Risultato ricerca: Otto

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Dolomiten

Pagine:67 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:22.05.1999

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
MOIIlttOt - Nr. 118 Samstag/Sonntag/Montag I 22./23./24. Mai 19991 INTERVIEW / Zeitzeuae „Europa muß wachsen wie ein Baum...!“ Nach zwanzig Jahren Mandat zieht Otto von Habsburg, Alterspräsident des Europäischen Parlaments, Bilanz iü0päische .Straßburg/Brüssel (bai) - Seit der ersten Direktwahl im • Juni 1979 gehört der Sohn des österreichisch-ungarischen Kai serpaares Karl und Zita und Internationale Präsident der Pan- europa-Union, Otto von Habsburg, dem Europäischen Parlament

mit unse ren östlichen Nachbarn für denkbar gehalten. Beides ist heute selbstverständlich. Wir haben keinen Grund zum Jam mern, aber auch keinen, mit dem Arbeitseifer nachzulas sen! Itolomlteit: Auch in Südtirol gibt es viele Menschen, die sich fragen: Was bringt mir Europa eigentlich? Otto von Habsliurg: Die eu ropäische Einigung überwindet die nationalstaatliche Eintei lung des europäischen Konti nentes. Deshalb ist sie gerade im Interesse der Volksgruppen, denen die Nationalstaaten nicht gerecht wurden

. Durch den Fortschritt in der Einigung und den EU-Beitritt Öster reichs hat die künstlich gezo gene Grenze am Brenner an Be deutung verloren. Das hat nicht nur eine wirtschaftliche und kulturelle Dimension, sondern auch eine Wirkung auf das Be wußtsein der Menschen. Dolomiten: Nach 20 Jahren als einer der engagiertesten und prominentesten Europaabge ordneten werden Sie in diesem Jahr nicht erneut kandidieren. Wie beurteilen Sie die Bilanz des EP nach 20 Jahren? Otto von Habshure: Das Eu ropäische Parlament

ist. Darüber hinaus hat es sich mehr als einmal zur Stimme ganz Europas und aller europäischen Völker gemacht. ÜOlOllUtott: Ist das Europäi sche Parlament mehr als eine zweite, im Schatten des Rates stehende Kammer der Gesetz gebung in der EU? Otto von Hahsburg; Zweifellos! Das Europäische Parlament hat sich selbst immer wieder als eine Stimme des Gewissens ge sehen. Darum nimmt es Stel lung zu Verletzungen der Men schenrechte und macht sich zum Anwalt jener europäischen Völker

es in der Europäischen Union zu langsam voran; andere finden die Macht Brüssels heute schon bedrohlich. Sind Sie mit der Geschwindigkeit des Eini gungsprozesses zufrieden? Otto von Habsburg: Europa muß wachsen wie ein Baum, und darf nicht hingestellt wer- LEBENSLAUF „Wenn die Union an Gewicht gewinnt, ver liert damit - aus Süd tiroler Perspektive - Rom an Bedeutung. Die Stärkung der EU, davon bin’ ich überzeugt,,wird,., zugleich,eine Stärkung der Regionen bringen.“ Otto von Habsburg Dolänritett: Dennoch sind bis her
22.05.1999
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Dolomiten

Pagine:16 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:16.04.1927

Risultati:Pagina 7
Ritaglio testo:
, die wie ein Lenzer,vachen durch Seele geht. Bernhard Schmuck hieß der eine, und er war eines Bauern Sohn aus einem einsamen Bergdorfe. Kräftig war seine Gestalt, kräf tig die Brust, butterfrisch sein Gesicht, und sein Benehmen noch still und bedächtig. Der andere Bursche bieß Otto. Er war der fröhlichere, die Augen leuchteten und gin gen mutig über die Weile, und manchmal kam ein Lied aus seiner Brust und seine junge, helle Stiinme verklang dann seligfrah in der stillen Landschaft. O Täler weil, o Höhen

! — Ei das war «in Gehen und Wandern. Was wollte inai, in diesen Tagen alles tun! Bernhard träumte schon von Auer- hähnen, wenn Beiter Franz mittun wolle, der sie alle kenne. Und auch der weise Horaz steckte in seiner Tasche und Schillers Teil. Das wollte er alles durchnehmen, fleißig wie immer. Otto schlang seinen Arm um seines treuest:» Kameraden Schuttern und lachte. Er htte kein Buch in der Tasche, aber Pläne halte er auch, und wenn sie wieder beisam men wären, wollte er ihm erzählen, are er , alles ausgx richtet

habe. | Im nächsten Dorfe rrennien sie sich, Bern hard stieg bergan seiner Heimat zu, Otto blieb aus der Straße, bis ihn ein Wagen einholte, der ihn in das Dorf brachte, wo sein Bater Arzi mar. s Abends war Otto zu Haust, faß rückwärts :m alten Familienziminer, in dem es noch f ganz warm war von kleinen Er.iinerimgcn , und goldenen Träumen. Nichts hatte sich j geändert, nur etwas freundlicher und glück seliger über seine kurze Gcgenioarl waren alle Dinge geworden, auch die Geschwistene. Man bestaunte seine Uhr

. seinen Hm, seinen Kragen, und als er sogar eine Zigarre aus der Tasche zog und sie fachgerecht anzündete, da war es auch mit der Fassung der Frau Mama aus, die bisher nur dagestfstn und ihren stillen Blick über den Sohn hatte gehen lassen. In dem Augenblicke nämlich, als ihr Otto die Zigarre auzündete, war er in ihren Augen nicht mehr e-n Knabe, sondern das erst--mal ein junger Mann und das rührte sie fast zu Tränen. Auch der Herr Doktor, als er einige Zeit später vom Stainmrisch nachhause kam. stimmte

in dieses Urteil und fühlte sich ge hoben. Otto war für ihn offenbar schon ein Stück Leben, ein Stück Zukunft, die sich vor seinen Blick atckzulvnten begann. So verging der erste Abend in frohem Er zählen und Berichten, und die Nach: erwa - tete Otto in seinem kleinen Schlafzimmer. wo er bald glücklich eimchlier. Mil der ersten Frühsonne, die sich goidigrvi über die schnee igen Berge ergoß, sprang er ans und ging ins Freie. '21h, dieie starke, kühle Lnf, eines Aprilmorgens! Aus dem Wolde schlugen , schüchterne
16.04.1927
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Dolomiten

Pagine:40 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:20.11.1997

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
ÜOfoinifcn . Nr. 268 mnthmmund und meinunq Donnerstag 20. November 1997 Vom Thronfolger zum Parlamentarier MONARCHIE/Jubiläum Otto von Habsburg wird 85 Der jugendlichste Alterspräsident Europas - Kaisersohn und Paneuropa-Chef Otto von Habsburg, Sohn des IetztenKaisersvon Österreich, applaudiert am Samstag, 15. November1997, während einer von der CSU und Paneuropa veranstalteten Feier zu seinem 85. Geburtstag auf dem Klosterberg von Andechs einer Blaskapelle, die ihm ein Ständchen spielte

Otto genoß eine europäische Erziehung. Als Kind wurde er in Ungarisch, Tschechisch und Deutsch unterrichtet, lernte kroatische Gebete. Sei ne Matura legte er nach öster reichischem und ungarischem Lehrplan in Spanien ab. An der Universität von Löwen in Belgien erwarb er 1935 ein Doktorat in Politik- und So zialwissenschaft. ;■ Hitlers Einmarsch in Öster reich am 11. März 1938 voll zog sich unter dem Codena men „Otto“. Gegen Otto wur de Haftbefehl wegen Hoch verrats erlassen

, weil er in der französischen Presse zum Wi derstand gegen den Anschluß durch Nazi-Deutschland auf rief. Otto gelang mit seinem Bruder Carl Ludwig die Flucht in die USA, wo er die Kriegsjahre 1940-44 ver brachte. Er gewann das Ver trauen von Präsident Frank lin D. Roosevelt und betrieb im Kongreß Lobbying für ein selbständiges Österreich. Österreichischen Boden be trat Otto erstmals in Tirol 1945, das er wegen drohender Ausweisung nach wenigen Stunden wieder verließ. Am 31. Mai 1961 gab er seine Verzichtserklärung

ab. Der Verwaltungsgerichtshof erachtete die Erklärung Ottos als ausreichend, doch am 4. Juli erklärte der Nationalrat ihn mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ für unerwünscht. Handschlag mit Kreisky Erst am 1. Juni 1966 erhielt Otto Habsburg einen österrei chischen Reisepaß ohne Ein schränkungen. Seine erste Kurzreise nach Tirol am 31. Oktober 1966 führte zu Pro testen. Im Mai 1972, beim 50,-Jahr-Jubiläum der Pan- europa-Union, kam es in Wien zum historischen Handschlag zwischen ihm und Bundes kanzler Bruno Kreisky. ■ 1978 erhielt Otto

auch die deutsche Staatsbürgerschaft (er durfte das „von“ in seinem Namen behalten), die ihm ei ne politische Tätigkeit für die bayerische CSU gestattet. Seit der ersten Direktwahl des Europäischen Parlaments 1979 sitzt er als CSU-Abge- ordneter im Straßburger EU- Parlament. Seit 1997 ist Otto von Habs burg Alterspräsident des Eu ropäischen Parlamentes. Seit 1951 ist er verheiratet mit Regina Prinzessin von Sachsen-Meiningen und hat fünf Töchter und zwei Söhne. Seit 1954 lebt der Kaisersohn in Pöcking
20.11.1997
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Dolomiten

Pagine:28 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:20.11.1987

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
„Ich habe keine Sekunde vertrödelt“ Otto von Habsburg, der Sohn von Kaiser Karl I., feiert heute seinen 75. Geburtstag „Hallo, Otto“, rufen die englischen Angehörigen des Europäi schen Parlaments. „Kaiserliche Hoheit“, sagen die meisten Mitglie der der CDU/CSU-Fraktion. „Otto Habsburg“ heißt er in den offi ziellen Drucksachen. Der Angesprochene antwortet in jedem Fall gleichermaßen freundlich: Dr. Otto von Habsburg, heute Staatswis senschaftler und Europaabgeordneter, Sohn des letzten europäi

schen Kaisers, der „von Gottes Gnaden“ in seinem Titel führte, fei ert am heutigen 20. November seinen 75. Geburtstag. Otto von Habsburg (links) Im Jahre 1977 mit Kaiserin Zita und Kaiserenkelin Daniela, Tochter seines Uruders Rudolph. Rechts Otto von Habsburgs Tochter Andrea von llabsburg-bothrin- gcn mit KrbgrafKarl Rügen zu Neipperg nach ihrer Trauung vorder katholischen Pfarrkirche von Pöcking am Starnberger Sec. Photo: tlpa Ähnlich wie bei Konrad Adenauer, der im gleichen Lebensjahr gerade zwei

politischen Gestalten der Ge genwart, dessen bisheriges Leben sich in drei Phasen unterteilen läßt: — geboren und erzogen als Anwärter für die Kronen der einstigen Donaumonar chie, — mit der Familie Jahrzehnte im Exil, von den Nationalsozialisten steckbrief lich verfolgt und mit dem Tode bedroht — sowie inzwischen seit achteinhalb Jahren Mitglied des Europäischen Par laments. Otto von Habsburg als knapp Zweijähriger mit dem legendären Kaiser Kranz Joseph (18:10—1916) Photo: Karl Heinz Reger In vielen

Geschichtsbüchern findet sich ein Bild, das den alten Kaiser Franz Joseph (1830 bis 1916) zeigt, an dessen Knien ein Kind im Röckchen lehnt, gera de zwei Jahre alt. Das Photo entstand 1914, und es wäre sicher übertrieben, den heutigen Politiker nach seinen da maligen persönlichen Eindrücken zu frugen. „Ich erinnere mich aber noch sehr ge nau an den Tod des Kaisers und an seine Beerdigung, an der ich ja teilgenommen habe“, sagt Dr. von Habsburg heute. Das Kind Otto erlebte zwei Jahre spä ter, wie Wachen

, die tags zuvor dem Kai serhaus noch die Treue schworen, plötz lich weg waren. Nach vergeblichen Re staurationsversuchen landeten Karl und Zita, das Kaiserpaar, mit sieben Kindern auf der Insel Madeira. Als Bub erlebte Otto von Habsburg dort einen Vater, der erstmals Zeit für ihn hat, der mit ihm stundenlang spazie rengeht, spricht (während des Krieges waren seine Eltern ja ständig unter wegs). Otto von Habsburg: „So hatte ich zumindest einen kindlichen Überblick über das Leben meines Vaters erhalten
20.11.1987
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Volksblatt

Pagine:8 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:19.06.1920

Risultati:Pagina 5
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schweren Kerkers. Gine Schm»gs!evsefchichte. Am 18. Juni hatten sich vor dem Schwur» keuchte Bozen Otto Ortler, geboren 1901 in Snlfs, dort zuständig, Bauerssohn; dessen Bruder Eduard Ortler, geboren 1897 in Stilfs, dort Mündig; Rudolf B urger, geboren 1839 in Stilfs, dort zuständig, verehelicht, Maurer, und Engelbert Pinggera, geboren -1390 in Stilfs, d»rt zu ständig, ledig, Bergführer, wegen Verbrechens des Betruges zu verantworten. Tatbestand: Der An geklagte Otto Ortler traf Ende August 1S19

zu fällig mit dem Monteur Franz Oswald aus Münster in der Schweiz, der auf den schweizerischen Grenz bergen Tierseuchenwache zu halten hatte, an der schweizerisch-italienischen Grenze zusammen. Franz Oswald erzählte dem Artler, daß sein Bruder, der Monteur Äugustin Oswald in Münster, Gold zu verkaufen hätte. Otto Ortler vereinbarte nun mit Franz Oswald, daß. dieser feinen Bruder Augustin veranlasse, an einem bestimmten Tage mit dem Golde zur Grenze zu kommen, woselbst dann ge handelt werden ssllte

.. Von dieser Vereinbarung erzählte Otto Ortler hernach dem Angeklagten Rudolf Bürger und Engelbert Pinggera. Diese beiden heckten nun den Plan aus, sich auf billige Weise in den Besitz des erwarteten Goldes des Schweizers zu setzen. Sie weihten auch den Otto Ottler m ihren Plan ein, der auch ohne weiteres darauf einging. Dieser Plan bestand darin, daß einer von ihnen den Schweizer auf der Grenze er warte und ihn, als anscheinend redlicher Käufer, die Ware abnehmen unb die beiden anderen sich in der Nähe

in den Hinterhalt legen, im geeigneten Zeit punkte hervorbrechen und die Eigenschaft eines uaUenischen Finanzier! vortauschen. Am verab redeten Tage irafen sich die beiden Parteien aber nicht an der Grenze, weil Augustin Oswald sich verspätet hatte. Da Oswald an der Grenze niemand antraf, stieg er auf der Tiroler Seite bis zum Hofe der Ortler nach Stilfs ab, um den 1'244 Kilogramm schweren Kluwpeu 18karätiges Schmelz gold, das er in der Heimat um LL00 Franken das Kilogramm gekaust hatte, dem Otto Ortler anzu

bieten. Otto Ortler schlug den Ankauf des Goldes unter der Vorgabe aus, der Herr, der das Gold kamen wolle, sei aus Meran nicht gekommen. Er vereinbarte aber mit Augustin Oswald eine neuer llche Zusammenkunft auf der Grenze für den 2. Sep tember 1919 und trug dem Oswald auf, daß er auch eins größere Menge Saccharin mitbringe, weil kr sur solches Bedarf habe. Am 2. September erwartete Otto Ortler den Augustin Oswald an der Grenze, Burger und -Mngqera versteckten sich, mit Gewehren ausgerüstet, am Wege
19.06.1920
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Innsbrucker Nachrichten

Pagine:20 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:31.08.1940

Risultati:Pagina 12
Ritaglio testo:
über die abgeernteten Felder. Der Seespiegel erschauert ein wenig, als fröstle ihn. Die Fichten stehen klobig und schwer. Da und dort taumelt ein Buchenblatt zu Boden. Die Szene wird unwirklich wie auf dem Theater. Das goldene Licht selbst, in dem alles greifbar nahe scheint, die Berge, die Bäume, die Die Schorcheilstänzerrn / von Jo fjeinns Nösler Die Freunde erwarteten Otto. Otto lebte in Oschatz und wenn man Otto Glauben geschenkt hätte, hätte Oschatz das reinste Babel sein müssen. Denn was Otto alles in Oschatz

er lebt haben wollte Die Freunde waren nicht faul gewesen. Am Vorabend gingen sie ins Trokadero. „Kann Isolde an unseren Tisch kommen?" „Isolde wird sogleich erscheinen." Isolde, die Schönheitstänzerin kam. „Isolde, bist du zu einem guten Spaß aufgelegt?" „Mit mir kann man Pferde stehlen, Iungens!" Die Freunde rückten näher. „Morgen kommt Otto aus Oschatz", berichteten sie, „Otto ist ein toller Angeber und hält sich für einen Weiberhelden. Er lügt, daß sich die Balken biegen. Mit jedem Mädel

will er etwas gehabt haben. Deswegen bringen wir ihn zu dir. Du wirft ihn sofort erkennen und freust dich über euer Wieder sehen. Du warst mit ihm in Oschatz zusammen!" „Ich war nie im Leben in Oschatz!" „Das ist ja der Witz! Aber du tust so! Einverstanden?" Isolde nickte. „Einverstanden." Als die Freunde mit Otto und ihren Ehefrauen im Trokadero ankamen, tanzte Isolde gerade ihre Orientalischen Nächte. Die Männer hielten den Atem an. Das war zu verstehen. Denn was zu sehen war — und es war viel zu sehen

— war wunder schön. Diesen nackten Tatsachen konnte sich auch Otto nicht ver schließen. Begeistert klatschte er in die Hände. Er hätte es nicht tun sollen. Denn in diesem Augenblick traf ihn Isoldes Blick. Sie riß eine Rose aus ihrem Haar und warf sie Otto zu. Otto verbeugte sich geschmeichelt. „Kennst du sie, Otto?" „Ich weiß nicht recht " „Etwa aus Oschatz, Otto?" Die Freunde sahen sich erwartungsvoll an. Würde Otto in die gestellte Falle gehen? Da trat schon Isolde an den Tisch. Sie sah bezaubernd

aus. „Otto! Mein lieber, guter Otto!", ries sie und zwinkerte uns zu, „so eine Ueberraschung, dich wieder zu sehen! Wie geht es dir? Was macht Oschatz?" „Wieso Oschatz?" „Wir waren doch in Oschatz zusammen!" „Ausgeschlossen!" Isolde machte ihre Sache ausgezeichnet. „Otto! Das ist doch nicht dein Ernst?", rief sie, „verleugnest du mich? Hast du deine warme, weiche, süße Iso schon ganz ver gessen? Weißt du nichts mehr von meinem Hausschlüssel, den ich dir schon am dritten Tag gab? Weiht nur nicht mehr
31.08.1940
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Dolomiten

Pagine:52 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:20.01.1994

Risultati:Pagina 39
Ritaglio testo:
Dolomiten Sport-Journal fyo/it-N'O'itfity*' Donnerstag, 20.'Jänner 1994 11 Daß der Cortinese vom Tre-Croci-Paß namens Otto Menanti kein Freund von SOdtiroler Skirennsportlem war, wußte man, obwohl der „Skipapst" geradeaus unserem Lande immer wieder Meister läufer in die Auswahl hätte einbauen können. Daß er im Olympiajahr 1956 einen Otto GlOck aus Wolkenstein nicht einberief, wurde sogar von italienischen Gazetten aufgegriffen. Und Giampaolo Ormezzano („Tuttosport“) schrieb da mals

: „Das Unglück für Otto Glück ist, daß er Glück heißt..(frei übersetzt). Aber das belastete den heute 63jährigen nicht sonderlich. Als wir ihn besuchten, bastelte er gerade vor seiner „Werkstät te“: er ist gelernter Drechsler, kann je doch seit 1984 nicht mehr arbeiten: Eine Gehimtrombose führte zu einer leichten Behinderung; er sagte freund schaftlich: „Ich kann mich an fast nichts erinnern, was früher einmal war...“ Dafür half seine Gattin, Pacifica Lar schneider, sie hat einst alles aufgezeich net

, was von sportlichen Taten kündet. Und das ist ungeheuer viel, war doch Otto Glück ein geradezu begnadeter al piner Skirennläufer gewesen. Vater Ferdinand Glück war 1928 Olym piateilnehmer, mit „Motz“ Demetz be stritt er in St. Moritz den 50-Kilometer- Wettbewerb und belegte den 21. Bang. Als Sohn Otto gerade vier Jahr alt war, bastelte ihm „bera" Ferdinand aus Faßdauben ein Paar Skier (siel). Nur, er mußte sie gegen Abend aus dem nahen Badi holen, Otto meinte: „Die rutschen zu viel...“ Nach der Volksschule lernte

Otto Glück sein Handwerk, aber er hatte schon Rennen bestritten, meist mit deutli- ...und heute, als Rentner vor seiner „Werkstatt“ in Wolkenstein. ehern Erfolg. Und immer wieder zog es ihn in die Felsen. Vater Ferdinand rief vor der Prüfling zum Bergführer seines Sohnes bei der Kommission an: „Der ist viel zu waghalsig!“ Otto wurde nie offizieller Bergführer, aber bis zu seinem 40. Lebensjahr kletterte er na hezu alle Führen in seinen Heimatber gen und auch außerhalb Grodens. Otto Glück war wohl

ein „Spätberufe ner“, woran auch der Krieg schuld war, denn erst im Jahre 1948 wurde er in die Auswahl berufen, in Mailand stieß er auf Zeno Colò, der ihm bereits Vorbild war. Von ihm, dem „Holzfäller vom Abetone“, sprach Otto Glück stets mit Respekt, auch heute noch. Die Militärdienstzeit leistete Otto Glück in La Thuile ab, dort konnte er auch seinem Lieblingssport frönen; zustän dig war er bei der Polizeisportschule in Moena, bis 1959. Und daß er ein äu ßerst erfolgreicher Rennläufer war, da von künden
20.01.1994
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Alpenzeitung

Pagine:8 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:27.08.1939

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
UnterltalSunqsblatt Otto 65/oiA bei 5,auen Eine lustige Geschichte von Io Hans Rösler Vier Wochen war Otto in Budapest ge wesen. Dann kam er zurück und ließ sich von seinen Freunden seiern. Das Wie dersehen fand in einer kleinen Weinstube statt, die in den frühen Abendstunden fast leer lvar. Was kümmerte die Zungen Männer der einzelne ältere Herr am Ne- bentisch? Sie hatten ihren Otto wieder, und lvenn Otto erzählte, nahm er den Mund so voll, daß er fast an den Lügen erstickte

. Und ob sie ez nun glaubten oder nicht glaubten, sie hatten ihren Spaß daran. „Wie war es, Otto?" „Herrlich!" „Was hast du erlebt? „Ich könnte Bände erzählen!" „Warst du im Theater?" „Ich habe alle Theater besucht!" prahl te Otto. „Wie waren die Nachtlokale?" „Ich habe alle Nachtlokale gesehen!" „Und die Frauen, Otto?" Da wurde Otto rot und sagte leise: „Ich bitte euch!" „Unsinn, Otto! Erzähle!" „Ein Kavalier genießt und schweigt!' „Hast du Frauen kennengelernt?" „Wenn Ihr wüßtet —" „Hast du gar eine Frau geküßt

?" Da ging Otto der Knopf auf: „Eine?" sagte er mitleidig. „Gar zwei, Otto?" „Zwei?" fragte Otto mit Gönner-« miene. „Wieviel, Otto?" Da wölbte Otto die Brust, daß die Knöpfe krachten, und sagte: „Alle Frau en Budapests Hobe ich gehabt, jawohl alle! Da war nicht eine, die nicht m>r ge hörte! Wenn ihr wüßtet, was ich erlebt habe!" „Wirklich. Otto?" „Ich sage es Euch doch!" „Du hast alle Frauen in Budapest um armt?" Otto nickte: „Alle Frauen!" Der Herr am Nebentisch legte seine Zeitung beiseite, erhob

sich und ging auf Otto zu: „Verzeihen Sie", sagte er, „ich höre. Sie waren in Budapest?" „Ja, mein Herr." „Und Sie sagten, wenn ich mich nicht täuschte. Sie hätten alle Frauen Buda pests geküßt?" Otto wurde ein wenig verlegen, aber lvas blieb ihm anderes übrig, als nach einem kurzen Zögern zu antworten: „Gewiß, mein Herr." „Das höre ich ohne Vergnügen", sagte der Fremde freundlich, „ich bin nämlich auf der Reise und in Budapest verhei ratet. Wenn Sie also alle Frauen in Bu dapest geküßt haben, muß wohl

auch meine Frau darunter gewesen sein. Und da Sie meine Frau geküßt haben, bleibt mir nichts anderes übrig, als Ihnen zwei kräftige Maulschellen zu verabreichen." Er tat dies auch. Dann ging er ruhig zu seinem Tisch zurück. Otto floh über alle Berge. Als die Freunde allein waren, faßte sich einer das Herz, trat zu dem Tisch dee Fremden und sagte höflich: „Kränken Sie sich nicht! Wie wir Otto kennen, hat er weder Ihre noch über haupt eine Frau in Budapest geküß',. Er prahlt nur gern. Sie müssen sich also kei
27.08.1939
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Dolomiten

Pagine:24 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:03.02.1962

Risultati:Pagina 17
Ritaglio testo:
nicht die Fülle der hego- monialen .Stellung und Kraft des Kaisertums. Am Beginn des 10. Jahrhunderts gab es in Europa zwei Kraftfelder, die entscheidend werden konnten: Byzanz im Osten, und die Gemeinschaft der germanischen Völker und aus dem Karolingerreich hervorgegangenen Nachfolgestaaten. Auf den Ergebnissen der Wirksamkeit von König Konrad I. (911 bis 918) und Heinrich I. (919 bis 936) vermochte der am 23. November 912 geborene Otto I. (936 bis 973), dem allein ebenso wie Karl unter allen Kaisern

des Reiches der Beiname „der Große" zuteilgeworden ist, als dritter unter den auf den 911 verstorbenen letzten Ost karolinger Ludwig das Kind folgender deut scher König, das Kaisertum wieder zu er neuern. Otto hatte sich das Ziel gesetzt, als eben bürtiger Rivale der Byzantiner, das westliche abendländische Kaisertum zu erneuern. Dem widerstrebte Italien, wo nach Liudolfs Tod die deutsche Herrschaft zusammengebrochen war, obwohl es in verschiedene Gebiete auf- gesplitlert war. Ehe aber Otto, der 936

. Otto war eine vom Geist des Christentums erfüllte Persönlichkeit, beispielhaft In Gebet und Fasten, durch Tapferkeit und Fleiß, Be harrlichkeit und Selbstbeherrschung, durch Meisterung politischer Schwierigkeiten und menschlicher Enttäuschungen. Die Mission und Kolonisation jenseits der Elbe war sein persönliches Anliegen. Er verband die Slawenfürstentümer bis zur Oder eng mit dem Reich, er begründete das Erzbistum Magdeburg und die Bistümer Brandenburg, Havelberg, Zeitz-Naumburg, Aldenberg, Mei

Völkerfamilie. Durch die Vermählung seines Sohnes Otto II. mit der byzantinischen Prinzessin Theophano schließlich fand er 972 den Ausgleich mit Ostrom. Berengar, den Otto I. bereits 951, von Lo thar II. Witwe Adelheid zu Hilfe gerufen, unterworfen hatte, erhob sich aber erneut. Deshalb rief ihn 960 der Papst zu Hilfe. Hatte er 951 den Plan eines Romzuges mit Kaiserkrö nung wegen des Widerstandes des römischen Princeps Alberich aufgegeben, nachdem er Oberitalien kampflos besetzt hatte, nun war die Zeit

dafür gereift. Albrichs Sohn, Papst Johann XII., und die Langobarden baten den deutschen König um Hilfe gegen Berengar. Auf dem Reichstag ln Worms im Mai 961 ließ Otto den Romzug beschließen, seinen sechsjährigen Sohn zum König wählen und anschließend in Aachen krönen. Im August zog er über der. Brenner, der an der Folge zeit durch die Kaiserpolitik zu hoher Be deutung gekommen ist, mit einem großen Heer nach Italien. Berengar wurde gestürzt und Otto trat die Herrschaft an. Am 31. Jänner 962 traf
03.02.1962
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Innsbrucker Nachrichten

Pagine:8 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:28.12.1923

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
Zeit, kommt Rat. Wer will denn alles gleich ergrünten! Sobald der Schnee Ichmilzt. wird fich's finden. 0 ethe. Aus dem Tagebuch der kleinen Else. Don Lilly von Wecch. 2 . August. Neulich habe ich Otto bei seiner Mutter getroffen. Seine Mutter ist ein« Jugendfreundin von meiner Muüer. Otto hat sich gewundert, daß ich nun eine erwachsene junge Dame bin. Beim Sommerfest haben wir uns wiedergesehen, und Otto wollte immer nur mit mir tanzen. Es hät mir Spaß gemacht, obwohl Otto den Foxtrott nicht so gut

kann wie der 5)amburg«r. Aber als Otto bat, mir den Rokokopavillon am dunklen End« des Parkes zeigen zu dürfen, bin ich nicht mitgegangen. Dafür habe ich versprochen, ihn Lei einer Klettertour auf die Kämpeuwand zu begleiten. 7. August. Es war wunderbar. Ganz etwas anderes als das Sommerfest und vcel schöner. Ich sei nicht die Spur schwindelig, sagte Otto, und ich hätte großes Talent zum Klettern. Den ganzen Grat von der Kampenwand haben wir überschritten. Aber dos hübscheste war der Kamin, den wir zuletzt

versuchten. Das Stemmen ist «in« feine Sache. Besonders, wen» man nicht mehr so viel mutz wie ich. Ich hatte keine Ahnung von solchen Dingen. schnaufen Nächst« 2 14. August. Wie stiegen aus dem Zug und ich stand da: auf dem Rücken den schweren Rucksack, in der einen Hand die Eierschachtel und di der anderen einen braunen Sack, Ich erklärte: damit 5 Stunden zu laufen, sei unmöglich. „Ich will noch einmal galant sein," sagte Otto, schwang die Eierschachtel zu sich auf die Schulter und winkt« einen Buben

heran. Ob er der Dame Len Rucksack tragen wolle? Ich verhandelte mit ihm und wir setzten uns in Bewegung. Die Hütte liegt ganz einsam und wundervoll: 2so der Wald aus- ört auf einem grünen Anger, und darüber nichts als Kare und ände Wir wollen 14 Tag« bleiben. Das wird herrlich. Ich bin natürlich die Köchin. In der Kochschule hatten wir weiß« Töpfe, weiße Wandfliesen und weiße Schürzen. Hier ist alles schwarz und rußig, und ich selbst war nach einer Weile am schmutzigsten Aber Otto

und sein Bergsreund Pepi lobten meinen Schmarrn sehr, 18. August. Es fing damit an: Der Bergsreund Pepi sollt« das Sieb halten und ich wollte die Nudeln abgiehen. Ich weiß nicht wie es gesclzah: plötzlich lag alles am Boden. Der Bergsreund Pepi sah mich vorwurfsvoll an, denn er hatte sich die Hand verbrannt. Und Otto sagte zu mir: „Nun haben wir nichts zu essen". Als ob es erwiesen war, daß i ch es gewesen bin. Es kann -benso der Berg- freund Pepi gewesen sein! „Solidaritätsgefühl der Männer" würde meine Kusine
28.12.1923
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