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Libri
Categoria:
Storia
Anno:
1850
Aus den März- und Oktobertagen zu Wien 1848
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Pagina 16 di 48
Autore: Pichler, Adolf (Schriftsteller) / Adolf Pichler
Luogo: Innsbruck
Editore: Wagner
Descrizione fisica: 47 S.
Lingua: Deutsch
Soggetto: g.Wien ; s.Revolution <1848>
Segnatura: II 102.087 ; III 63.015
ID interno: 240506
waren es, die uns diese Banner übersandten. Wie groß und herrlich standen in dieser bewegten Zeit die Frauen von Wien da! In ihrer Brust zündete der Funke der Freiheit am reinsten, sie liebten sie mit der vollen Liebe des Weibes, liebten sie von ganzer Seele. — Wir beschlossen alsvgleich unter Absingung des Liedes: Was ist des Deutschen Vaterland! auf den StephanSplatz zu ziehen. Der herrliche blaue Lenzhimmel strahlte auf uns nieder, die Fahnen wogten und flaggten im Zuge, Glockengeläute klang uns entgegen. Mit welch

' ergreifender Gewalt stiegen die Töne des deutschen Liedes empor! Dann zum Standbild des letzten deutschen Kaisers — zu Joseph! Sie haben sein großes Herz gebrochen durch elende Häkeleien; er hat diesen Tag nicht erlebt, der seine Wünsche erfüllen sollte: wir aber neigten vor ihm die Fahnen und grüßten seinen hehren Geist mit deutschen Liedern. Von da auf den Burgplatz. Vor der Micheler-Kirche steht der Erzengel Michael auf dem Drachen. »Seht den deutschen Michel, er ist erwacht und zertritt den Drachen

!« rief Jemand — Gelächter durch die Reihen. Don den Fenstern sahen schöne Frauen herab. Ein Student konnte es nicht lassen, mit der Hand faßte er das deutsche Band und rief ihnen zu: »Sehen sie, das sind die Farben, mit denen sie sich künftig schmücken sollen!« — Ja ja! antworteten sie, das wollen wir! und winkten freudig herab. Vor der Burg machten wir Front. Der Kaiser erschien am Fenster, und wurde mit Jubel empfangen, Wieder stimmten wir das deutsche Lied an: Was ist des Deutschen Vaterland

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Libri
Categoria:
Narrativa
Anno:
1906
Allerlei aus Italien.- (Gesammelte Werke ; Bd. 10)
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Pagina 303 di 352
Autore: Pichler, Adolf (Schriftsteller) / Adolf Pichler
Luogo: München [u.a.]
Editore: Müller
Descrizione fisica: 346 S.
Lingua: Deutsch
Segnatura: II 63.047/10
ID interno: 73402
Rundreisebillett Bahn brechen, kulturgeschichtliche nen nt«, wobei es sich freilich weniger um die Kultur als Bas Vergnügen handelt. Auf allen Wegen und Stegen begegnet man Deutschen: Männlein und Weiblem, und die Italiener lernen sogar die ihnen schwierige Sprache, nicht um den „Werther' zu lesen, sondern für die Fremdenwirtschaft, welche Geld, viel Geld einträgt. Ich begegnete den lächerlichsten Versuchen, deutsch zu reden, welche ich nur dadurch abschnitt, daß ich stets italienisch

antwortete. Ein junger Herr belästigte uns im Coups stundenlang mit Fragen nach deutscher Gram- matik und legte mir endlich triumphierend den „Faust' in der schnöden Reclam-Ausgabe auf den Schoß. Das erleichtert den Deutschen das Reisen und zieht immer mehr herbei. Mir ware es zwar oft lieber, wenn sie gar nicht kämen oder ich wenigstens „la Tedescheria' nicht zu sehen und „mein geliebtes Deutsch' nicht zu hören brauchte. Regt der deutsche Kaistraar die Schwingen und rücken die deutschen Heere, deren

Grundstock aus Bauern besteht, ins Feld, so weht durch ihre Fahnen der Sturm der Weltgeschichte; jetzt haben die deutschen Philister mobil gemacht, sie singen nicht die Marseillaise, aber marschieren doch unter Bädekers roter Fahne aus, aber „das Land' lernen sie nie kennen, wenn sie es auch sehen und dort alles nach ihrem kurzen Maßstab messen. Was sie nur zusammenreimen, tadeln und bewundern, abgeschmackt sind sie immer, und es dürfte selbst einem Jean Paul schwer werden, sie noch gemütlich zu finden

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Libri
Categoria:
Storia
Anno:
1906
¬Das¬ Sturmjahr.- (Gesammelte Werke ; Bd. 2. Bd. 3)
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Pagina 339 di 570
Autore: Pichler, Adolf (Schriftsteller) / Adolf Pichler
Luogo: München [u.a.]
Editore: Müller
Descrizione fisica: 181, 376 S.. - 2. Aufl.
Lingua: Deutsch
Commenti: enthält außerdem: Bd. 3 : Aus Tagebüchern. - 1905
Soggetto: p.Pichler, Adolf <Schriftsteller> ; f.Tagebuch
Segnatura: II 63.047/2-3
ID interno: 73397
Mich hier zu beteiligen, hielt ich deswegen für eine Wicht: ich sandte dem deutschen Parteitag ein tele graphisches Glückauf, deswegen gab ich dem deutschen Lehrerverein in Wien für sein Album ein Gedicht auf den Kaiser Joseph und schickte zu seinem Kommers einen Gruß, den ich hier beilege. Die Professoren der Universität Innsbruck taten nichts, ebensowenig die Studenten, voran die Korps, denen ich in derDeutschen Zeitung denVorschlag machte, zur Festfeier des 29. November mit den Theologen

, welchen sie sich bei anderen Gelegenheiten anschlössen, den Abevdrosenkranz zu beten. „Den deutschen Studenten der Hochschulen Wiens, welche sich zur Erinnerungsfeier des Kaisers Josef ver? sammelten, einen herzlichen Gruß! In den Märztagen von 1848 wallfahrteten auch Ihre Vätev zu seinem ehernen Standbilde und schmückten es mit Kränzen und der schwarz-rvt-gvldenen Fahne. Sein Adlerblick erkannte die Aufgabe Österreichs und nicht blos deswegen, weil er die Krone Karls des Großen, der Ottonen und Hohenstaufen trug, erhob er die Sprache

Luthers und LeGngs, Goethes und Schillers zur Sprache des Staates: er war überzeugt, daß nur auf dem festen Boden deutscher Bildung, deut scher Gesittung, die Macht und Größe Österreichs er wachsen könne. Er hat uns den Weg gezeigt, und erlahmte auch sein Heldenarm im Tode, doch konnte und kann seine Spur nichts mehr verwischen. Darum bleibt sein Andenken jedem Deutschen, jedem wahrhaft österreichischen Herzen heilig, darum auch

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