Risultato ricerca: Friedrich

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Dolomiten

Pagine:56 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:10.09.1988

Risultati:Pagina 39
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Die Feinde Sigmund und Friedrich r „Der mit der leeren Tasche" im Streit gegen König und Kaiser Ehe Aro Herzog Friedrich* IV. oon Österreich, dem spätere Generationen den Beinamen „mit der leeren Tasche’' gaben, gehört zu den aufregendsten Kapiteln der Geschichte Tirots. Spätere romantische Erzählungen prdgfer. bis heute das Bild des Habsburgers, der keineswegs so populär war. ine die Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts ihn darstellte und wie es sich seitdem in Tirol einbürgerte

eine Art Vormundschaft über seinen jüngsten Bruder Friedrich IV. aus, der 1382 geboren wurde und seit HOI in Innsbruck und Meran nachweis bar ist. Das Verhältnis der „leopoldini- sehen“ Habsburger zu ihnen „albcrtini- schen“ Wiener Vettern war nicht immer gut. Dies zeigte sich besonders im Jahre 1400, als die deutschen Kurfürsten Kö nig Wenzel absetzten. Während Albrecht I. die Luxemburger unterstützte, ver bündete sich Leopold IV. mit dem neuen König Ruprecht von der Pfalz. Leopold

IV. war ein tüchtiger Landes fürst; 1395 gewann er das St. Gallener Rheintal, 1396 die Grafschaft Sargans und das Land Goster bis zum Walensee in der heutigen Ostschwei 2 und 1398 die Grafschaften Badenweiler und Hewen im schwäbischen Raum. Er war es auch, der es einßdclte. daß sein unerfahrener Bruder Friedrich H07 Elisabeth von der Pfalz, die Tochter des Königs, heiraten konnte. Friedrich IV. übernahm HM die Verwaltung der Vorlande; mit 22 Jah ren war er dazu jedoch noch zu unreif. Bald stürzte

über seinen Sohn Albrecht V. übernehmen sollte. König Sigmund von Ungarn wurde zum Schiedsrichter beru fen; er setzte 1409 fest, daß Leopold und sein Bruder Ernst sie ausuben sollten. Nach dem Tode Leopolds (1411) bean spruchten die Brüder Ernst und Fried rich IV. die Vormundschaft. Sigmund aber setzte es durch, daß Albrecht V.. der spater sein Schwiegersohn und Erbe werden sollte, vorzeitig für volljährig er klärt wurde und allein regieren konnte. Ernst und Friedrich IV. waren nun über Sigmund verstimmt

vergeblich, Zara zuruckzugewtnnen. König Sigmund hatte in Deutschland kaum eine nennenswerte Hausmach!. Er konnte sein Ansehen nur erhöhen, wenn es ihm gelang, die Kirchenspaltung zu beseitigen, die seit 1378 herrschte. Daß ihm dies auf dem Konzil zu Konstanz (1414—1418) gelang, hob seme Stellung enorm Vermutlich blieb ihm nicht ver borgen. daß Friedrich 1412 mit den Ve nezianern über eine Unterstützung für einen Romzug nach einer etwaigen Waid zum deutschen König verhandelte. Auchdurfte er davon gewußt
10.09.1988
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Volksbote

Pagine:12 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:18.06.1925

Risultati:Pagina 3
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dies Wenige verlieren sollt Don dieser Zeit an war Friedrich jenen mehr zu Hause. Simon schien alle wärmeren Gefühle, deren er fähig war, dem Schwester- sohn zugewendet zu haben; wenigstens orr- m'ßte er ihn sehr und ließ nicht nach mit Botschaften, wenn ein häusliches Geschäft ihn für einige Zeit bei der Mutter hielt. Der Knabe war seitdem wie verwandelt, das träumerische Wesen gänzlich von ihm ge wichen, er trat fest auf, fing an, sein Aeuße- res zu beachten und bald in den Ruf eines hübschen gewandten

Burschen zu kommen. Sein Ohm, der nicht wohl ohne Projekte leben konnte, unternahm mitunter be deutende öffentliche Arbeiten, z. B. beim Wegebau, wobei Friedrich für einen seiner besten Arbeiter und überall als feine rechte Hand galt; denn obgleich dessen Körperkräft« noch nicht ihr volles Maß erreicht hatten, kam ihm doch nicht leicht jemand an Aus dauer gleich. Margaret hatte bisher ihren Sohn mir geliebt, jetzt fing sie an, stolz auf ihn zu werden und sogar eine Art Hoch achtung für ihn zu fühlen

um drei Ubr: der Mond stand klar am Himmel, aber sein Glanz fing an zu ermatten, und im Osten zeigte sich bereits ein schmaler, gelber Strei fen, der den Horizont besäumte und den Eingang einer engen Talschlucht wie mit einem Goldbande schloß. Friedrich lag im Grase, nach seiner gewohnten Weise, und schnitzelte an einem Weidenstabe, dessen kno tigem Ende er die Gestalt eines ungeschlach ten Tieres zu geben versuchte. Cr sah über müdet aus, gähnte; ließ mitunter seinen Kopf an einem verwitterten

und in di« frische Morgenluft schnaubten. Aus dem Walde drang mm Zeit zu Zeit ein dumpfer, krachender Schall: der Ton hielt nur einige Sekunden an, begleitet von einem langen Echo an den Bergwänden, und wiederholte sich etwa alle fünf bis acht Mi nuten. Friedrich achtete nicht darauf: nur zu weilen. wenn das Getöse ungewöhnlich stark oder anhaltend war. hob er den Kopf und ließ seine Blicke langsam über die verschiede-- nen Pfade gleiten, die ihren Ausgang in dem Talgrunde fanden. Es fing bereits stark

zu dämmern an; die Böget begannen leise zu zwitschern und der Tau stieg fühlbar aus dem Grunde. Friedrich war an dem Stamm hinabgeglitten und starrte, die Arme über den Kopf verschlun gen, in das leise einschleichende Morgenrot. Plötzlich fuhr er auf: lieber sein Gesicht fuhr ein Blitz, er horchte einige Sekunden mit vorgebeugtem Oberleib, wie ein Jagdhund, dem die Luft Witterung zuträgt. Dann schob er schnell zwei Finger in den Mund und pfiff gellend und anhaltend. „Fidel, du verfluchtes Tier
18.06.1925
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Volksbote

Pagine:12 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:11.06.1925

Risultati:Pagina 4
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voran, mit seinem Ge sicht die Luft Lurchschneidend, wahrend ihm di« Schöße des roten Rockes wie Feuerflammen nachzogen. So hatte er ziemlich das Ansehen eines feurigen Mannes, der unter bem ge stohlenen Sacke büßt; Friedrich ihm nach, fein und schlank für sein Alter, mit zarten, fast edlen Zügen und langen, blondm Locken, die besser gepflegt waren, als sein übriges Aeußeres erwarten ließ; übrigens zerlumpt, sonnenverbrannt und mit dem Ausdrucke der ..volksdote' Vernachlässigung

.und einer ' gewissen rohen Melancholie in den Zügen. Dennoch war eine große Familienähnlichkeit beider nicht zu verkennen, und. wie Friedrich so langsam sei nem Führer nachtrat, die Blicke fest auf den selben' geheftet, der ihn gerade durch das Seltsame seiner Erscheinung anzog, erinnerte er unwillkürlich an jemand, der in einem Zauberspiegel das Bild seiner Zukunft mit verstörter Aufmerksamkeit betrachtet. Jetzt nahten die beiden sich der Stelle des Tewoburger Waldes, wo das Brederholz den Abhang des Gebirges

niedersteigt und einen sehr dunklen Grund aussüllt. Bis je.tzt war wenig gesprochen worden. Simon schien nach denkend, der Knabe zerstreut, und beide keuchten unter ihren Säcken. Plötzlich fragte Simon: trinkst du gern Branntwein?' -~ Der Knabe antwortete nicht. „Ich frage, trinkst du gern Branntwein? Gibt dir die Mutter zuweilen welchen?' — ,Di« Mutter selbst hat keinen', sagte Friedrich. — „So, so. desto bester! — Kennst du das Holz da. vor uns?' — »Das ist das Brederholz.' — „Weißt du auch, was drin

vorgefallen ist?' — Friedrich schwieg. Indessen kamen sie der düsteren Schlucht immer näher. „Betet die Mutter noch so viel?' hob Si mon wieder an. — ,Ja, jeden Abend zwei Rosenkränze.' — «So? Und du betest mit?' — Der Knabe lachte halb verlogen mit einem durchtriebenen Seitenblick. — .Die Mutter betet in der Dämmerung vor dem Esten den einen Rosenkranz, dann bin ich noch nicht wieder da mit den Kühen, und den anderen im Bette, dann schlafe ich gewöhn lich ein.' — „So, so, Geselle!' — Diese letz ten Worte

wurden unter dem Schirme einer weiten Buche gesprochen, die den Eingang der Schlucht überwölbte. Cs war jetzt ganz fin ster; das erstes Mondviertel stand am Him mel, aber seine schwachen Schimmer dienten nur dazu, den Gegenständen, die sie zuweilen durch eine Lücke der Zweige berührten, ein fremdartiges Aussehen zu geben. Friedrich hielt sich dicht hinter seinem Ohm: sein Odem ging schnell, und wer sein« Züge hätte unter scheiden können, würde den Ausdruck einer ungeheuren, doch mehr phantastischen
11.06.1925
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Dolomiten

Pagine:8 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:04.04.1956

Risultati:Pagina 5
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Eine Welt ist Die Weltöffentlichkeit und die Weltpresse sind fasziniert durch Berichte über eine dra matische Rede Chruschtschows am letzten Parteitag der KPdSU. Wir wissen nicht, inwieweit die dramati schen, dramatisierten Berichte von der Ge heimtagung des Parteitages der Wirklichkeit entsprechen, schreibt Friedrich Heer in einen Artikel unter obigem Titel in der „Furche", in dem er unter anderem weiter ausführt: Das aber ist die Wirklichkeit Jene Gruppe von Männern, die ihre Härte

für die „Renaissance des Konser vativismus“, deren Zeugen wir sind. Dabei geht es in Wirklichkeit um eine Regeneration der religiösen Kräfte, die ja schon immer"m!t dem Konservativismus verbunden waren. Der Kampf um die Großmachtstellung Friedrich Muckermann S. J. Zum zehnten Jahrestag seines Heimganges am 2. April Wir haben vergeblich auf ihn gewartet. Leid und Entbehrungen der Verbannung ha ben ihn nicht zu beugen vermocht, aber die Sehnsucht nach der Heimat, die Sorge um ihre Zukunft, zehrten mehr

an seinem Mark, als dieser schier unverwüstliche Niedersachse es wahr haben wollte. Das ruhelose Dasein im Untergrund (zumal nach der Besetzung ganz Frankreichs), der quälende Gedanke, jeden Augenblick aufgespürt zu werden und dem Henker auf Gedeih und Verderb ausge liefert zu sein, setzten ihm hart zu. Friedrich Muckermann war schwerkrank lange bevor er nach dep furchtbaren Strapazen pausenloser Verfolgung freien Schweizer Boden erreichte, Es schien, als siegte der starke Wille dieses vitalen Menschen

. Doch hinter der scheinbar überlegenen Ruhe verbarg sich das gebro chene Herz des durch die Lande gehetzten Zeitkritikers, dem e3 nicht mehr vergönnt sein sollte, 3elne deutsche Heimat wiederzusehen und seine jäh unterbrochene Lebensarbeit fortzuführen. Friedrich Muckermann hatte eine durchaus klare Vorstellung von den Zerstörungen, die im geistig-kulturellen Bereich von einem ver antwortungslosen Regime angerichtet worden waren. Ohne große Erwartungen bereitete er seine Heimkehr vor. Es war ein letztes trü gerisches

Aufflammen seiner Lebenskräfte, das sich zeigte, ab er, im Kreise seiner Freunde, noch unmittelbar vor seinem Heim gang, mit der ihm eigenen Frische und Le bendigkeit seine Pläne entwickelte, die er nach deiner Heimkehr verwirklichen wollte. Doch er kam nicht mehr dazu. Er starb am 2. April 1946 in Montreux und wurde auf dem Jesuiten-Friedhof in Schönbrunn in der Schweiz beigesetzt. Friedrich Muckermann gehörte zu den kon sequentesten Gegnern des Nationalsozialis mus. Er war ein kompromißloser unbeug
04.04.1956
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Dolomiten

Pagine:44 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:15.12.2000

Risultati:Pagina 20
Ritaglio testo:
E uropa erinnert sich in die sen Tagen in besonderer Weise an Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen, der am 13. Dezember 1250, vor 750 Jah ren also, in Castel Fiorentino bei Lacera verstorben ist. Im Leben Friedrich II., der am 26. Dezember 1194 in der kleinen Stadt lesi bei Ancona als Sohn Kaiser Heinrich VI. und seiner Gemahlin Konstanze von Si zilien, Tochter des berühmten König Roger II. (von Sizilien) aus dem Geschlecht der Nor mannen, geboren umrdc, ist vieles bemerkenswert

Sohnes Friedrich zum Römisch-deutschen König durchdrückt. Zur Krönung des Kindes kommt es jedoch nicht, weil Heinrich im Zuge der Vor bereitungen des dritten Kreuz zuges am 28. September 1197 zu Messina, knapp 32-Jährig stirbt, worauf sein Bruder Phi lipp (von Schwaben) zum Rö misch-deutschen König ge wählt und ein Jahr später in Mainz auch gekrönt wird. Im Alter von dreieinhalb Jahren: Krönung zum König von Sizilien Die Witwe Konstanze dage gen, die stets als Normannin fühlt, läßt den mittlerweile

Dreijährigen nach Palermo bringen, wo er am 17. Mai 1198 - noch nicht vier Jahre alt! - in der Nachfolge seines verstor benen Vaters zum König von Sizilien gekrönt wird. Mutter Konstanze, die für ihren Sohn die Regierungsgeschäfte führt, verzichtet vorderhand für Frie drich und im Interesse des Pap stes auf das deutsche König tum, was in den Urkunden der normannischen Kanzlei auf Si zilien ihren deutlichen Nieder schlag findet, wenn Friedrich fortan als „Rex Siciliae, du- catus Apuliae et principatus

Capiate “bezeichnet wird, nicht aber als „Rex Romanorum". Als Mutter Konstanze nur ein halbes Jahr nach der Krönung ihres vierjährigen Sohnes zum König von Sizilien selbst stirbt (am 27./28. 11. 1198), über nimmt auf ihren testamenta rischen Wunsch hin der Papst - im Jänner 1198 tritt Lothar von Segni aus dem Haus der Grafen Conti, ein „glänzender Jurist und Politiker, der die Präro- gativa der Kirche in vollem Umfang zum Durchbruch zu bringen beabsichtigte“ (Koch), Kaiser Friedrich

des Kirchenstaates. Der Papst versucht sich nun frei zuspielen, indem er Otto bannt und ihm, aus tagespolitischen Erwägungen, sein Mündel, den „puer Apuliae“, oder aber das „Cliint von Pulle“ wie Walther von der Vögel weide Friedrich bezeichnet, entgegenstellt. Dies obwohl Friedrich, der noch im selben Jahr die Tochter von König Al fons II. von Aragon, Konstanze, heiratet, nur knappe drei Wo chen nach seiner Entlassung aus päpstlicher Vormundschaft wegen der Neubesetzung des Bischofstuhles von Palermo dem Papst
15.12.2000
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Dolomiten

Pagine:20 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:06.08.1966

Risultati:Pagina 19
Ritaglio testo:
, und Nach folger des am 19. August 1493 in Linz an der Donau verstorbenen Vaters wurde. An der Wende vom Mittel- alter zur Neuzeit regierte Friedrich III., seit 1440 deutscher König, seit 1452 römischer Kaiser, 53 lange Jah re. Der letzte in Rom gekrönte Kai ser wurde zwei Monate nach der Verbrennung des Jan Hus auf dem Scheiterhaufen in Konstanz geboren und starb zwei Monate ehe Cristo- foro Colon Amerika betrat. Alphons Lhotsky, bester Kenner Friedrichs III. und seiner Zeit, hält eine Vergegen wärtigung

von Vorurteilen und trägt mit dem Bild der Zeit und Um welt zu einem neuen Friedrich-Bild bei. Rudolf von Habsburg war wohl zum deutschen König, nicht aber zum Kaiser gekrönt worden, auch Albrecht I., Friedrich der Schöne und Albrecht II. waren nur deutsche Könige, aber erst mit Friedrich III. beginnt die bis 1806 ununterbrochene habsburgische Kaiserzeit des Rei ches. Hatte Rudolf IV. der Stifter gesagt: „Austria est imperii cor et clipeus" — Oesterreich ist des Rei ches Herz und Schild, so kleidete Friedrich

im Wiener Ste- phansdom und ebenso Friedrichs Grabmal im Dom sind die Haupt- dor.kmale seines Bauwillcns. Unser Augenmerk sei hier allein auf die tir oli sehen Bezüge beschränkt, so verlockend ein breite res Eingehen auch wäre. Als Herzog Friedrich mit der leeren Tasche sich in Konstanz den Zorn König Sigis munds und des Konzils zugezogen hatte und die vorderösterreichischen Besitzungen und Tirol gefährdete, setzte sich Herzog Ernst der Eiserne eilends nach Innsbruck. Hier kam 1415 Friedrich zur Welt

. Als Herzog Ernst 1424 verstarb, nahm Friedrich mit- der leeren Tasche die Vormund schaft über die Kinder; unbekannt ist, ob er seine Mündel nach Tirol nahm oder in Wiener Neustadt ließ. Erst nach längeren Auseinanderset zungen, wobei der Tiroler Landes- fürst bei Herausgabe von Kleinodien noch mehr widerstrebte als bei der Entlassung aus der Vormundschaft, setzte sich der junge gegenüber dem älteren Friedrich durch. Als 1439 Albrecht V. und Friedrich mit der leeren Tasche starben, war der 24- jiihrige

Friedrich III. plötzlich Senior der Habsburger. Er sah sich schwie rigen kirchenpolitischen Entschei dungen gegenüber und mußte sich mit dem Adel einigen. Dies glückte ihm am ehesten bei den Tirolern, wo er bis 1446 Vormund über den jungen Herzog Sigismund war. Schwieriger hatte er es mit Ladis laus Postumus und in Böhmen mit Georg von Podiebrad und in Un garn mit Jänos Hunyädy. Schwierig keiten erwuchsen auch aus dem Zwist zwischen Herzog Sigismund und dem Brixner Kardinal Nikolaus Cusanus am Ende
06.08.1966
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Innsbrucker Nachrichten

Pagine:8 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:14.08.1944

Risultati:Pagina 7
Ritaglio testo:
eine Kreisbahn um ihn. Zeichnet man in der Nacht die Bahn irgend eines Fixsternes auf, so entsteht am Firma ment eine Himmelsuhr. Leider gibt es aber am Sternhimmel weder Zifferblatt noch Uhren zeiger, und doch mißt und errechnet der Astro- Woher wissen wir, wie spät es ist? Die Zehntausendstel Sekunde der Quarzuhr — „Fräulein Zeit“ ein Apparat (Nachdruck verboten) Ferien vom Du & Eine Sommergeschichte von Michael Molander Erst durch den unverschämt spöttischen Blick des Portiers kam Friedrich das Peinliche

Ihnen bekannt sein", unterbrach Fried rich boshaft, „selbst in Berlin soll dieser Name mehr als zweimal Vorkommen." „Selbstverständlich, gewiß! Ich bitte noch mals, den Irrtum zu entschuldigen!" stotterte der Portier, der merkte, daß mit dem Herrn nicht zu spaßen war. „Bitte, keine Ursache!" meinte Friedrich ge lassen, „sagen Sie mir lieber, wann Frau Mül ler wohl zurückkehren wird." „Es tut mir leid, Ihnen mit keiner genauen Auskunft dienen zu können", versicherte der Pförtner, „die Herrschaften

haben das Mittag essen und denNachmittagskasfee abbestellt, wer den demnach also länger fortbleiben." „Die Herrschaften? Wer ist denn das?" er kundigte sich Friedrich mit geheuchelter Gleich gültigkeit. „Herr und Frau Dr. Tessow und Herr Baron von Warrenberg, mit dessen Wagen die Herr schaften weggefahren sind", gab der Portier Bescheid, „wohin, kann ich leider nicht sagen. Aber darf ich vielleicht an Frau Müller etwas bestellen oder Ihre Karte abgeben?" „Nein, danke!" Friedrich nahm dem Portier die Karte

aus der Hand, „aber diesen Brief übergeben Sie, bitte, Frau Müller sofort nach ihrer Rückkehr." Friedrich strich mit einem da liegenden Bleistift die Ortsbezeichnung „Nor derney/Nordsee" aus und schrieb „z. Zt. Baden weiler" darüber, dann schrieb er auf die Rück seite: „Rufe mich sofort unter 57 an!" und hän digte den Brief dem Portier aus, der ihn gleich in eines der vielen numerierten Postfächer steckte. Es war Nummer 28, wie Friedrich fest stellte. Dabei kam ihm ein Gedanke. „Ich bin übrigens

mit meiner Unterkunft nicht zufrieden, wenn Sie ein schönes Zimmer frei hätten, würde ich hierher übersiedeln." Wieder ärgerte sich Friedrich über den ver ständnisinnigen Gesichtsausdruck des Portiers bei dieser Frage. „Bedaure außerordentlich, mein Herr, aber es ist alles besetzt"; sagte der Mann und fügte er klärend hinzu: „Hauptsaison! Wir haben schon seit gestern keine Gäste mehr aufnehmen können." Und nun sagte Friedrich etwas sehr Dummes, weil es in diesem Zusammenhang die Neugier und den Verdacht
14.08.1944
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Dolomiten

Pagine:8 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:13.12.1950

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
f 13. Dezember 1250 Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen E ine merkwürdigere Jugend hat wohl kaum je ein zukünftiger deutscher Kaiser gehabt, noch ein merkwürdigeres Milieu als das des damals noch vorwiegend arabischen Palermo, wo er im Königspalast seiner mütterlichen Ahnen aufwuchs. Das Merk würdige seiner irdischen Laufbahn fing buchstäblich schon mit seiner Geburt an, die auf offenem Marktplatz in Jesi, einer kleinen mittelitalicnischcn Stadt, erfolgte, in aller Oeffcntlichkeit

, die die mit Gold und Edelsteinen beladenen Wagen zu bewachen hatten. Schnell wurde dann noch ein drittes Mal geheiratet, und zwar die Schwester des da maligen Königs von England, aber schon am Morgen nach der Brautnacht ging es in Eilmärschen wieder südwärts: die lombardi schen Städte hatten sich wieder einmal em pört, und die sizilianischen Barone waren wieder einmal aufsässig geworden. Längst ist festgestelit, daß Friedrich II., so sehr er an Sizilien hing, dort, abgesehen von seiner Jugendzeit, doch immer

Wohlgepflegtheit und Zier lichkeit bricht, die einst seine normanni schen Ahnen bevorzugt hatten. Die Grund haltung war eben eine andere, trotz gleicher Vorliebe für Orient und orientalische Kul tur. An sichtbaren Spuren ist von der Staufer- zeit wenig in Sizilien übriggeblieben: vor allem die zwei schweren Porphyrsärge im Dom zu Palermo, in denen Heinrich VI. und 'i'in Sohn Friedrich II. ruhen. Die Monu mentalität der Särge beschwört ein ganzes 7 eitalter, seine Schrecken und seine Größe. Aus Wedderkop

, Sizilien N ur ein einziges glaubwürdi ges Bildnis von Friedrich II. ist erhalten. Es stammt aus sei ner Frühzeit, als der Stern des Zwanzigiährigcn sich über dem Abendland erhob. Die kleine, aus Silberblech getriebene Statuette schließt die Herrscherreihe auf dem Aachener Schrein, der die Gebeine Karls des Großen birgt. Der Aachener Meister hat. als er Friedrich II. darstellte, um die Wiedergabe des unheimlichen Eindruckes gerungen, den der Jüngling auf ihn gemacht haben muß. Es darf wohl erlaubt

, die zeitherrschende Idee am Ende nur noch durch seine vergottete und verfluchte Per son verkörpert worden ist. Mit seinem Tode ging sie in iahm Erlöschen ui.ter. Nur er hatte sie noch als drittel Träger der staufi- schen Krone, wie Atlas das Erdenrund, zu tragen vermocht. Seme Söhn--.- und E-r-kel brechen unter der Rie--snlast zusammen. In Friedrich II. am Aachener Karlsschrein weniger als zwei Jahrzehnten n-ach Fried richs Tod war der staufische Name ausge tilgt da? «Reich» zevchellt. Die nach Friedrichs Tod
13.12.1950
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Dolomiten

Pagine:12 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:24.01.1962

Risultati:Pagina 3
Ritaglio testo:
Mittwoch, den 24. Jänner 1962 — Nr. 16 Dolomiten Seite 3 » KÖNIG FRIEDRICH II. VON PREUSSEN Den am 24. Jänner 1712 geborenen Sohn des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Preußen, Friedrich, der am 31. Mai 1740 den Thron bestieg, hat die Meindeutsche Ge schichtsschreibung mit Beinamen wie „der Große“, ja „der Einzige“ bedacht. Der Volks- mund hat ihm den Namen „der alte Fritz" gegeben. Er ist durch viele Legenden zu einer Idealgestalt gemacht und durch die Bilder von Adolf Menzel ungemein popu

larisiert worden. Ziweifellos war er ein ge nialer Mensch mit zahlreichen Licht- und Schattenseiten. Lange Zeit hat man die Zwie spältigkeit seiner Erscheinung nicht sehen wollen und alles getan, um ihn als Begrün der des neueren Deutschtums darzustellen und die verhängnisvolle Rolle unsichtbar zu machen, welche ihm schließlich für Nation, Reich und Europa zugefallen ist. Unter seinem völlig anders eingestellten Vater Friedrich Wilhelm I., dem die Ent stehung der spezifisch preußischen Lebens form

zu verdanken ist, wandelte sich Preußen vom höfischen zum militärisch-bürokratischen Staat. Friedrich II. aber machte aus dem ter ritorial so uneinheitlichen Doppelstaat Bran denburg-Preußen das einheitliche Königtum Preußen, das als Großmacht unter den euro päischen Mächten dem Reich entwächst. Das Klischee vom König Die Hof- und Staatshistoriographie zeichnet den jungen Prinzen als einen Schön- und Schwarmgeist, welcher sich der strengen Zucht des Vaters, des „Soldatenkönigs“, nicht ' beugen

der Sieger. Das Dritte Reich hat das Bild dieses an geblich „preußischesten aller preußischen Kö nige“, das vorher schon eine liebedienerische etatistische Geschichtsschreibung verzeichnet hat, vollends entstellt, indem es' ihm viel unterstellte, was Hitler und Nationalsozia lismus aus seinem Wpsen und Handeln und seinen Maximen herauszulesen wünschten. Bis heute schwankt sein Charakterbild in der Geschichte. Schicksalszelt der Geschichte 1712 wurde Friedrich II. geboren, 1713 wurde in Oesterreich

die Pragmatische Sank tion erlassen. Dieses Staatsgrundgeselz si cherte für die Gesamtheit der habsburgischen Länder die männliche und weibliche Erb folge nach dem Recht der Erstgeburt. 1717 wurde Maria Theresia geboren und nachdem kein männlicher Erbe vorhanden war, war sie zur Herrscherin nach dem Recht des Pac tum mutua e successioni bestimmt. Am 31. Mai 1740 bestieg Friedrich II., am 20. Ok tober 1740 Maria Theresia den Thron. Preu ßen. und Bayern erhaben Ansprüche und fan den in Frankreich und Spanien
24.01.1962
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Innsbrucker Nachrichten

Pagine:10 Pagine
Tipo materiale:Giornale
Data di pubblicazione:17.08.1944

Risultati:Pagina 9
Ritaglio testo:
von Michael Molander „Nun, was sagst du? Ist das nicht eine wun dervolle Frau?" meinte Hans begeistert, wäh rend er dem Freund ein brennendes Zündholz reichte. „Wer denn?" tat Friedrich arglos. „Na, wen werd' ich schon meinen?" ereiferte sich Hans. „Frau Dr. König?" spottete Friedrich. „Alter Miesmacher!" brummte Hans ärger lich und ließ sich in einen Sessel fallen. „Noch ein Wort, und ich leiste der Aufforde rung Frau Müllers Folge und begleite euch heute abend ins Kino!" drohte Friedrich scherzend. Hans

richtete sich lebhaft auf: „Sie hat —"" Friedrich nickte ernsthaft: „Allerdings! Aber du kannst beruhigt sein: ich habe nicht zugesagt." „Das ist wirklich nett von dir!" mußte Hans gestehen, „aber ich mache mir als Gastgeber Vorwürfe: nun besucht mich mein Freund und ich lasse ihn allein!" „Vor einer Frau muß eben der Freund zu rücktreten!" meinte Friedrich. „Bei d e r Frau schon", gab Hans zu. „Wie hat sie dir übrigens gefallen?" „Ach — nicht übel, immerhin —" „Du scheinst keinen günstigen Eindruck

auf sie gemacht zu haben", unterbrach Hans, sichtlich unzufrieden über Friedrichs Urteil, „sie war ziemlich kühl zu dir. — Nun, kenne sich jemand in den Launen einer Frau aus!" rief er pathe tisch und fügte dann gleichgültig, aber jedes Wort ein Sieg, hinzu: „Ich fahre übrigens morgen mit ihr nach St. Blasian!" „So? Wir wollten doch angeln gehen?" er innerte Friedrich. „Aber du wirft doch verstehen, wenn ich dich bitte, morgen allein —" „Gewiß, mein Lieber!" lachte Friedrich und fragte dann vorsichtig

: „Verliebt?" „Sehr!" Hans schaute versonnen dem Rauch seiner Zigarette nach. „Viel Glück!" wünschte Friedrich und hatte Mühe, ernst zu bleiben. „Danke!" Hans war schon in dem Stadium, wo mit ihm nicht mehr viel zu reden war. „Immerhin: — sie ist verheiratet!" gab Friedrich nach einer Weile tiefen Schweigens zu bedenken. „Leider!" Friedrich atmete schwer. „Wenn ich mir vor stelle, meiner Frau erginge es ebenso wie dieser Frau Müller!" „Was man nicht weiß, macht einem nicht heiß!" entgegnete Hans ruhig

Friedrich alle Bedenken ab, „also, Sie machen mir die Freude?" „Zu liebenswürdig!" dankte Fräulein Müh sam errötend. Hans aber sagte gar nichts. Er hatte alle Mühe, aus seinem Sessel und seinem Erstaunen herauszukommen, um dann ebenfalls ins Speisezimmer hinüberzugehen. * „Herr Müller! Sehen Sie nur, eben betritt der Herr Doktor mit Frau Müller die Rang loge gegenüber!" stellte Fräulein Mühsam über rascht fest, während sie angestrengt durch ihr Stielglas schaute. „Tatsächlich!" Friedrich tat
17.08.1944
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