Risultato ricerca: Kaspar

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Tiroler Volksbote

Pagine:20 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:05.09.1913

Risultati:Pagina 4
Ritaglio testo:
ein Dutzend Ha sen heraus. — Ich habe jüngst mit meiner alten Fuchsrassek — das ist aber auch ein Gewehr! — mit einem einzigen Schuß fünf Stück erlegt.——- Freundlen, wir müssen einmal ein großes Häsenjagen anstellen, — auf vier Dutzend steh' ich gut!' !- Das Hasentreiben wurde auch richtig anberaumt «und zwar auf den Mittwoch nach Frauentag. Betei ligt waren außer dem Kaspar der Grubenveitl, der MosthanSl, der Merzenmuch, der Kropfbartl und der Wasenpeter. Die Schützen' stellten sich drunten

in- der Briegl-Au in einem Abstand von ein paar hundert Schritten der Reihe nach auf. Der Grubenveitl trabte mit den Hunden bis zum Moosbrünnl, von wo die Hätz ihren Ansang nehmen sollte. Der Kreuzkaspar hatte sich den besten Stand erwählt, hinter der alten Brechlstube, wo zwischen den Bäumen sich eine tiefe Gasse hineinschob. Nun litt aber der Kaspar seit einem Jahre am Zipperlein. Die Beine zuckten ihn zum Ausreißen und die Hände viperten wie Espenlaub, so daß er kein Gewehr still halten konnte

. Um seine Krippe etwas aufzufrischen und die Seele anzubinden, nahm der Kaspar auf all seinen Jagd- und Schützen fahrten eine platte Flasche mit, die mit doppelt ge branntem Wasser, so andere Leute Schnaps nennen, gefüllt war. Davon kriegte der Kaspar einen hellen Blick und eine sichere Hand — manchmal aber auch e^nen schweren Kvpf und Pech in die Augen, so daß er sanft entschlummerte und ganze Rudel von Hasen, Füchsen und Dachsen ungefährdet an sich vorbeispazie ren ließ. — Auch heute führte der Kaspar

seine Medi zin bei sich und da das falsche Hasenvieh trotz seiner unendlichen Verbreitung nicht an die Öffentlichkeit kommen wollte, so blies der Kaspar eifrig an seinem Fläschchen. Ein dutzendmal hatte es schon hinter der Brechlstube „glugg — glugg' gemacht und nun riß das Pechmandl den Kaspar hinter einen Stein und er schlummerte fester wie ein Siebenschläfer. - Die fünf Jagdgenossen waren aber Lumpen und sie kannten die neueste Gewohnheit ihres Freundes, nämlich, wie er allemal auf der Jagd fein

Gläschen putzte und dann sanft entschlummerte. — Und darauf hatten sie einen gottlosen Plan gebaut. . . . Eine Viertelstunde lang schlief der Kaspar bereits, da tauchte plötzlich der Grubenveitl zwischen dem Niederholz auf; er trug einen großen Sack auf den Schultern und ein altes Regendach unter dem Arm. Im Sack-drinnen war ein großer Ameisenhaufen, den der Veitl im Wald dro ben eingefaßt hatte. Wie der Lump aus dem tiefen Schnarchen des Kaspar merkte, daß derselbe in einen Bärenschlaf versunken
05.09.1913
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Innsbrucker Nachrichten

Pagine:20 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:13.09.1919

Risultati:Pagina 2
Ritaglio testo:
der S e l b st b eö ch u l d i g u n g, in dem das ganze deutsche Volk jetzt lebt, halten auch die deutschen Pazifisten ihre Friedensziele höher, als nationa les Empfinden und geschieht-che Gerechtigkeit. Soll man sich dann wundern, wenn Politiker, die auf realem Boden stehen und ewigen Frieden oder Völkerversöhnung als Utopien betrachten, solche Ansichten über 'Deutschland als unumstößliches, bis 'zum Endziele der BernMung durchzuführendes Programm bezeichnen? Heimkehr. Eine Erzählung von Friedrich W. Roy ko. Kaspar Mooshuber stieg langsam

den Waldweg bergan, der von der Eisenbahnhaltestelle nach seinem Anwesen führte. Unten stand noch der zischende und pustende Zug, der Kaspar in die Heimat gebracht hatte, sandte ihm von S eit zu Zeit eine Rauchwolke nach und wartete, bis der chienenweg frei würde, damit er weiter nach dem Süden rollen und auch die übrigen Heimkehrer, die ungeduldig aus den Wagenfenstern sahen, nach Hause bringen könne. Mooshuber war ein großer, kräftig gebauter Mann, doch abgemagert, das Antlitz eingefallen und tief

Tage vorher hatte er sein Weib, die guter Hoff nung war, verlassen? niemals hatte ihn eine Künde von ihr in der Gefangenschaft erreicht. Was sie jetzt wohl tun möge, die gute Monika, ob ihm bald ein rotbackiges Büabl oder ein blondlockiges Madele entgegenfliegen würde mit dem jubelnden Zuruf: „Vater Vater!" Kaspar Mooshuber hielt inne und rang nach Luft,' die Heimatsberge, die raubten ihm den Atem, denn in den Weingärten der Romagna, wo er als Arbeiter beschäftigt

war, da hatte man sich das Bergsteigen lange schon abge wöhnt. Kaspar warf einen Blick nach rückwärts: wett unten im Tal schäumte die grtingraue Sill und sandte ihr Rauschen bergan, zwischen den schlanken Stämmen des Nadelwaldes schimmerte im Süden das Tal und seine rasigen oder waldbestandenen Berghänge in blauen Dunst gehüllt, hindurch. Kaspar Mooshuber breitete die Arme aus und schloß sie dann langsam vor seiner Brust, als wollte er Berg und Tanne und Waldesluft der Heimat umarmem .Heber seine gelben Wangen glitt ein rotes

w'rü ein Söldnerheer bilden, in wel» wem sicy die Leute ,.u sechsjährigem aktivem und ebenso langem Reservedienst zu verpflichten haben. Schon jetzt wird die Forderung ausgestellt, baß unser-: neue Wehr macht militärische Disziplin und Subordination hallen muß. Soldatenräte — öte selbst die Roten Armeen Ruß lands und Ungarns abgcschasft haben — werden nicht eingefüürt. Der Weg erklomm langsam die Höhe, lichter und immer lichter wurde es um Kaspar Mvoshuber, bis der Pfad völlig auf eine grüne
13.09.1919
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Alpenzeitung

Pagine:8 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:01.05.1938

Risultati:Pagina 3
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wollte. Cs war ihm nicht Besseres eingefallen als den Faun zu spielen. Die Polizei kam seinem Wunsch entgegen, und er sitzt letzt in Srtäslingskleidung wieder hinter Schloß und Riegel. Da haben sich die Bauern auf der Hoch- wur,) einmal einen Brunnen graben las sen, einen richtigen altväterischen Pump- brunne». wie man's von eh gehabt hat, und der Brunngraber Kaspar hat ihn zum Ausfertigen kriegt. Also gut. Der Kaspar hat sich nicht lang besonnen und Hot gleich Hand angelegt. „Das Brunngraben aber', hat die Kra mer-Wabm gesagt

, „das Brunngraben, das hat seine Mucken.' Und das stimmt. Anfangs, da hat der Kaspar die Erde ein fach mit der Schaufel hinausgeworfen Wie er aber tiefer hineingekommen ist, hat er sich gesagt: „Jetzt darfst mit 'm Ausschachten anfangen, net, daß den schönsten Einfall kriagft.' Wie er aber andertags zur Brunnstatt gekommen ist — da hätt's ihn bald um gelegt, den Kaspar. Seine Befürchtung vom Abend vorher hat sich über Nacht grausam erfüllt gehabt. Die ganze Sach sst eingestürzt gewesen. Von den zwanzig Metern

, die dem Kaspar ausgetragen sind, hat er kaum drei ausgehoben, und schon ist die Bescherung da. Jetzund sind ihm Gift und Galle gekommen, dem Ka spar. Er hat sich umgedreht und ist mit geschulterter Schaufel in die alte Post hinunter. Pickel und Breithau läßt er ein fach liegen. In der Post aber hat er sich ein seines Platzerl ausgesucht, ganz hinten im Cr- kerstüberl. Von da aus kann er recht schön auf seinen Einfall hinausschauen und nicht gleich von jedem gesehen werden. Jetzund aber hat's

auf dem Dorfplatz draußen einen Schrei getan, einen Schrei, der dem Kaspar durch und durch gegan gen ist. Und wie er geschaut hat, da ist die Kramer-Wabm vor dem eingestürzten Schacht gestanden, hat ein übers andre Mal die Hände zusammengeschlagen und geschrien: „Aus ist's!' Hat's geschrien, „aus ist's, der Kaspar! Jetzt hat's 'n Halt richtig verschütt. Hab i 's net allweil gsagt? Dös Brunngraben, Hab i gsagt, dös hat seine Mucken. Aus ist's, Leut, «us ist's! Laufts! Heists!' Auf das Geschrei hin ist's

im ganzen Dörsl lebendig geworden wie in einem Ameisenhaufen. Von überallher find's ge laufen, aus den Häusern, aus den Stäl len... Die Kramer-Wabm aber, die ist wie der Ochs im Göp'l alleweil rund um Sie Grube gelaufen und hat geschrien: „Der Kaspar! O mei, der arm' Kaspar! Der hat sich jetz sei Grab selber schaufeln müs sen!' . Am End hat auch ber Bürgermeister von dem Unglück gehört, und beim Bur germeister hat's allmal geheißen: An gschaut und kennt. Drum hat er auch schon von weitem geschrien
01.05.1938
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Tiroler Volksbote

Pagine:20 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:18.11.1910

Risultati:Pagina 4
Ritaglio testo:
: Seite 4 „Tiroler »Ja, ja, leider kennt man mich i^ jeder Verkleidung,' sagte er herab lassend; ^»aber wer ist penn nachher die gnädige Frau. wenn. tch< fragen darf?' . ' . - ^ - „Ich bin die Frau Kommerzienrat Kohn aus Wien; komme von Ita lien heraus und fahre heute bis Innsbruck, wo mich mein Mann erwartet.' „Ah, von Wien? Das freut mich)' tat der Kaspar groß, »bin auch oft in Wien,-Hab' die Wiener gern; soll nächste Woche wieder ?hinunter, der Kaiser hat mich eingeladen zu einer Jagd

nach Ungarn weiß nicht, ob ich Zeit Hab'.' V.. - Die Rede kam immer stärker in Fluß. Ten Hauptteil Her- Unter haltung besorgte allerdings der Kaspar.- Er erzählte von seinem Einfluß bei Hofe und wie er bloß ein Wörtl zu sagen brauche, daß der Kaiser sofort jemandem einen ^Drden erteile. Der Gräfin Wolkenstein habe er den .Anna-Orden verschafft, der Baronin Longo den Elisabeth-Ordenusw.— Die Kommerzienrätin schaute den Sprecher etwas zweifelhaft an, aber doch spiegelte sich eine verdächtige Nöte

auf ihrem Antlitz und eine leise ^ Hoffnung schwellte ihr Herz. Ueber eine Weile nahm der Kaspar seinen! schmierigen Rucksack vom Gepäcksrahmen herunter und. holte ein noch schmutzigeres Papier aus demselben. »Muß mich ein bißl reformieren.' redete er nobel, „Hab' einen Hun ger tvie ein Wolf, und Essen und Trinken' haltet Leib und Seele Zusammen.' ? ^ Mit diesen Worten brachte er einen ranzigen Speck zum Vorschein, schnitt große Stücke herunter und verzehrte sie mit Schwarzbrot. Tie Frau Kommerzienrat riß

bei diesem Anblick die Augen weit auf und schaute dem Kaspar groß zu. Dieser glaubte aber, es gelüste der Frau nach seinem Imbiß und sofort lud er ein: „Will die gnädige Frau vielleicht ein bißl mithalten? Ist ' echter Bauernspeck — vorzüglich!' - Ter Dame grauste schon beim bloßen Anschauen; aber einen Korb geben durfte sie dem Prinzen nicht. — Nein, das wäre unhöflich und die Aussicht auf den Orden würde in Nichts zerfließen. So nahm sie ein Stück chen Speck und preßte es zwischen die Zähne. O jemine

? 0 je! Das schmeckte wie Lebertran!, wie Unschlitt -- mit höchster Mühe drückte sie den Bissen hinunter. Aber sie mußte auch Schwarzbrot nehmen und der Kaspar drängte noch stärker: . . ^Nur wacker zugreifen, gnädige Frau! --- Nur nicht schmieren, wenn's schmeckt und nicht zu schlecht ist!' ^ . Auf diese Anmutung hin mußte die Frau noch einmal nehmen, obwohl ^hr der erste Bissen fast den Magen umkehrte. Tann sagte sie aber: - ^Jch danke bestens, Hoheit ich will Sie nicht berauben.'^ ^ „Von Berauben ist keine Idee
18.11.1910
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Meraner Zeitung

Pagine:8 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:16.10.1889

Risultati:Pagina 2
Ritaglio testo:
Samstag den 19. October. Tagesord nung: Anträge dos Landesausschusses. „Kaspar'. Alle Briefe kommen an den „Kaspar', alle Sendungen gehen mit der Unterschrift „Kaspar' ab, das Schulhaus, die Kirche, kurz, Alles hat halt der Kaspar her gerichtet, als wenn der Kospar gar nicht da wäre. Dieser Gedanke plagte den Kaspar-Kospar Tag und Nacht und endlich konnte er's nicht mehr aushalten, ging zu seinem noch immer rüstigen und munteren Vater und zu seinen heran gewachsenen thätigen und tüchtigen Brüdern

und machte ihnen den Vorschlag, künftig das Compagniegeschäst nicht mehr „Kaspar' allein, sondern „Kaspar-Kospar' zu nennen und entwickelte dafür seine Gründe. Den Brüdern schienen selbe ganz plausibel zu sein und sie erklärten sich einverstanden; aber der Alte schüttelte den Kopf und meinte, das Geschäft wäre alleweil so gut mit der Kaspar-Firma gegangen und alle befänden sich dabei wohl und das wäre doch eigentlich die Hauptsache. Der Kos. ar, sein Sohn, sei ihm lieb und werth, davon

, vorübergingen, zur Rede und fragte sie um den Grund ihres sonderbaren Benehmens. Da sagte Einer zögernd: „Jo, Wissen's Herr Pfarrer, den nuien Herrgott da hab mer halt no als Birnbam kennt!' Der Kaspar aber verstand oder wollte dies wohlgemeinte Gleichnis nicht verstehen und drangsalirte den Alten so lange, ja selbst unter Androhung, er werde im äußersten Falle zum Landrichter gehen, bis dieser endlich mürbe wurde und die gute alte Firma Kaspar in „Kaspar-Kospar' umtaufen ließ. Was war aber die Folge

? Es kam so wie's der Alte vor ausgesehen hatte. Die Bestellungen liefen immer spärlicher und seltener ein und noch eine kleine Mißernte stieß dem Fasse vollends den Boden aus. Die Kaufleute draußen gaben die ganze Schuld der neuen Geschäftssinns. Der „Kaspar' allein hätte wohl leicht die kleine Catastrophe überwunden, denn so kleine Störungen hatte es ja früher auch gegeben, wie dergleichen einmal im Geschästsleben nicht anders ist; aber dem „Kaspar-Kospar' verzieh man auch nicht das Geringste

und man hatte mit dieser neuen Firma gar keine Nachficht. Von diesen Vorkommnissen bekam aber der Vorsteher des nächsten Dorfes, der Stoffel, ein recht durchtriebener Schlaukopf, bald Wind und blitzschnell war ein Kriegsplan in seinem Kopfe gereift. Obgleich seine Kar toffeln auch nicht schlechter waren, als die der beiden „Kaspar', so wollte es ihm doch durchaus nicht gelingen, ein ergiebiges Absatzfeld zu erobern, trotzdem er sich viele Mühe gab. Ueberall hieß es: „Wir sind mit „Kaspar' so zufrieden, daß wir nicht Ursache
16.10.1889
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Dolomiten

Pagine:12 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:07.01.1966

Risultati:Pagina 2
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“. „Wir gehen nach rechts“, entschei det Kaspar, „der Weg muß aus dem Wald herausführen.“ „Ware es nicht einfacher gewesen, schon lm Traum den Melchior zu fragen, ob wir hier rechts oder links gehen sollen?“ „Du glaubst mir nicht“, sagt Ka spar, „aber es war so, wie ich es er zähle, ich sah deutlich Melchior durch diesen Wald gehen“. „Und schneite es vielleicht in dei nem Traum auch?“ „Nein“, sagt Kaspar, „es schneite nicht“. „Eben“, nickt Lukas böse, „aber jetzt schneit es, und wenn es noch eine Stunde

so weiterschr.eit, sind wir bis auf die Haut naß.“ „Es kann nicht mehr lange dauern“, sagt Kaspar, „kommt, ge hen wir, es wird sich ein schützen des Dach finden.“ So gehen sie denn weiter hinter Kaspar her, und der Wald nimmt kein Ende, und es will nicht auf hören zu schneien. Der Weg wird immer schmäler, unbegehbarer, das Gestrüpp dichter, wilder, und die Nacht Ist voll vom unbarmherzigen Wind, Nebel und Schweigen. Die drei Könige aus St. Josef, Maria am Rain und Himmelberg wanken dahin, sie versinken

bis zu den Knien im Schnee, ihre Augen fallen ihnen vor Müdigkeit zu. Je länger es dauert, um so langsamer kommen sie voran. Es muß etwas geschehen, sagt sich Kaspar. Zum ersten Mal, seit sie unterwegs sind, holt er verstohlen, ohne daß die bei den anderen es merken, einen Augenblick unter seinem Mantel den kleinen Jesus aus der Krippe und legt ihn sieh in den Arm: „Hilf uns“, sagt er, „führ uns aus dem Wald heraus, du kannst es.“ Dem Jesuskind fällt der Schnee in das rosige Gesicht. Aber es lä chelt

nur, und der arglistige Wind, die lautlose Kälte, Nacht und Ne bel sind machtlos gegen dieses un schuldige Lächeln. „Nun Ist es genug“, schreit Lukas „ich gehe keinen Schritt mehr wei ter“. Dort, wo er steht, läßt er sich in den Schnep fallen. Nun hängt sich auch Matthäus, als hätte er nur darauf gewartet, an den Stab des Sternes. „Kehren wir um“, bittet auch er, der Schweiß fließt ihm in weißen Adern über das schwarze Gesicht. „Dazu ist es zu spät“, sagt Kaspar, „wir können nicht mehr zurück. Bis Maria Not

sind es viele Stunden". „Und wann ist dieser Wald zu Ende?" Matthäus und Lukas sehen Kaspar an. Ihre Gesichter haben einen bö sen Ausdruck. In diesem Augenblick hassen die beiden den Hirten Kaspar, der da mitten im Schnee vor ihnen steht und die Krippe mit dem klei nen Jesus wieder zu Boden stellt. „Ich weiß es nicht“, sagt Kaspar, er hebt die Schulter, auf der sich der Schnee zu einer kleinen Kugel türmt, „Ich weiß es nicht", wieder holt er. „Du hast doch diesen Wald lm Traum gesehen“, spottet Lukas
07.01.1966
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Tiroler Volksbote

Pagine:16 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:17.02.1907

Risultati:Pagina 4
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Hrite 4. „Tiroler Volksboie/' Jahrg. XV. zusammen, der Mörder habe den Kaspar getötet und ihm das Gewand genommen, um in seinen Kleidern leichter entwischen zu können. Einige einsichtsvollere Männer erklärten zwar, das Ding sei noch lange nicht so gewiß, der Kreuz-Kaspar sei ein Flanierer und komme oft tageiveis nicht nachhause. Er werde sicher draußen im Lechtal oder drunten im Jnntal irgendwo hocken und seine Bäreugeschichten erzählen. — Ader die Weider mußten Recht behal-en. — Es wurde

nun die Gendarmerie- mannschaft des halben Jnntales ausgeboten und man suchte ebenso eifrig uach deu Spuren des Kreuz-Kaspar als nach jenen des entwichenen Verbrechers. Der Kreuz-Kaspar hatte sich unterdessen auf dieMieminger Alpe hinübergeschlageu und hielt sich dort einen Tag lang versteckt. Am nächsten Tage entschloß er sich nach Innsbruck hinabzuwandern, wo ebeu eiu größeres Freischießeu stattfand. Wenn er in Innsbruck gewesen, konnte er seine Abwesenheit von den heimatlichen Bergen schwarz auf weiß

nachweisen und niemand vermöble ihm die geschosseue Geiß auzuhäugeu, — Aber die Büchse und der ver lorene Schnerfsack? Da mußte er halt eine wolkendicke Lüge erfinden - sie konnten ihm ja gestohlen und von jemand anderm benützt worden sein. — Wenn nur sein Weib, die kuhdumme Habergeiß, sich nicht verplapperte! — Unter sotanen Ge danken schritt der Kaspar auch am zweite« Tage nachmittags ziemlich wohlgemut die Straße gegen Telfs hinunter. Er kam an ein Straßenwinshänslein und kehrte eiu

. In der Schenkstube driunen saß ein Gendmm und sonst niemand. Der Kaipar fnhr zusammen, als er den Wächter des Gesetzes erblickte. Doch setzte er sich in den gegenüberliegenden Winkel und schaffte ein Stam- perle Brauntweiu an. Ter Gendaim blickte sehr scharf herüber und der Kaspar schlug die Augen uieder. Ucber eiue Weile zog der Geudarm Schriften heraus und studierte darin, dann musterte er den Kajpar noch schärfer. Dieser zahlte und wollte abdampfen. — Da war der Gendarm aber rasch ausgestanden, kam herüber

und sagte: „Woher denn, Landsmann?' Ter Kaspar erbleichte und dachte in seinem tiefinnersten Herzenswinkel: O du dreimal geschlagener Kaiserzwanzger, jetzt geht's g'fehlt! Der Lump weiß schon alles. Aber, Kaspar, lüg'! Wenn du nicht den glasblanen Himmel heruuterlügst, dann hockst bis an die Achseln in der Brennsuppe! —Laut aber autwortcte er: „Zuoberst vom Oberland komm' ich!' „Und wohin denn?' „Znm Schießen nach Innsbruck!' „Ohne Büchse?' „Eine Büchse krieg' ich schon zu leihen, Hab'gute Freunde
17.02.1907
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Tiroler Volksbote

Pagine:28 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:10.03.1910

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
Oberland mit seinem Ruhm und seinen Großtaten zu erfüllen. So oft der Kaspar in Innsbruck war, nahm er beim Denglwirt, einem altm Freund und Schützenbruder, Quartier. An einem andern Orte könne er gar nicht bleiben, wenn nicht zufällig sein Gevatter, der Kaiser, da sei und ihn in die Hofburg einlade, versicherte der Kaspar. Diesmal ging es aber gefehlt. Der Kaspar hatte sich nicht angemeldet und es waren bei seinem Eintreffen schon alle Zimmer beim Denglwirt an andere Schützen vergeben. — Davon

hatte der Kaspar keine Ahnung, als er spät abends in die Wirts stube mitten unter die lustige Schützengesellschaft hineinstampfte und schrie: „Hollah, Mander, der Kreuzkaspar von Grünbühel ist da-, jetzt werden die Beste teuer.' „Ah, grüß' Gott, Kaspar!' — „Hast zuviel Geld?' — „Kommst wieder Erdäpfel graben?' — grüßten mehrere Stimmen. Da trat der Denglwirt aus einer Ecke hervor und sagte: „Aber, Kaspar, heut' bringst mich in eine große Verlegen heit — es ist kein Platz mehr. Hättest mir g'rad' ein paar

Zeilen geschrieben, dann hätt' ich dir ein Quartier aufbehalten. — Jetzt Hab' ich kein Zimmer mehr frei als die Giebelkammer; <lber dort bleibt niemand, weil keine Ruh' ist.' „Warum ist keine Ruh'?' fragte der Kaspar. „Es tut geistern in dem Zimmer, es geht leibhaftig um — jede Nacht — kein Gast vermag es auszuhalten.' „Hahaha, geistern!' lachten jetzt viele zusammen, aber dem Kaspar wurde ein biß lien schwnlig. Das bemerkte der Zeindl von Kolsaß und er rief auch gleich in den Lärm hinein: „Wirt

, in das Geisterzimmer darfst den Kaspar nicht tun, sonst wird er krank oder halbtot vor Angst. Siehst nicht, wie er schon Kisweiß ist? ... Lieber geh' ich in die Geisterkammer und laß dem Kaspar mein Zimmer.' Jetzt war der Kaspar an seiner empfindlichsten Stelle ge troffen. Stolz bäumte er sich in die Höhe und schrie: „Was sagst, du Unterländer Grünling? — Meinst, der KrenMpar ist auch ein solcher Henneler wie du? — — Der Kreuzkaspar und Furcht oder Angst, d i e sind nie bei'nander ge wesen. — Jetzt will ich g'rad

' extra das Geisterzimmer und kost' es, was es mag!.. Meint's etwa, der Kaspar hat nie nichts mit Geistern zu tun g'habt? .... Auf dem hohen Tennen droben Hab' ich einmal mit dem wilden Almputz gerauft; das ist ein schauerliches Gespenst, aber die Gurasch' Hab' ich ihm abgekauft. Geht's nur hinauf nach Grünbühel und laßt's euch von meiner Alten den Kasten anfsperren, da könnt ihr die grauen Haarwutzelu sehen, die ich dem Geist ausgerissen Hab'.... Und drunten in Wien, in der kaiserlichen Hofburg
10.03.1910
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Tiroler Volksbote

Pagine:28 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:06.12.1912

Risultati:Pagina 4
Ritaglio testo:
für einen Tiroler. Der Kreuzkaspar und der Bär. E r z ä h l t v o n R e i m m i ch l. (Nachdruck verboten.) Vierzehn Tage lang war der Kreuzkaspar schon in der Zaunhofer-Alm, Gemsen zu jagen, hatte aber kein einziges Stück dieses Edelwildes erlegt, dafür aber ein paar hundert zirmhohe Lugengeschichten an. den Mann gebracht. Die Hirten und Senner kamen sehr, bald darauf, daß der Kaspar zu jener Gattung von Leuten gehörte, die ein Löwenmaul und ein Ha senherz besitzen, die um so feiger und zaghafter

sind, je stärker sie ausschneiden. Um die Probe aus das Exempel zu machen, verabredeten die Aelpler nun ge gen den Kaspar einen boshaften Streich, welcher am Freitag abends zur Aussührung gelangen sollte. An diesem Tage hatte der Kaspar einen Hühner geier geschossen und war infolgedessen doppelt ge stimmt, von seinen Großtaten zu erzählen« Zu seiner Genugtuung sammelten sich nach dem Abendessen die Aelpler beinahe vollzählig in der Mitterkaser, wo sie um den Herd .sich niederließen. Bloß der Melcher-Hias

fehlte. . . „Wo ist denn der Hias?' fragte umherschauend der Kaspar.' > „D e r ist ins Dorf hinab, Salz und Roggen- mehl zu holen,' entgegnete der Kamper-Jos; „wird vor Mitternacht kaum da sein.' „Was? Der Melcher-Hias Ivird doch nicht in stockfinsterer Nacht zur Alm heraufgehen — jetzt, wo alleweil der Bär herumschleicht?' tat sorglich der Pfleger-Klaus. „Vorgestern hat man ihn aus dem Patschferner gesehen, den Bär.' ließ sich Stösfl, der Galthirt, ver nehmen, „und gestern

der Zuber-Jörg; „Bcibaba' schrie jetzt der Kreuzkaspar in die Rede; „so dies herein ins Land kommt der Bär um die Zeit nicht . . » Und sollt wirklich einer dage wesen sein, ist er längst wieder fort. — Der Bär geht im Tag über neun Jöcher.' ^ „Oho, das ist übertrieben!' widersprach der Galthirt; „was weißt denn du übrigens von den Bären? Hast einmal einen gesehen? ' „Bübl, 'vor redest,' sagte der Kaspar schneidend, „laß di-r Noch ein paar.Jährten die Sonne hinter die Ohren scheinen, daß ordentlich

trocken wirst; « . » ich Hab' mehr Bären gesehen wie du Kälber.' - „Wo?' — „Ja, wo denn, Kaspar?' — „Erzähl!' riefen mehrere Stimmen« - ^ ,,Jm Vinschgau drüben,' erwiderte der Gefragte kühl; ^ i . tvißt's, 'vor ich mein Gütl in Grünbühel gekauft Und meine Mariann' geheiratet Hab',, bin ich zwei Jahre im Schulsertal Senner ..gewesen, wo man von der Schweiz her ins Tirol kommt. « . Dort haben die Büren ihren Strich. Wenn sie in der Schweiz alle Geißen und Kälber und anderes Kleinvieh ausgefressen
06.12.1912
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Tiroler Volksbote

Pagine:16 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:17.02.1907

Risultati:Pagina 5
Ritaglio testo:
XV. „Tirnler Volkslinte.' Seite 5. „Hahaha,' machte er, „den Krcuz-Kaspar soll ich ermordet haben! Warum denn nicht gar den König Sank in der biblischen Geschichte? —- — Herr Nichter. der Kreuz-Kaspar ist so frisch und geiund wie ich selber ... Unkraut verdirbt nicht so leicht.' „Kennen Sie den Kreuz-Kaspar? Sie haben doch vorgestern erklärt, daß Ihnen der Mann ganz unbekannt sei.' „Kennen tu' ich ihn wohl, Herr Nichter; ich Hab' mich nur geschämt, es zu sagen... Wissen Sie, der Krenz-Ka'par

ist der dickste Lugenbcitet und der verdrehteste Leutansi'chrer im ganzen Oberlaud!... Ich Hab' nicht wollen sagen, daß ich mit dem Strick, mit dem Hanptlugner bekannt und befreundet bin... Aber der Kaspar ist pudelgesund, viel gesunder als wir alle... Ich bin ihm vorgestern auf der Straße vor Silz be gegnet ... Wenn's wahr ist, was er erzählt hat, dann ist er gerade vom Jnnslnucker Schießen zurückgekommen.' Da kam plötzlich ein Gerichtsdiener zur Türe herein und rief den Nichter hinaus. Nun redete der Kaspar

wieder' still innerlich zu sich selber: . Mein lieber Kaspar, kennst du dich noch aus? — Ich einmal nimmer!. .. Siehst du, ich Hab' dir's alleweil gesagt: .Lügen haben kurze Beine und du sitz'st noch einmal tüchtig in den Pfeffer^; ab^r gefolgt hast du mir nichts.... Jetzt hast dich so tief hineing'logen, daß gar nicht mehr heraussiehst, ge schweige denn herauskommst Kaspar, Kaspar, am End' kommst noch auf den Galgen, weil du dich selbst geranbmordet hast... Aber wehre», Kaspar, mußt dich un8 fest bleiben

! Am letzten Lügl bist noch lange nicht erstickt. In diesun Augenblicke giug die Zimmertür wieder auf und der Nichter erschien mit einer Frau am Arm. — Der Ka'par hatte nur einen Blick hingeworfen, dann kehrte er sich blitzschnell gegen das Fenster, es lief ihm siedend hech über den Rücken. Die Frau war schwarz gekleidet, ganz bleich im Gesicht und hatte tränengerötete Augen. Nun heulte sie auf: „Ja, ja, er hat ihn an!... Es ist der Rock von meinem armen Mann, vom Kaspar — ich seh's genau... und die Hose

auch! — O mein armer Kaspar!' „Herschauen!' befahl der Richter barsch dem Häftling. Der Kaspar aber drückte den Kopf noch tiefer in den Fenster- Winkel. Da trat rasch der Gendarm hinzu und drehte den Kaspar herwärts. Die Frau riß die Augen scheibenweit auf, rannte ein paar Schritte nach vorne und schrie: „Kaspar, mein lieber Kaspar, bist du's wirklich? — Du lebst? Du bist nicht ermordet?' Im nächsten Angenblicke jedoch wurde sie glührot, ballte die Fäuste und lärmte: „Du Spitzbub! Du Halloderer! Du Lump
17.02.1907
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