hin und wieder flogen. Als aber Anna jetzt den Kopf zurückwandte, da traf sie ein so leidenschaftlicher Blick aus Rudolfs Augen, daß ein Helles Rot ihr über Stirn und Wangen schoß. Verwirrt, das Haar sich langsam von der Stirne streichend, blickte sie ihn an. „Ihnen rst doch wohl, Herr Rudolf?" frug

sie stockend: die offenen Lippen schienen kaum zu wissen, was sie sprachen. Auch war die Frage wenn nicht ohne Grund, doch jedenfalls zu früh gestellt: denn erst jetzt, wie von innerer Erschütterung, erblaßte das Ge sicht des jungen Mannes. Als aber statt seiner die muntere Freundin der voran gehenden znrief: „Wen meinst Du, Anna? Doch nicht Herrn von Schlitz? Dem ist sehr wohl: er mag nur seine Schütze nicht verschwenden." Da hatte Rudolf es gewagt, sich nur noch tiefer in die blauen Augen zu versenken

. „Sehr wohl!" sagte dann auch er, die beiden Worte leise betonend. Und das jungfräuliche Antlitz, das wie gebannt ihm stillgehalien hatte, lächelte und wandte sich zurück, und Rudolf sah noch einmal die tiefe Purpurglut es über- strömeu. In träumerischer Hingebung lauschte er jetzt dem reinen Klang ihrer Stimme, wenn sie aus Bernhards Fragen über die soeben erreichte Holzung diesem jede Auskunft zu erteilen wußte. Freilich wurde dieser Stimmung bald ein Dämpfer auf gesetzt: denn seine Hoffnung

, auf dem Rückwege nun an Annas Seite zu gehen, wurde nicht erfüllt: beflissentlich, wie ihm nicht entgehen konnte, hatte sie sich zu Bernhards Schwester gesellt: ja, die beiden Mädchen enteilten ihnen bald völlig, wie sie angaben, um den gestrengen Herren die Abendmahlzeit anzurichten. Einsilbig folgten diese: beide schienen ganz den eigenen Gedanken nachzuhängen: um der Mahlzeit willen hätten die Mädchen nicht so eilen brauchen. Nach dem Abendessen waren die auswärtigen Gäste fort gefahren, und auch Rudolf

und seine Mutter, von Anna und dem Pfarrer vor die Haustür geleitet, nahmen Ab schied uud schritten durch die kühle Herbstuacht ihrer Wohnung zu. Schon hatten sie den kleinen Vorgarten des Küsterhaüses betreten, als es der Mutter einfiel, daß sie eine notwendige Bestellung an die Frau Pastorin ver gessen habe: aber vielleicht war es ja noch nicht zu spät, und Rudolf machte sich auf den Rückweg, um womöglich das Versäumte nachzuholen. Unter den Strohdächern der Bauernhäuser, welche an der Dorfstraße lagen
26.10.1929
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Dolomiten

Pagine:12 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:11.02.1931

Risultati:Pagina 9
Ritaglio testo:
: „Wolken in der Land schaft'. ein Vortrag, erläutert durch Lichtbilder. Die Mitglieder werden gebeten, ansgeliehene Werke und Zeitschriften an dag Archiv zurück zustellen. SvenSen Dem Binzenzoerein Bolzano spendete Unge nannt Lire 59.—. Zum Andenken an Herrn Albert Battisti von Gebrüder Vanzo. Castel- rotto, für eine bedürftige Familie von Bolzano Lire 59.—. Als geistige Blumenspende für Herrn Heinrich Mörawetz von K. Mumelter Lire 29.—. Im Andenken an Herrn Rudolf Carli spendete Herr und Frau

Architekt Lina Madllc Lire 30.—. Anstatt eines Kranzes auf das Grab des Herrn Rudolf Carli von der Buchdruckerei Vogelweider Lire 59.—. Binzenzverein. Dem ungenannten Spender von S. Michele d'Appiano für 100 Lire zn Bettzeug für unsere Armen ein herzliches „Bergeltsgotti * Spende. In treuem Gedenken seines lieben Detters Rudolf Carli spendete Otto Earli mit Familie dem Iesuheim Lire 50.— und dem Binzenzverein Lire 50.—. Für die frei«. Rettungsgrsellschast. Dein An gedenken Herrn Rudolf Earli

von Dr. Tetzmann Lire 50.—. Statt Blumen auf das Grab des Herrn Rudolf Carli von Alex, und Emilie Johannes Lire 50.—. Dem St. Binzenzverein Gries. Als geistige Blumen spende auf das Grab des Herrn Schmid, Oberrautner. spendeten: Familie Tutzer. Alt- mehner, Lire 30.—; Familie Pichler, Schuster, Lire 10.—. Die Stanimgäste vom Euntschnahos Lire 365.—, davon Lire 177.50 für das Jesu- heim und Lire 177.50 für den St. Vinzcnz- verei» Gries. Als geistige Blumcnipende auf das Grab des Herrn Rudolf Carli, Ralles

. von Familie Tutzer. Eisenkeller, Gries, Lire 50.—. Das Maqrlische Arbeitshaus hier hat zum ehrenden Gedächtnis an den langjährigen Stiftungskurator, Herrn Rudolf Earli, den Betrag von Lire 200.— an .zehn arme Arbei terinnen verteilt. Für das Iesuheim. Im Andenken an seinen lieben, guten Freund. Herrn Grotzgrundbesitzer Rudolf Carli, spendete Architekt Walter Norden Lire 50.—. In treuer Erinnerung an ihren lieben Detter Herrn Rudolf Carli von Anna Decorona Lire 50.—. Zur ehrenvollen Erinne rung an Herrn

Rudolf Carli spendete die Bor- stehung des Wein-, Obst- und Gartcnbauvereineg Bolzano Lire 100.—. Anstatt Blumen auf das Grab ihrer lieben Nichte Elisabeth Neuhauser spendete Josef und Maria Geier Lire 40.—. Bon einem Priester Lire 100.—. Zum Andenken an liebe Verstorbene Lire 20—. Ungenannt^ Merano. Lire 5.—. Statt eines Kranzes aus das Grab des Herrn Nndols Carli von Familie Adolf Schumacher Lire 50—. Anstatt eines Kranzes aus das Grab der Frau Elisabeth Neu hauser spendete Familie Nnner, Terlano
11.02.1931
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Dolomiten

Pagine:20 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:08.05.1974

Risultati:Pagina 14
Ritaglio testo:
im Wi derstreit“ vom 7. Mai 1974 wird erklärt, daß die Gewerkschaft AGB/CGIL mit einer Stellungnahme in die Öffentlich keit getreten ist und für die Scheidung wirbt. Diese Behauptung entspricht nicht der Wahrheit. Der „Offene Brief der Südtiroler Gewerkschafter ist die Mei nung einzelner Gewerkschafter und nicht die Stellungnahme des Allgemei nen Gewerkschaftsbundes CG1L. Zum 100. Geburtstag von Rudolf Stolz Von der überzeitlichen Aussagekraft des bedeutenden Bozner Malers (1874—1960) Das mnlcrischc Werk

der drei Brüder Stolz gehört zum wichtigsten Bestand der Tiroler Malerei der ersten lahrhundcrthälftc, und vielen ist noch die tägliche Bekanntschaft mit Ignaz, Rudolf und Albert Stolz wohl in Erinnerung. Kaum möchte man glauben, daß cs bereits ein jnhrhundcrt her ist, daß der mittlere der Brüder, Rudolf Stolz, am 8. Mai 1874 in Bozen geboren wurde und seit seinem Tod am 6. August 1960 schon wieder 14 Jnhrc verstrichen sind. Das Werk dieser bedeutenden Bozner Maler ist in zahlreichen Fresken

, nicht nur in Tirol, in vielen Ölbildern, Aquarellen und Zeichnungen erhalten, und die Gemeinde Sexten hat in Dankbarkeit ein Rudolf-Stolz-Muscum errichtet. Die drei Brüder Stolz wurden in der Talfcrstadt geboren und haben, so aus gebreitet ihr Schaffen auch war, vor wiegend in ihrer Heimatstadt gelebt. Das Geschlecht kam aus dem Bozner Unterland. Vor sieben Generationen hatte dort im uralten Salum 1701 Mat thias Ignaz Stolz die Anna Ursula Raif- fer aus Buchholz geheiratet. Dessen Sohn Franz wurde Wundarzt

und ließ sich in Kurtatsch nieder. Dessen Sohn Franz und Enkel losef wirkten als Wundärzte in Tramiti. Erst die nächste Generation ergriff das Malergewerbe und tibcrsicdeltc nach Bozen. Noch in Tramin geboren, 1833 Rudolf und 1840 Ignaz Stolz, kamen beide in Bozen in die Lehre und zogen als Malergesellen durch Salzburg und Bayern. Ignnz Stolz vermählte sich, heimgekehrt, 1864 mit Rosa Gardcncr aus Cavalese und lebte als Handwerker in Bozen. Nährte die Arbeit als Anstreicher, Maler und Lnk- kicrer

und künstlerische Arbeit und erwarb viele Erfahrungen und Kenntnisse. Im Sep tember 1907 starb, 67 jalire alt, der Vater, und Rudolf Stolz übernahm Ge schäft und Haus in der Rauschertor- gassc. Zur Sicherung der Existenz der Familie mußte er vor allem gewerbliche Arbeiten durchführen und konnte sich nicht mit ganzer Kraft künstlerischem Schaffen widmen. Aber die hervorra gende handwerkliche Schulung gab sei ner künstlerischen Entwicklung eine solide Grundlage, wie sie heute selten einem Künstler zuteil
08.05.1974
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Dolomiten

Pagine:16 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:17.04.1969

Risultati:Pagina 10
Ritaglio testo:
V fcJ :jl ,< v ulf Li£ 'Jiic& 3»-? ■ÄUSj^iis- jey> •/V «riii ' -i’». trjL'* „t,.\!, SS Dolomiten NACHRICHTEN AUS SUDTIROL Donnerstag, den 17. April 1969 — Nr. 88 PUSTERTAL Rudolf-Stolz-Museum in Sexten Bei der Einweihung sprach Clemens Holzmeister zu den illustren Festgästen Nachdem ununterbrochener Schneefail in der Nacht zum 13. April Sexten und seine Umgebung wiederum in ein win terliches Kleid gehüllt hatte; konnte dort am Sonntag selbst bei schönem Wetter das neue Rudolf-Stolz-Museum einge

weiht werden. Nach der festlichen Messe, die der Ortspfarrcr zelebrierte, begaben sich die Festgäste über die Treppe des Fried hofes, wo Rudolf Stolz eines seiner schönsten Werke, den „Totentanz“ schuf, hinunter zum Hauptplatz von Sexten, wo das neue Museum steht. Das von Arch. Dr. Erich Pattis, einem Schwieger sohn des 1960 in Sexten verstorbenen Meisters Rudolf Stolz, erbaute Museum ist. nach außen schlicht und einfach; die beiden Ausstellungsräume im Innern sind trotz der schönen heimatlichen Bau

, darunter außer Clemens Holzmeister, Arch. Pattis und den Töchtern des Malers Rudolf Stolz mit ihren Familien auch Landes hauptmann Dr. Magnago, Senator Dr. Volggcr, Kulturassessor Dr. Zeiger, den Präsidenten des Landesverbandes für Heimatpflcge, Dr. Norbert Mumeltcr, so wie die vielen Gäste aus dem In- und Ausland. Er dankte dem Land und allen, die mitgeholfcn haben, dem gro ßen Maler in seiner Wahlheimat Sexten (wo er jahrzehntelang gelebt hat und 1960 auch gestorben ist) ein würdiges Denkmal

zu errichten. Vizeassessor Zeiger drückte seine Freude über das schöne und zweckent sprechende Gebäude aus, dessen Errich tung er zuerst wegen der nicht zentra- Das Buch 1 „Rudolf Stolz” t Ist durch die Eröffnung des Ru- j doIf-Stolz-Muscums neuerdings ak tuell geworden. ! 1 . ST ' Lassen Sic sich das Buch beim < 'WhÙ;' Verlag Buchhändler oder im Museum vor- ; legeni J.F. Amonn AG Preis: 2500 Lire j Bozen-Meran ben sich die Ehrengäste an dern Sclbstporträt am Eingang und an den ersten großen Skizzen

zu Rudolf-Stolz- Frcsken an der breit angelegten Treppe vorbei — zum ersten Museumssaal. Mit Recht hob der weltberühmte Ar chitekt Clemens Holzmcister, der die Festrede übernommen hatte, das Mu seum als vorbildlich für museale Bauten dieser Art hervor. Weiters betonte er, dnß cs natürlich nicht möglich gewesen sei, Originalfreskcn in ihren Bestim- • mungsorten loszulösen und im Museum auszustcllen, aber die hier gezeigten Entwürfe stellen nach den Worten des Redners nicht einen Ersatz dar
17.04.1969
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Innsbrucker Nachrichten

Pagine:24 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:23.11.1929

Risultati:Pagina 17
Ritaglio testo:
des Spinnen- gebilöes war es ein Hundskopf, der sich wie gierig aus dem Leib hervordrängte. Aber mit wie großer Emsigkeit auch Rudolf diese selt same Arbeit zu betreiben schien, sie war doch nur der Punkt, von welchem aus seine Gedanken sich ihre fin- ' steren Gänge wühlten. Er hatte eben die Feder fort geworfen, als Anna nach einem tiefen Atemzug die Augen aufschlug. „Du, Rudolf?" und wie ein erstauntes Kind blickte sie um sich her. „Aber du arbeitest nicht mehr, weshalb sind wir nicht zu Bett gegangen

an: „Weshalb nimmst du deinen Arm fort, Rudolf? Du hältst mich jetzt so selten nur in deinem Arm!" Er riß sie heftig an sich, uns rioch einmal sank ihr Kopf an seine Schulter: wie in Angst, als ob sie ihm entschwin deil könnte, umschloß er sie mit beiden Armen. So saßen sie lange: nur die Atemzüge des einen waren dem anderen hörbar. „Anna!" kam es zuerst dann über seine Lippen. ,^Ja, Rudolf?" „Was meinst du, Anna" — aber cs war, als würbe er nur mühsam seiner Worte Herr — „ich dächte, wir könnten morgen

wohl zu Bernhard fahren?" ,Lu Bernhard?" Sie hatte sich losgewunden, das Kartenhaus, das sie sich mit so viel Sorge aufgebaut hatte, drohte einzustürzen: Rudolf war nicht eifersüchtig! Oder — als ob sie alles um sich her vergesse, stand sie vor ihm — sollte es mit dieser Reise eine Liebesprobe gelten? Wie auf sich selber scheltend, schüttelte sie zugleich das Haupt: aber sie mühte sich umsonst, ein anderes zu er- grübeln: der Ton seiner Stimme war nicht gewesen, als ob er sie zu einer Lustreise

hätte auffordern wollen. Und jetzt hörte sie dieselbe Stimme wieder: „Du ant wortest mir nicht, Anna!" Sie warf sich vor ihm nieder: „Rudolf, geliebter Mann! Wann und wohin du willst!" Ein leuchtender Strom brach aus den blauen Augen, und die jungen Arme streckten sich ihm entgegen. Aber nur eine kalte Hand legte sich auf ihr Haupt, das flehend zu ihm aufsah: ,/So laß uns versuchen, ob wir schlafen können." * * * Am anderen Morgen saß Rudolf schon wieder früh am Schreibtisch, seine Feder flog

, lag am Ende derselben, durch einen sonnenhellen Raum getrennt, das Wohnhaus vor ihnen. „Da ist schon Bernhard!" sagte Anna und wies auf eine kräftige Gestalt, welche neben der Haustür stand und, die Augen mit der Hand beschattend, dem ankommenden Ge fährt entgegensah. Rudolf nickte nur, und Anna sah es nicht, daß seine Hände sich wie in verbissenem Schmerz zusammenballten: nur das Pferd, das er am Zügel hielt, empfand es und bäumte sich in seiner Deichsel. Als der Wagen vor dem Hause anfnhr
23.11.1929
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