Risultato ricerca: Konrad

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Bozner Zeitung

Pagine:8 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:13.06.1905

Risultati:Pagina 5
Ritaglio testo:
Nr. 134 »Boznec Zewmg^ (Südtiroler Tagblatil Dienstag, den 1!5. Juni 1905. Konrad zufanunen. Dieser, gut beleumundet, aber als Großsprecher^ Ausschneider und als ein Mann bekannt, der seiner spitzigen Zunge gerne freien Laus ließ, war danmls Aushilfsdiener beim k. k. Haupisteuerainte Meran und hatte in dieser Eigen schaft gegen Sanin eine Exekution durchzusühren. Bei dieser Gelegenheit ließ sich der Beschuldigte das Schimpfwort „Rauberbande' entschlüpfen. Konrad zeigte dies pflichtgemäß

seinem Bor- gesetzten, dem k. k. Hauptsteuereinnehmer Georg Egger in Meran an, der Sanin vorrufen ließ. Derselbe erschien zivar in einiger Aufregung, nahm jedoch, als ihm der k. k. Hanptsteuereinnehiner die Sache klar legte, Vernunft an nnd scheiitt sich Äann entschlildiget zu haben. Josef Konrad hinterbrachte aber die besclMlp- sende Aeußerung, die sich eigentlich auf die Ge nossenschaft der Lohndiener des Knrbezirkes Meran I bezogen hatte. da Konrad für diese Beiträge ein trieb. viel später anch

dein Genosscnschaftsobmaune August Spitaler. worauf in der Genossenschafts- versaninrlung beschlossen wlipde, deil Sanin wegen Ehrenbelcidignng zu klagen, sich jedoch mit einer Ehrenerklärung zu begnügen. Spitaler gewann damals den Eiudruck, daß Sanin und Konrad auf schlechtem Fuße zu einander stünden. Der Obnmn.ii! ging zu Gericht und brachte seine Klage vor. Da er sich bereit zeigte, auf einen Ver gleich einzugehen, lud das k. k. Bezirksgericht Me ran deu Simon Sanin vor unÄ erschienen zn dem Terniine mich August Spitaler

und Joses Konrad. Simon Sanin gab unlynwunden zu, die belei digende Aeußerung getan zn haben und erklärte sich bereit, seine Abbitte Kl Protokoll feststellen zn lassen, womit sich August Spitaler zusriedem gab. Da mischte sich jedoch Kourad ein und zwar auf sehr heftige Art und sagte, er lasse sich die Sache nicht gesallen, er sei auch beschwipst worden. Der fnngiereird^ k. k. Auskllltant wies ihm die Türe, da eine Ermahnung znr Ruhe nichts fruchtere und Konrad ossenbar ganz ohne Berech tigung

den freundschaftlichen Ausgleich der Par teien zu verhiirdern suchte. Die von Sanin unter schriebene Ehrenerklärung datiert vom l4. Okto ber 1904. Joses Konrad diente noch bis Mitte Februar 1903 als Aushilfsdiener dein k. k. Hauptsteuer- mute Meran und trat dann als Aushilftzbioner beim k. k. Postamts Meran in Dienst. Das k. k. Hauptsteuerami Meran stellte ihm ein lobendes Zeugnis aus und gibt der Vorstand dieser Behörde als Zeirge an, daß Konrad keines' wegs öfters Anzeigen erstattet habe und daß gegen ihn Klagen
13.06.1905
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Volksblatt

Pagine:10 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:17.06.1905

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
einer Bierhalle in Salurn und dann chegann^ er wieder- in Meran seine frühere Arbeit als^ Lohndiener, in welcher er seither verblieb. Mit der. zweiten Frau fuhr er besser und war in der Familie Frieden: Im Angust 1904 kam Simon Sanin? das? erstemal mW demn späteren Opfer seiner Rache, Josef Konrad, zusammen. Dieser, gut be leumundet, aber: als Großsprecher, Aufschneider und als : ein Mann bekannt, der: seiner spitzigen Zunge gerne freien Lauf ließ, war. damals Aushilfsdiener beim k. k. Hauptsteueramte i Meran

. und hatte in idiefer Eigenschaft gegen Sanin eine Exekution durch zuführen, Bei dieser i Gelegenheit ließ sich der Be schuldigte/das Schimpfwort „Rauberbande' ent schlüpfen. Konrad zeigte dies pflichtgemäß seinem j Vorgesetzten/ dem k. k. Hauptsteuereinnehmer Georg Egger in Meran, an, der Sanin vorrusen ließ. Derselbe erschien? zwar in einiger Ausregung, nahm jedoch, als ihm der k. k. Hauptsteuereinnehmer die Sachen klar'legte, Vernunft an und scheint sich dann entschuldigt zu haben. Joses Konrad hinterbrachte

aber die beschimpfende Aeußerung, diel sich eigentlich auf dieiGenossenschast- der Lohndiener des'Kurbezirkes Meran bezogen^ hatten da Komad; sür> diese Beiträge' eintrieb,—viel später auch dem GenossenschaM obmanne August Spitäler^ worauf in-der Genofsew- schastsversammlung! beschlossen wurden den Sanin wegen? Ehrenbeleidigung zu klagen/ sich jedoch mit einer Ehrenerklärung -zu begnügen: Spitaler gewann damals den Eindruck, daß Sanim und! Konrad auf schlechtem! Fuße zueinander stünden. Der Obmann ging zu? Gericht

und' brachte seine Klage vor. Da er sich bereit zeigte, auf einemVergleich einzugehen, lud das k. k. Bezirksgericht Meran den Simon Sanin vor und. erschienen zu dem Termine? auch August Spitaler- und (Josef Konrad.' Simon Sanin- gab unumwunden zu/ die beleidigende Aeußerung getan zu haben und erklärte sich bereit/seine Abbitte zu Protokoll' feststellen zu laffen, womit sich August Spitaler zufrieden gab. Dcv mischte! sich I. Konrad ein und zwar aus sehr heftige Art^ und saM er lasse sich die Sache

nicht gefallen, er sei auch beschimpft worden. Der fungierende k. k. Auskultant wies ihm die Türe, da eine Ermahnung zur Ruhe nichts fruchtete und Konrad offenbar ganz ohne Berechtigung den freundschaftlichen Ausgleich der Parteien? zu hindern suchte. Die von Sanin-unter schriebene Ehrenerklärung?datiert vom 14.. Oktober 1904. Josef Konrad dienten noch bis Mitte Febmar 1905 als : Aushilfsdiener de^l k. k. Hauptsteueramte Meran und trat dann M'Äushilfsdiener beim k: k. Postamte Meran in Dienst
17.06.1905
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Der Tiroler / Der Landsmann

Pagine:8 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:16.06.1905

Risultati:Pagina 4
Ritaglio testo:
gerichte zur Verhandlung. Slinon Sanin. von Kurtinig gebürtig und dorthin zuständig, 49 Jahre alt, hat bekanntlich am 27. April d. I. im Zuge der Bözen—Meraner Bähn in der Nähe von Terlan den PostauShilfSdiener Josef Konrad und den Lohndiener Georg Götfch aus Meran ermordet. , SaninS Temperament ist das eines jähzornigen Und leicht erregbaren Menschen. Im Jahre 1900 heiratete er (seine erste Frau stärb 1892) in sewer Heimat Kurtinig zum zweitenmale und pachtete ew Gasthaus

mit Gemischtwarengeschäft. Während dieser Zeit hatte auch die Verpächterw Maria Witwe Pedoth wegen deS jähzornigen und in diesem Zn- stcmde gewalttätigen und rachsüchtigen Benehmens ihres BestandnehmerS zu leiden. 1903 war er durch etwa ew halbes Jahr Pachter einer Bierhalle W Salnrn und dann begann er wieder in Meran seine frühere Arbeit als Lohn diener, in welcher er seither verblieb. Im August 5 904 kam Simon Sanin das erstemal mit dem späteren Opfer sewer Rache, Josef Konrad, zusammen. Dieser war damals Aushilfsdiener beim k. k. Haupt

- steüeramte Meran und hatte in dieser Eigenschaft gegen Sanin eine Exekution durchzuführen. Bei diese! Gelegenheit ließ sich der Beschuldigte das Schimpfwort „Räuberbande' entschlüpfen. Josef Konrad hinterbrachte die beschimpfende Aeußerung, die sich eigentlich auf die Genossenschaft der Lohn» diener deS Kurbezirkes Meran bezogen hatte — da Konrad für diese Beiträge eintrieb —, demGmössm- schaftSobmanNb, worauf in der Genossenschaftsver- samMlung beschlossen wurde, dm Sanin wegen Ehren- bsleidigung

zu klagen. Josef Konrad diente noch bis Mitte Februar 1905 als Aüshilfsdiener am k. k. Hauptsteueramte Meran und trat dann als Aushilfsdiener beim k. k. Postamts Meran in Dienst. Am 28. Februar 1905 abends begegnete Sanin dem Obmannstellvertreter der Lohndienergenossenschaft, GeöLg Götfch, Lohndiener, und schimpfte über die Genossenschaft deswegen, weil ihm diese bei seiner wegen einer Krankheit erfolgten Arbeitsunfähigkeit aus der Krankenkasse nichts zählen wollte. Schim pfend begleitete er den Georg

Götfch und ließ sich im Laufe sewer zornigen Rede eine Majestätsbelei- ditzung zü Schulden kommen. Der Zufall wollte es nun, daß gerade Josef Konrad in solcher Nähe war, daß er den läut redenden Sanw verstehen konnte. Als sich Georg Götsch von letzterem entfernte, ging ihm Josef Konrab nach und fragte ihn, ob er, Götsch, gehört habe, was Sanin gesagt. Auf die bejahende Antwort Götsch's meinte Konrad, man könne den. Sanin wegen Majestätsbeleidigung an zeigen. Jösef Konrad schritt dann tatsächlich
16.06.1905
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Maiser Wochenblatt

Pagine:12 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:17.06.1905

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
. Er erzählte dem Friseur Müller in Meran seine Angelegenheit und sagte, wenn er unschuldig gestraft werde, könne der Schuster (Konrad) aufpassen. Er fuhr an, Verhandlungstage von Meran morgens mit Georg Götsch fort und verkehrte mit ihm ganz kameradschaftlich durch einen Schurken Konrad und Götsch verurteilt worden, beschließe die Beiden selbst zu strafen und wenn es mir gelingt, mich selbst zu töten. Meine Frau hat von mir 1000 X für einen von nur aus ihrer Bozncr Sparkasseneinlage behobenen Betrag gut

, der in der Meraner Sparkasse einliegt. Die Einrichtung gehört bis auf meine Kleider der Frau, die Kleider und Wäsche gehören dem Sohne Wilhelm.' Nach Ver fassung dieses Aufsatzes näherte sich Simon Sanin dem um 2'Uhr nachmittags nach Meran abgehenden Zuge, um einzusteigen. ^ Hiebei trat Georg Götsch auf ihn zu und Götsch teilte ihm nach Sanins Angabe mit,! fragte ihn, wie es gegangen sei. Sanin war daß Josef Konrad „och am Tage vorher zu'der Meinung, daß die beiden Zeugen, wenn ihn, gekommen sei

aus Terlan kam dem nach und zog dem Sanin das Messer, welches er an der linken Seite zwischen den Kleidern stecken hatte, heraus. Sanin hatte noch einen Selbstmordversuch unternommen , sich aber nur eine leichte, allerdings init erheblichen, Blutverlust ver bundene Verletzung an der linken Brust in der Herzgegend beigebracht. Die Fahrgästc hielten ihn bis zur Station Vilpian fest und übergaben ihn dort dem zufällig anwesenden Fraktionsvorsteher. Der furchtbar getroffene Josef Konrad ging nach Erhalt

der Stiche in die Hintere Abteilung sie auch bei der Urteilsverkündung nicht an zeigte sich sehr teilnehmend mit Sanin und j Frage Götschs neuerdings seinen Haß. Josef seiner traurigen Lage und vergoß sogar nach,'Konrad, Georg Götsch und Simon Sanin der Behauptung Sanins Tränen. Josef ! bestiegen dann den gleichen Wagen. Erstere Konrad war früher schon nach Bozen ge-I die vordere, Letzterer die hintere Abteilung. f A * . . . ^ ....... & .«l.i . ^71 *. f iT .7. — . . . Ol . .C. a. 1 . «. ^ TTl l 4 f rtst

4 A4«iaa. 1 . . ^rtaa CV. aI«..!..! a!« wesend waren, doch wußten, daß er verur-.des Wagens, setzte sich dort auf eine Bank teilt worden war; deshalb steigerte diese! und starb in kürzester Zeit vor den Augen des Götsch. Dieser, der ihn, nachgeeilt war, fahren und erwartete Götsch am Bahnhöfe. Die beide» gingen in die dortige Restauration hinein und setzten sich an einem Tische nieder, während Sanin an einem anderen Platz „ahm. Nach letzterem soll hier Konrad eifrig auf Götsch eingesprochen
17.06.1905
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Volksbote

Pagine:12 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:21.09.1922

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
„Ist das Steinmetzbrauch? Flugs, Meister und Gesellen, greift zum Meißel und zum Hammer, bis daß ein Gericht beginnt nach Förmlichkeit und Sitte; indessen bleibt Kon- rad Kuen in meiner Wacht.' Meister Beit mar ein Mann mit greisen Haaren, der älteste Arbeiter in der Werkstatt, vor dem alle großen Respekt hatten. Keiner wogte ihm zu widersprechen, und bald klan gen die Meißel und Hämmer durch die Hütte hin, als wäre nichts geschehen. Konrad allein stand traurig da; ihm ge genüber

war ein Fenster, in dessen bunt be- lallfenen Scheiben die Sonne spiegelte u. glit zerte. Bei diesem Anblick erinnerte er sich an seinen Traum von heute morgen, aus dem er so freudig erwachte und Sonnengold und Glockenklänge ihn so selig begrüßten. Er hatte so vertrtuensvoll gebetet, sollte er jetzt ver zweifeln? Da trat Meister Claes, begleitet von Vol ker, in die Hütte; die Werkleute legten Mei ßel und Hammer nieder, Meister Beit aber, der in manchen Sprüchen bewandert war, flüsterte Konrad zu: „Reden

ist allweg nicht gut, * Schweigen auch oft schaden tut, Damm in allen Dingen Maße han Und Furcht, ist wohlgetan.' Der Jüngling lächelte: dann trat er mit entschlossenem Sinne dem Dombaumeister entgegen. Meister Claes hob das Verbot des Schwei gens noch nicht auf; er machte ein Zeichen, daß alle in ihrer Arbeit fortfahren sollten; dann schritt er durch die Reihen hindurch zu dem Orte, wo die Freveltat geschehen war. Als er an Konrad vorüberkam. blickte er verwundert auf den Jüngling, denn er wußte

nicht, warum dieser mit dem alten Beit ab seits von übrigen stand. Roch ehe er nach der Ursache fragen konnte, sprach Konrad jest und entschlossen: „Meister, auf mir liegt der Verdacht der Tat!' Der alte Claes riß die Augen weit auf und i traute seinen Ohren kaum, als er diese Worte i hörte. „Geh, Konrad,' sagte er wehmütig, „du scherzest» oder hat die böse Tat deinen Ver stand verwirrt?' Run sing auch Veit zu reden an und er klärte dem Meister den ganzen Hergang. „Es ist nun doch einmal so, wie Konrad

sie. „Rein, Konrad,' sagte er mit scheinheiliger Treue, »du hast dieses nicht ge tan; ich glaub' nicht daran, und wenn der Verdacht offen wäre wie der Sonnenstrahl, der durch jene Scheiben schimmert.' „Und doch wirst auch du gegen mich zu gen,' antwortete Konrad, indem er herzlich den Händedruck erwiderte. Meister Claes gab jetzt ein Zeichen und verkündete das öffentliche Gericht. Rach einer Stunde sollte dasselbe stattfinden. Gesellen und Meister entfernten sich, ihre Festkleider anzuleg'en. Die Poliere
21.09.1922
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Volksbote

Pagine:12 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:12.10.1922

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
Der Steinmetz vom Köln. Äulturhistorische Erzählung aus dem 15. Jahrhundert von Johannes Vapllst Diel. (Schluß.) Der Narr eilte hinweg in das vordere Ge wölbe,- kurz darauf kehrte er mit einet La terne, mit Mantel und Hut zurück. „Legt Eure Kleider wieder an!' sagte er zu Ag nes, „Veit wird Euch nach Hause führen, ich habe noch andere Dinge hier zu tun.' „Habt ihr den Plan noch nicht?' fragte Agnes mit einemmal bange. Berndchen antwortete nicht. „So ist Konrad doch verloren!' rief das Mädchen

noch heftiger, „und ihr alle mit ihm wegen dieser Tat! Aber ich habe ja den Plan gesehen, fragt nur das Weib.' „Geht, geht!' entgegnete der Narr mit leidig, aber doch entschieden. «Laßt uns nur sorgen, Jungfer, und stellt die Sache Gott anheim; ich hoffe, daß ihr bald Trost erhal tet.' Freilich hoffte der Narr, und er glaubte, Grund zu seiner Hoffnung zu haben; aber wenn sie den Domplan nicht fanden, dann wqr alles vergebens, und der Verdacht und die Strafe blieben auf Konrad haften. Für sich und feine

fehlte noch. Da nahten sich vier Gesellen, die auf einer Bahre den Meister trugen; es war ja heute für seinen liebsten Gesellen ein Ehrentag, und den mußte er feiern trotz seiner Krank heit. Dem Werkmeister folgte Konrad, festlich geschmückt, inmitten seiner treuen Freunde, Reinholds und des Geckenberndchen. Hoch wallte die schmucke Feder auf des jungen Steinmetzep Barett; aber sein Antlitz schau te doch recht ernst und fast wehmütig drein» den schmerzliche Gedanken verwoben sich mit den heitern

Bildern, die der Tag seiner Eh renrettung im Herzen hervorrief. Ach Gott! Ifntreue tut ja in der Seele weh, nicht aus kalter Selbstsucht, sondern schon allein um des Freundes willen. Die Eintretenden wurden . mit lautem Jubel begrüßt; Meister Claes stieg von der Bahre nieder und ließ sich zu seinem Sitze führen. Vor ihm auf dem rotbehangenen Tische lag der alte Domplan und die Kopie desselben, welche Konrad entworfen hatte. Nun. wurde auch Völker hereingefllhrt, und das Gericht begann. Der Sohn

des Jünglings Antwort. Da trat Konrad vor, der bis jetzt schwei gend utzd in tiefes Sinnen verloren der Ver handlung beigewohnt hatte. „Ehrsamer Meister und ihr, liebe Leute vom edeln Gewerke der Steinmetzkunst! Ist mix vergönnt, ein Wott zu rede»?.' fragte er mit fester Stimme. Die Männer nickte« bejahend.. „Redet, Konrad Kuen!' erwiderte der Werkmeister. „Ein treuer Freund die Treue hält!' hob Konrad an. „Nach Steinmetzrecht und Sat zung habt ihr das Urteil über Volker ge fällt; ich Hab' nicht mitgestimmt
12.10.1922
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Dolomiten

Pagine:24 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:20.06.1964

Risultati:Pagina 9
Ritaglio testo:
Ich half' einen Kameraden ... Zum Ableben des Generals der Gebirgsiruppen a. D. Rudolf Konrad Am 23. und 24. August 1958 veranstaltete der „Kameradenkreis Südtirol ehemaliger Gebirgsjäger" in Kaltem ein großes Wiedersehenstreffen, zu welchem unter zahlreichen Ehrengästen aus dem Auslande auch drei Generale der Geblrgstruppc, Rudolf Konrad, Julius Ringel und General Kin- zinger erschienen waren. Das Bild zeigt General Konrad während seiner Ansprache vor dem Kriegerdenkmal von Kaltem. Im Namen

der Gebirgsjäger Deutschlands hatte er vorher einen Kranz nledergclcgt für die gefallenen Sfldtlroler, „die das Beispiel höchster Treue gegeben haben und niemals in unserem Herzen in Vergessenheit geraten werden." Am Montag, den 8. Juni, ist General der Gebirgstruppen a. D., Rudolf Konrad, nach längerem Leiden im 73. Lebensjahr zur Großen Armee abberufen worden. Mit gro ßer Trauer haben die vielen Tausende ehe maliger Gebirgsjäger in Bayern, Oesterreich und Südtirol die Todesnachricht vom plötz lichen Ableben

ihres „Jägergenerals“ aufge nommen. Mit General Konrad ist ein großer Heer führer und beispielhafter Mensch dahinge gangen, der innerhalb des Kameradenkreises ehemaliger Gebirgstruppen auch in der Nach kriegszeit die edelsten Soldatentugenden wachhielt und pflegte: Pflichterfüllung und Kameradschaft und eine innige Liebe zur Bergheimat. General Konrad kannte seine „Jäger“, ihr Denken und ihre Sprache, und er konnte sich auf seine „Buabm“, die an ihm wie an einem Vater hingen, in den sechs Kriegsjahren blindlings

zusammenzuschließen, um die durch zahlreiche Fronteinsätze und Waffengänge geschmiedete Kameradschaft weiterzupflegen und die Erinnerung an ihre gefallenen Kame raden wachzuhalten. Vor 13 Jahren wurde General Konrad einhellig zum 1. Vorsitzen den des „Kameradenkreises ehemaliger Ge birgstruppen“ ernannt. Unvergeßlich bleibt allen Jägern das große Pfingsttreffen auf dem Hohen Brendten am 9. und 10. Juni 1957 mit der Denkmalsweihe und der eindrucksvollen Totenehrung. Fast auf den Tag genau ist Generäl Kon rad

sieben Jahre später seinen toten Kame raden nachgefolgt. Die Worte, die er damals an die rund 30.000 ehemaligen Gebirgsjäger richtete, klingen wie ein Vermächtnis. Ge neral Konrad huldigte damals zunächst dem Geiste der Kameradschaft unter Gebirgs jägern, der zwei Weltkriege überdauert habe und selbst in der Tiefe der Niederlage unerschüttert geblieben sei, der alle Kame raden umfasse, die einst das Edelweiß trugen, da es in den Herzen aller Soldaten keine Grenzen gebe, aber auch keinen kriegeri
20.06.1964
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Innsbrucker Nachrichten

Pagine:20 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:05.06.1913

Risultati:Pagina 17
Ritaglio testo:
Donnerstag den 5. Juni 1913. Innsbrucker Na chrLGLrn Nr .126. Seite 17. Gerichtszeitullg. Ein Diebstahl von 3660 Kronen. Aus Feldkirch, 4. Juni, wird uns gemeldet: Beim hiesigen k. I Kreis- als Schwurgerichte be¬ gann heute um 914 Ahr vormittags die Verhand¬ lung Wider Ulrich Konrad, am 24. Mai 1888 in Mudenz geboren, nach Burs bei BLudenz zu¬ ständig, ledig, Reisender, Agent etc., zuletzt in Bürs wohnhaft, vorbestraft, und Ignaz Kress

, während als Verteidiger, für Konrad ^Dr. Bertel und für Kresser Dr. Riccabona, Advokaten in Feldkirch, fungieren. Der Anklage liegt unter anderem Folgendes zu Grunde: Ulrich Konrad, bereits zweimal wegen Diebstahls vorbestraft, und Ignaz Kresser, haben am Sonntag den 27. April 1913, vormittags, unge¬ fähr um 9 Uhr in Bürs, dem Oberlehrer i. P. Ferdinand Bürkle 3660 Kronen entwendet. Ferdi¬ nand Bürkle behob am 26. Wril 1913 bei der Kassa in Bürs eine Summe

. Ein Geldtäschchen mit dem Inhalte von 2 Noten st 20 Kr., 2 Noten st 10 Kr. und einigem Silber hatte er am gleichen Wende ans dem Tische des ebenerdigen Wohnzimmers lie¬ gen lassen. Bevor Bürkle zu Bette ging, kam noch der Beschuldigte, Ulrich Konrad, der im Sommer 1912 ,im Hause als Taglöhner gearbeitet und ge¬ wohnt hatte, auf Besuch, fragte neben anderem auch, wann Bürkle in die Schweiz fahre und erhielt zur Antwort, daß die Reise schon

am Montag statt¬ finden werde. Am folgenden Tage, Sonntag vormittags, war Fer¬ dinand Bürkle von 149 Uhr an allein zu Haufe; die vordere Türe desselben gegen die Straße war abgesperrt, die hintere Türe in den Baumgarten war offen und Bürkle ging vor derselben auf und ab, um den Eingang vor eventuellen Dieben zu bewachen. Ungefähr um 9 Uhr stand auf einmal Ulrich Konrad vor ihm, sagte, er habe interessante Sachen zum Lesen und zog

eine Anzahl Schriften und Bilder aus der Tasche. Bürkle unterhielt sich ungefähr eine halbe Stunde mit Konrad, und ließ dabei die hintere, offene Türe ganz außer acht. Wahrend die beiden im Gespräche waren, sah die Nachbarin Magdalena Wächter, daß, auch der Bursche Ignaz Kresser in den Garten einbog und unge¬ fähr 20 Minuten später ging dieser an ihrem Hause vorüber. Im Laufe des Nachmittags wollte Fer¬ dinand Bürkle einige Kronen
05.06.1913
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Innsbrucker Nachrichten

Pagine:20 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:14.07.1939

Risultati:Pagina 8
Ritaglio testo:
ein, daß sie ja zur Schule muß,, es ist schon gleich drei Uhr... Oie Lehrstelle Als Konrad sein Abgangszeugnis vom Rektor mit ein paar anerkenneirden Worten in die Hand gedrückt bekam, war er sich bewußt, daß ein Abschnitt seines jungen Lebens hinter ihm lag. Eines Tages erhielt Konrad die schriftliche Aufforderung, sich bei einer großen Farbenstrma zu melden. Da er gute Zeugnisse aufzuweisen hatte, ging er frohen Mutes zu dieser Firma. „Was wünschen Sie, kleiner Mann?" fragt ein Mädel im Sekretariat Konrad. Kleiner

Mann ist gut! dachte Konrad. Da bei ist die Kleine knapp ebenso all wie ich. „Ich möchte Herrn Krause sprechen!" antwortete Konrad. „Herr Krause hat gerade eine Besprechung", sagte das Mädel. „Um was handelt es sich denn?" Konrad überlegte, ob er dem Mädel das sagen durfte. Schließlich kam er zu der Ueberzeugung, daß er dieses tun konnte. „Der neue Lehrling!" stellte das Mädel fest. „Warum haben Sie das nicht gleich gesagt? Ich bin Lotte Reumann!" „Was sind Sie denn hier?^ fragte Konrad

. „Ich bin zweite Sekretärin. Ich habe im nächsten Jahr ausgelernt", antwor tete Lotte. „Dann bist Du ja noch Lehrmädchen!" Unbewußt war Konrad zu dem vertrauten Du übergegangen. „Seit wann duzen wir uns denn?" brauste das Mädel auf. Konrad stand ganz verdattert da und rnurinelle: „Verzeihung!" — „Geht in Ordnung!" meinte Lotte leichthin. „Trotzdem können wir uns ja duzen!" Konrad staunte über diese Logik. Erst wollte Lotte Nicht geduzt werden und nachher ja! „Kenn' sich einer da aus!" sagte er leise

vor sich hin. „Hast du etwas gesagt?" — „Nein, nichts", log Konrad. Dann war es eine Weile still zwischen ihnen, bis Konrad sich er kundigte: „Was muß man denn hier alles so als Lehrling wissen? — „Eigentlich dürfte ich dir ja nichts verraten." — „Hier ist ein Briefbogen", Lotte griff in ihr Schreibmaschinen fach und holte einen Bogen Papier heraus, „auf dein vieles steht, was du nicht verstehen wirst." Konrad sah sich den Briefbogen genau an. „Hier steht zum Beispiel Betreff: Da wird hingeschrieben

, um welchen Gegen stand es sich in diesem Schreiben handell", erklärte Lotte. „Verstanden!" sagte Konrad. „Und hier steht", fuhr Lotte fort, „Tagebuchnummer . . . und darunter in Klammern: Bei allen Antworten anzugeben! Weiht du auch weshalb?" — „Nein!" gestand Konrad. „Die Tagebuchnummer ist dazu da, damit man bei Antwortschreiben weiß, welche Abteilung das betref fende Schriftstück zu bearbeiten hat!" — „Aha!" — „Und .Unsere Zeichen' sind zum Beispiel in unserer Abteilung Kr. Strich N. oder Kr. Strich B.!" — „Wieso
14.07.1939
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Volksblatt

Pagine:10 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:17.06.1905

Risultati:Pagina 4
Ritaglio testo:
Seite 4 Tiroler Volksblatt 17. Juni 1905 teilung. Konrad und Götsch saßen in der Fahrt richtung rechts im Wagen, Rücken gegen Rücken und hatte in der Nähe des Konrad eine Frau Platz genommen. Nach der Station Siebeneich kam Sanin auch in das vordere Coupe herein und stellte sich gegenüber seinen „Feinden' aus. Da eine Frau anwesend war, verschob er die Ausführung seines entsetzlichen Vorhabens, um sie nicht zu erschrecken. In Terlan stieg die Frau aus. Mehrere Besucher des dort damals

abgehaltenen Marktes betraten das Coupö. Nach Abfahrt des Zuges coupierte der Kondukteur die Fahrkarten der neu zugewachsenen Fahrgäste und verließ den Wagen. Nun schien dem Simon Sanin der geeignete Moment gekommen, und als Joses Konrad, der von ihm am meisten Gehaßte, ihn mit einem Seitenblicke streifte, zog Sanin wütend das in der Hosentasche bereitgehaltene Messer heraus, stürzte sich aus Konrad, erfaßte ihn mit der Linken und führte mit der rechten Hand blitzschnell Stöße gegen ihn. Zwei davon trafen

den Hals, zwei weitere die Brust. Von diesen letzteren drang jeder einzelne in das Herz. . Hieraus ließ er von Konrad ab, der selbstver ständlich zur Gegenwehr weder Zeit noch Möglich keit hatte, und wandte sich gegen Götsch. Dieser hatte mit Entsetzen gesehen, was mit Konrad ge schehen war, sürchtete aber nicht, daß Sanin auch ihn so behandeln könnte. Daher vermochte er auch nicht rechtzeitig, sich gegen die Gefahr zu schützen, und als Sanin den ersten Stoß gegen seine Brust führte, konnte

getroffene Joses Konrad ging nach Erhalt der Stiche in die Hintere Abteilung des Wagens, setzte sich dort aus eine Bank und starb in kürzester Zeit vor den Augen des Götsch. Dieser, der ihm nachgeeilt war, hielt sich seine Wunden zu und wurde in Vilpian dem Arzte übergeben. Am nächsten Tage mittags erlag auch er seinen Verletzungen. Simon Sanin zeigte nach der Tat keine Reue und gestand ein, absichtlich so gehandelt zu haben. In der Untersuchung gab er auch ohne weiteres zu, daß er den Tod seines Feindes

Josef Konrad gewollt habe; dem Georg Götsch jedoch habe er nur überhaupt etwas antun wollen, es sei aber keineswegs in seiner Absicht gelegen gewesen, auch ihn zu töten. In dieser Richtung gibt er solgendes an: Nach Beendigung der Hauptverhandlung in Bozen habe er in aufgeregter Stimmung in der Restauration „Forsterbräu' über seine Familie, seinen Gesundheitszustand und über die unver diente Abstrafung nachgedacht, und sei ihm da der Gedanke gekommen, zuerst den Joses Konrad
17.06.1905
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